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01-02 | 2019

Special E-world energy &

Special E-world energy & water Aktif Technology Halle 2 / Stand 335 Vorteile durch Portfoliomanagement BESCHAFFUNG | Durch individuelles Portfoliomanagement lassen sich gegenüber klassischer Vollversorgung in der Regel attraktive Beschaffungskonditionen und deutlich mehr Marktnähe im Tagesgeschäft erzielen. Seit Januar 2015 bietet die Stuttgarter PortfolioWerkStadt GmbH gerade kleineren Stadtwerken die Möglichkeit, ohne großen Ressourcenaufwand in den Genuss dieser Vorteile zu kommen. Das hochintegrierte Anwendungssystem von Aktif Technology spielt hierbei eine wichtige Rolle. Arbeitsplatz bei der PortfolioWerkStadt GmbH. Die historischen Lastgänge aus dem Aktif-System liefern eine verlässliche Basis für Hochrechnungen zur künftigen Bedarfsbestimmung. Stadtwerken als autonomer Dienstleister eine Alternative zur Vollversorgung zu bieten, sei die Idee hinter der PortfolioWerkStadt GmbH, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter Felix Zimmermann. Die großen Versorger hätten bei der Erstellung solcher Angebote in den letzten Jahren zwar deutlich nachgebessert, könnten aber trotzdem nicht mit den Preisen mithalten, die sich über ein eigenständiges und unabhängiges Agieren am Markt erzielen lassen. „Bei Paketangeboten von Vorlieferanten steckt der Teufel oft im Detail. So schlagen beispielsweise Nebenkosten für Konvertierung oder Ausgleichsenergie zu Buche. Oder es gibt bei Tranchenmodellen die Einschränkung, Preise nur über ein bestimmtes Portal fixieren zu können, wobei durch Notierungsaufschläge im Vergleich mit reinen Brokerpreisen intransparente Mehrkosten anfallen, die sich immer weiter summieren“, so Zimmermann, der über langjährige Expertise in diesem Umfeld verfügt. Vollversorgung hemmt das Tagesgeschäft im Vertrieb Angesichts aktuell stark schwankender Energiepreise verschenken viele Stadtwerke die Chance, sich in Eigenregie günstige Einkaufspreise zu sichern. Gerade im volatilen Umfeld der Gewerbe - kunden werde die Vollversorgung zum Hemmschuh des vertrieblichen Tagesgeschäfts: „Nehmen wir mal an, ein Industriekunde eines Stadtwerks schreibt neu aus. Im Rahmen des Vollversorgungsvertrags wurde der Bezugspreis zwischen Vorlieferant und Stadtwerk vor einem Jahr fixiert. Tagesaktuelle Marktpreise liegen jetzt deutlich darunter. In dieser Situation riskiert das Stadtwerk entweder Verluste aufgrund der Differenz zwischen Einkaufs- und wettbewerbsnahem Angebotspreis oder den kompletten Wegfall des Kunden.“ Den Vorteilen des Portfolioansatzes stehen natürlich höhere Risiken und Aufwände entgegen. Aber diese lassen sich mithilfe kompetenter Mitstreiter und reibungsloser Prozesse weitgehend reduzieren, wie Zimmermann aus Erfahrung weiß: „Aufgrund unserer Routine können wir viele Zweifel zerstreuen. Die Abwicklung der zahlreichen Standardprozesse rund um Vertrags- oder Bilanzkreisma - nagement im Zuge von zerstückelten Portfolios und vielfachen Lieferanten laufen über die richtige Software nahezu von selbst. Darüber hinaus stehen wir unseren Kunden auch beratend zur Seite und geben beispielsweise Hinweise, wenn die Marktpreise besonders günstig sind. Für jeden wird aufgrund der jeweiligen Ausgangssituation eine individuelle Beschaffungsstrategie erstellt, dabei achten wir genau auf die nötige Flexibilität und garantieren über Online-Tools und umfassendes Reporting volle Transparenz und Kontrolle – egal, ob die gesamte Beschaffungsmenge eines Kunden aus zehn oder 100 Tranchen besteht.“ Flexibilität und Offenheit stiften Mehrfachnutzen Aktuell unterstützt das Team der Port - folioWerkStadt mehr als 30 Stadtwerke beim Gas- und Stromeinkauf und verwaltet eine Portfoliomenge von insgesamt 4,3 TWh. Bei insgesamt sieben Mitarbeitern ist ein solches Beschaffungsvolumen nur auf Basis effektiver informationstechnischer Prozessunterstützung zu bewältigen. Hier konnte von Anfang an die Software Aktif dataService ihre Stärken ausspielen. Alle relevanten Daten laufen im mandantenfähigen System der Senftenberger Aktif-Gruppe zusammen. Mannigfaltige Beschaffungsverträge werden darüber erfasst, mit Vorlieferanten abgeglichen und im Bilanzkreis verwaltet. Auch die Abrechnung von Über- beziehungsweise Untermengen sowie die Marktkommunikation mit Netzbetreibern, Marktgebietsverantwortlichen usw. erfolgt automatisiert – für Gas wie Strom. Die Prozessabwicklung von der Konteneröffnung und Stammdatenerfassung bis hin zum 8 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 1/2

