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01-02 | 2019

Organgesellschaften 17.

Organgesellschaften 17. IAPWS-Konferenz 2018 IAPWS Honorary Fellow Award verliehen Bilder (2): IAPWS Teilnehmer der 17 th ICPWS in Prag. Übergabe des Honorary Fellow Awards an Ingo Weber, Siemens Power and Gas, Erlangen, durch den Präsidenten der IAPWS, Professor Hans-Joachim Kretzschmar (links). Die „17 th International Conference on the Properties of Water and Steam (ICPWS)“ fand im September 2018 in Prag statt. Seit 1929 werden diese „Wasserdampf-Konferenzen“ alle fünf Jahre neben den jährlichen Arbeitstagungen von der „International Association for the Properties of Water and Steam (IAPWS)“ ausgerichtet. Während der Konferenz in Prag präsentierten Teilnehmer aus 29 Ländern über 100 Fachvorträge und Poster zu den thermodynamischen Zustandsgrößen und Transporteigenschaften von Wasser, schwerem Wasser, Meerwasser, feuchter Luft, feuchten Verbrennungsgasen und weiteren Gemischen mit Wasser sowie zu Problemen der Kraftwerkschemie. Die wesentlichen Ergebnisse der Konferenz und der begleitenden IAPWS- Arbeitstagung sind: > Neuer internationaler Standard IAPWS-2018 für die thermodynamischen Eigenschaften von schwerem Wasser: Die Entwicklung erfolgte durch Stefan Herrig am Lehrstuhl Thermodynamik von Prof. Roland Span an der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit dem National Institute of Standards and Technology (NIST) in Boulder, CO, USA. Dieser Standard löst den bisherigen Standard aus dem Jahr 1984 ab. > Guideline zur Berechnung der Eigenschaften von Gashydraten: Bearbeitet wird dieses Berechnungsverfahren an der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Roland Span und Sebastian Hielscher) in Zusammenarbeit mit der TU Dresden (Prof. Cornelia Breitkopf und Dr.-Ing. Andreas Jäger) sowie der Tschechischen Akademie der Wissenschaften Prag. Die Vorlage des Dokuments soll 2019 erfolgen. > Neue Standards für die Kraftwerkschemie: Die folgenden Dokumente wurden zur Annahme frei gegeben: „Technical Guidance for Air In-leakage“, „Technical Guidance for the use of FFS for Industrial Plants“, „Technical Guidance on Chemistry in the Generator Cooling System“ und „Technical Guidance for Ensuring the Integrity and Reliability of Demineralized Make-up Water Supply“. Von deutscher Seite war Michael Rziha, Siemens Power and Gas, Erlangen, an der Erarbeitung beteiligt. Des Weiteren befindet sich in Kooperation mit dem „Bureau International des Poids et Mesures Paris (BIPM)“ eine Neufassung der Definitionen der Größen Relative Feuchte von Luft und Gasen, pH-Wert und Salzgehalt von Meerwasser in der Diskussion. Von deutscher Seite sind Dr. Rainer Feistel, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Dr. Olaf Hellmuth, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung Leipzig sowie Dr. Steffen Seitz, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) Braunschweig beteiligt. Ingo Weber, Siemens Power and Gas, Erlangen, wurde für seine exzellente Arbeit als Vorsitzender der Working Group „Industrial Requirements and Solutions (IRS)“ mit dem „Honorary Fellow Award der IAPWS“ ausgezeichnet (Bild). Weber hatte den Vorsitz der Working Group von 2012 bis 2016 inne. Präsident der IAPWS in der gegenwärtigen Wahlperiode ist Prof. Hans-Joachim Kretzschmar, Hochschule Zittau/Görlitz. Rziha leitet für weitere zwei Jahre die Working Group „Power Cycle Chemistry“ (PCC). Prof. Karsten Meier, Helmut- Schmidt-Universität Hamburg, wurde zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Working Group „Thermophysical Properties of Water and Steam (TPWS)“ gewählt. In diesem Jahr findet die Arbeitstagung der IAPWS vom 29. September bis 4. Oktober 2019 in Banff, Kanada, statt. Die Jahrestagung 2019 des Deutschen Nationalen Komitees der IAPWS wird am 15. März 2019 von Weber am Standort Erlangen von Siemens Power and Gas organisiert. Die Teilnahme an den Tagungen ist nicht an die Mitgliedschaft in der IAPWS gebunden. Gäste sind herzlich willkommen. i www.iapws.de VDI-GEU-Mitglieder Optimierung des fachlichen Angebots Um das Angebot der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) für VDI- Mitglieder zu schärfen, konzentriert sich die Facharbeit ab dem 1. Dezember 2018 in den folgenden vier Fachbereichen: > Energietechnik (vormals „Energiewandlung & Energieanwendung“), > Umwelttechnik (vormals „Ressourcenmanagement“), > Betriebliches Sicherheitsmanagement (vormals „Management & Sicherheit“), > Integrale Energie- und Umweltthemen (vormals „Strategische Energie- und Umweltfragen“). Die Fachbereiche „Luftreinhaltung“ und „Lärmminderung“ werden in den neu aufgestellten Fachbereich Umwelttechnik integriert. Die Neu-Zuordnung erfolgt dabei automatisch. 56 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 1/2

