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01-02 | 2019

Special E-world energy &

Special E-world energy & water ABB Halle 3 / Stand 136 Energieoptimierung für intelligente Industriestandorte und digitale Geschäftsmodelle Die digitale Vernetzung bietet Anlagenbetreibern neue Möglichkeiten, lukrativ am Energiemarkt teilzuhaben. VIRTUELLE KRAFTWERKE | Im Zuge der Digitalisierung ermöglichen technologische Innovationen ein zunehmend dezentrales Stromnetz, in dem Energie und Informationen in beide Richtungen fließen. Die Kundenkooperation mit Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) verwandelt mithilfe des Energiemanagementsystems (EMS) von ABB die Herausforderung von potenziell disruptiven Auswirkungen dezen - traler Energie aus verschiedenen Quellen in ein profitables Geschäftsmodell zur nachhaltigen, sicheren und flexiblen Energieversorgung. Der Energiemarkt befindet sich im Umbruch: Auf der einen Seite nimmt die Anzahl an regenerativen Erzeugungsanlagen zu, die Erzeugung wird dezentraler und flexibler: Die konventionelle und zentralisierte Produktion weicht einer dezentralen, wetterabhängigen Produktion aus vielen keinen Energiequellen. Grundlage für diese Entwicklung ist die digitale Vernetzung von Erzeugung, Speichern und Verbrauchern. Mit entsprechender Steuerung und Optimierung können auch viele kleine Anlagen ihre Erzeugung auf Basis von Echtzeitdaten direkt vermarkten. Um Regelleistungen als Netzdienstleistungen bereitzustellen, müssen Energieunternehmen ihre Anlagen flexibilisieren. Energiedienstleister sind darauf angewiesen, die Energie so gut wie möglich zu verteilen und Verbraucher jederzeit mit Strom zu versorgen. ABB erzielt mit seinem EMS erhebliche Energiekosteneinsparungen für den Eigenverbrauch wie auch für Kunden und ermöglicht zusätzlich kleineren Anlagenbetreibern, profitabel an den Stromhandelsmärkten zu partizipieren. Mit „ABB Optimax“ und „ABB Micro Scada Pro“ setzt CKW die Optimierungslösung ein, um mit einem virtuellen Energiepool vieler dezentraler Einheiten lukrativ am Energiemarkt teilzuhaben. Pooling von dezentralen Erzeugungseinheiten CKW ist als Dienstleisterin für Energie, Daten, Infrastruktur und Gebäudetechnik in der Schweiz aktiv. In einem virtuellen Energiepool aggregiert CKW neben eigenen Pump-Speicherkraftwerken auch viele dezentrale technische Einheiten. Dazu zählen Laufwasserkraftwerke, Kraft- Wärme-Kopplung (KWK)-Anlagen, Kehr- 16 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 1/2

E-world energy & water Special Vernetzte technische Einheiten bilden ein virtuelles Kraftwerk mit Echtzeit-Überblick. richt-Verbrennungsanlagen, Industrieanlagen mit steuerbaren Lasten sowie Windkraft und Photovoltaik. Das virtuelle Kraftwerk wird sowohl am Energy-Only- Markt wie auch an den Regelenergiemärkten vermarket. Um neue technische Einheiten standardisiert und schnell in den virtuellen Energiepool integrieren zu können, nutzt CKW für dessen Echtzeit-Bewirtschaftung Optimax und das Micro Scada Pro. Der virtuelle Energiepool verbindet bereits mehr als 60 produzierende und verbrauchende Einheiten und hat eine Kapazität von rund 1 100 MW. Dabei lassen sich alle Arten von Kraftwerken, Erzeugungsanlagen, Speichern und steuerbaren Verbrauchern vernetzen und automatisiert steuern. Optimax verfügt über offene, standardisierte Schnittstellen und lässt sich individuell einsetzen. Über die Schnittstellen automatisiert die Lösung die Kommunikation zwischen technischen Einheiten und Energiemanagement. Dadurch lassen sich Einsatzplanung und Anlagensteuerung in einem Schritt durchführen. So werden zum Beispiel Daten zu Prognosen, Vermarktung, Abrechnung und Fahrplänen mit dem Energiemanagement ausgetauscht. Zugleich erhalten Übertragungsnetzbetreiber Informationen zu Regelleistungsabrufen, technische Einheiten zu Echtzeit- und Anlagendaten. All diese Daten archiviert das Optimierungstool Optimax zur weiteren Statistik, Analyse und Diagnose und meldet Störfälle oder Zustandsänderungen der technischen Einheiten. CKW bedient und beobachtet das System über eine intuitive Benutzeroberfläche und lässt sich aktuelle oder geplante Leistungswerte sowie den Abruf von Regelleistungen direkt anzeigen. Die Echtzeit-Informationen aller technischen Einheiten werden exportiert und von CKW für vorgelagerte Portfolio- Optimierungen genutzt. „Besonders wichtig war für uns eine flexible und modular angelegte Lösung, die sich für unser schnell wachsendes Geschäft von wenigen technischen Einheiten auf mehrere Tausend innerhalb von kurzer Zeit skalieren lässt“, sagt Britta Bohnenbuck, Leiterin Portfoliomanagement bei der CKW. Vorteile für alle Beteiligten Optimax senkt nicht nur die Kosten für die Integration neuer technischer Einheiten in den virtuellen Energiepool, sie bewirkt auch einen umfassenden Überblick über dessen aktuelle Bewirtschaftung und macht damit jederzeit schnelle Entscheidungen möglich. Für viele kleine und mittlere Erzeugungsanlagen aus regenerativen Quellen wird so ein Marktzugang überhaupt erst möglich. Dabei bleiben Betrieb, Kontrolle und Kompetenz des virtuellen Energiepools in der Verantwortung von CKW. „Wir können kontinuierlich neue Kunden und Erzeugungsanlagen zu unserem virtuellen Pool hinzufügen – ohne jede Betriebsunterbrechung. Die EMS-Lösung von ABB ermöglicht ein Geschäftsmodell, von dem alle Beteiligten profitieren“, so Dirk Stevens, Head of Sales Special Application der ABB AG in Mannheim. i https://new.abb.com/de Bilder (2): ABB

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