E-world energy & water Special Reporting gestaltet sich vollintegriert, was im Tagesgeschäft der PortfolioWerk- Stadt viel Zeit spart. Flexibilität und Offenheit der Software kommen darüber hinaus an einer anderen wichtigen Stelle zum Tragen, wie der Geschäftsführer berichtet: „Der Mehrwert unseres Geschäftsmodells besteht nicht zuletzt in der Unterstützung der Vertriebstätigkeit auf Stadtwerksseite. Dafür haben wir verschiedenste Online-Helferlein programmiert, unter anderem ein eigenes Pricing-Tool. Dieses versetzt unsere Kunden in die Lage, jederzeit aktuelle Preise für neue Angebote gegenüber Bestandskunden zu errechnen oder beispielsweise den eigenen Grundversorgungspreis fürs kommende Jahr zu bestimmen.“ Wer Portfoliomanagement kennt, bleibt dabei Die Online-Anwendung basiert auf Live- Werten von Börsen und OTC-Plattformen zur Generierung der Price-Forward-Kurve in kürzester Zeit. Zur genauen Bedarfsbestimmung werden historische Lastgänge direkt aus dem Aktif-System eingelesen und auf die Zukunft hochgerechnet, inklusive Analyse, Lastbestimmung usw. Felix Zimmermann (links) und Achim Kohberger haben im Januar 2015 als Geschäftsführende Gesellschafter die PortfolioWerkStadt GmbH gegründet. Durch die Simulation ergibt sich ein Energiepreis, der auch die Kosten bei Spitzen oder Ausfällen berücksichtigt. Sobald der Vertrag zustande kommt, kann die Beschaffung auf Basis der bereits erhobenen Daten starten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die auf diese Weise kalkulierten Preise bis auf wenige Cent Abweichungen auch beim Abschluss Bestand haben. „Unser Pricing-Tool, das auf ausgefeilten Berechnungsformeln basiert, wird extrem gut angenommen. Manche Kunden jagen täglich 20 Bepreisungen durch, insgesamt sind mittlerweile über 60 000 Vorgänge Bilder (2): PortfolioWerkStadt im System gelistet. Die hohe Genauigkeit schafft wiederum Vertrauen auf Kundenseite“, berichtet Zimmermann. Sein Fazit fällt eindeutig aus: Stadtwerke sollten sich in jedem Fall mit dem Thema Portfoliomanagement auseinandersetzen, da sich dadurch im vertrieblichen Alltag ganz neue Freiheiten ergeben. Mit den richtigen IT-Werkzeugen und Dienstleistungsmöglichkeiten rechne sich das durchaus. Von den Kunden der PortfolioWerkStadt sei kein einziger zur Vollversorgung zurückgewechselt. i www.portfoliowerkstadt.de, www.aktif.energy Werden Sie Teil der VOLTARIS Anwendergemeinschaft Messsystem! Alle Leistungen vom klassischen bis zum intelligenten Metering: Gateway-Administration, Messdatenmanagement und Mehrwertdienste. Informieren Sie sich über unsere Lösungen für die komplette Prozesskette des grundzuständigen und wettbewerblichen Messstellenbetreibers unter www.voltaris.de.

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