Organgesellschaften Mit dieser Zuordnung zu den neuen Fachbereichen sind weiterhin in gewohnter Weise alle relevanten Informationen erhältlich. Einen Überblick über die aktuellen Zuordnungen finden Mitglieder im Mitgliederbereich „Mein VDI“ unter www.vdi.de/meine-fachliche-Zuordnung. Dort können, falls gewünscht, auch bequem fachliche Zuordnungen geändert werden. Für Fragen stehen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle gerne zur Verfügung. i geu@vdi.de Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) VDI-Platz 1 40468 Düsseldorf Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu VDI 4610 Blatt 2 Energieeffizienz betriebstechnischer Anlagen mit der richtigen Dämmung Die Richtlinie VDI 4610 Blatt 2 für den Wärme- und Kälteschutz an betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der Technischen Gebäudeausrüstung ermöglicht eine effektive Anlagendämmung. Die Planung, Berechnung und Ausführung unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten finden dabei Beachtung. Die Richtlinie gibt somit Anlagenbetreibern, Planern und Bauausführenden ein Werkzeug zur Effizienzsteigerung in der Produktion an die Hand durch Energie- und CO 2 -Einsparung mittels Optimierung technischer Dämmung. Maßstab der Auslegung einer Dämmung ist die nachhaltige Energieersparnis. Die Dämmmaßnahme kann bereits bei der Planung oder Fertigstellung im Hinblick auf die geplante Nutzungsdauer ökonomisch bewertet werden. Um den Gesamtwärmeverlust einer Anlage berechnen zu können, müssen die Wärmeverluste von Wärmebrücken bekannt sein. Die VDI 4610 Blatt 2 liefert dazu Gleichungen und Tabellen. Aufgrund der Vielfalt von verschiedenen Bauteilformen und Ausführungsarten von anlagenbedingten Wärmebrücken kann der Wärmebrückenkatalog keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Für die vielfältigen Bauteile, wie Armaturen und Flansche, wurden die marktgängigsten Bauformen aufgenommen. Anlagenbedingte Wärmebrücken, wie Lager und Aufhängungen, sind auf Standardkonstruktionen beschränkt. Sonderlösungen sind in dieser Richtlinie nicht abgebildet und müssen individuell mit der sogenannten Rippengleichung nach Anhang B oder mit der Finiten- Elemente-Methode berechnet werden. Herausgeber der Richtlinie VDI 4610 Blatt 2 „Energieeffizienz betriebstechnischer Anlagen – Wärmebrückenkatalog“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU). Die Richtlinie ist seit Dezember 2018 als Weißdruck zum Preis von 109,70 € beim Beuth Verlag (www.beuth. de) erhältlich. Sie ersetzt den Entwurf von Juni 2017. VDI-Mitglieder erhalten einen Preisvorteil von 10 % auf alle VDI-Richtlinien. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden. i www.vdi.de/4610 Bild: G+H Isolierung Energiekennzahlen auf den Unternehmenserfolg ausrichten Energiemanagement unter Berücksichtigung der DIN ISO 50006 Für ein erfolgreiches Energiemanagement sind Energiekennzahlen unerlässlich. Sie sind Indikatoren für die Unternehmenssteuerung, um Prioritäten festzulegen, Potenziale aufzudecken, Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten, Ziele festzulegen, Energieverbräuche und -kosten zu planen, die Entwicklung zu verfolgen und korrigierend einzugreifen. Im November 2018 ist zu dieser Thematik das Buch „Energiekennzahlen auf den Unternehmenserfolg ausrichten – Energiemanagement unter Berücksichtigung der DIN ISO 50006“ in erster Auflage erschienen. Aufbauend auf der VDI 4602 „Energiemanagement“ ist vor Jahren der erste markante Startpunkt für das Thema Energiemanagement gesetzt worden. Bereits in VDI 4602, dann EN 16000, später ISO 50001 wurde die Bildung von Energiekennzahlen und mit ihnen die Verfol- gung der Umsetzung der gesteckten Ziele als wesentlicher Baustein zum Erfolg eines Unternehmens erläutert. Dieses Buch zeigt den Weg von der Ermittlung der energetischen Ausgangsbasis (Energy Baseline, EnB), von der Identifizierung der relevanten Energie - verbräuche und Prozesse, die Festlegung der Einflussfaktoren (sogenannte relevante Variablen und statische Faktoren), die Erarbeitung von Energieverbrauchsfunktionen, die anschließende Ableitung von Energieleistungskennzahlen (Energy Performance Indicators, EnPIs) bis zur Steuerung der Energie und deren Kosten mithilfe von EnPIs. In dem Buch wird der Aufbau von Strukturen erläutert, die Energieverbrauchs-Regelkreise erwirken sollen. Das Buch hilft nicht nur Anwendern der ISO 50001, angemessene, normkonforme Energieleistungskennzahlen festzulegen und einzusetzen, sondern bietet auch denen eine Hilfestellung, die unabhängig von Normen eine systematische Steuerung der Energieverbräuche und Energiekosten im Unternehmen erreichen wollen. www.beuth.de/de/publikation/energiekennzahlen-aufi Bild: Beuth Verlag den-unternehmenserfolg-ausrichten/278428411 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 1/2 57

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