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03 | 2019

EnergieForum Kurz

EnergieForum Kurz notiert >> Solarpark. Statkraft hat Mitte November 2018 am Wasserkraftstandort Dörverden einen Solarpark mit einer Nennleistung von 750 kW offiziell in Betrieb genommen. Der Solarpark in Dörverden besteht aus 2 460 Sonnenkollektoren und steht auf einer rund 1 ha großen Fläche. i www.statkraft.com >> Forschung. Die Universität und Hochschule Ulm sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) haben die Plattform „Zentrum für Energieforschung und -technologie“ (ZET) gegründet. Gemeinsam wollen sie verschiedenste Energiethemen beforschen – von intelligenten Stromnetzen bis zum synthetischen Kraftstoff und von den Grundlagen bis zur Anwendung. i www.uni-ulm.de, www.zsw-bw.de >> Erdgasförderung. Wintershall stärkt mit dem Produktionsstart des Feldes Aasta Hansteen seine Position als bedeutender Gasproduzent in Norwegen. Das von Equinor betriebene Feld wird mit der ersten schwimmenden „Single Point Anchor Reservoir“ (Spar)-Plattform – einer Plattform-Verankerung an einem Punkt am Meeres - boden – in Norwegen Erdgas produzieren und soll als Drehkreuz für weitere Funde in der Region dienen. i www.wintershall.com >> Biomethan. bmp greengas kooperiert ab sofort mit der VNG Austria aus Gleisdorf. Ziel ist die partnerschaftliche Vermarktung und Lieferung Grüner Gase in der Alpen - republik. i www.bmp-greengas.de Aachen Umweltfreundliche Strom- und Wärme - versorgung für Melaten Je 10 MW elektrischer und thermischer Leistung liefert das größte Blockheizkraftwerk in Aachen, das Ende Januar im Hochschulerweiterungsgebiet Melaten offiziell in Betrieb gegangen ist. Die Anlage basiert auf Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme aus Erdgas. Mit dem neuen BHKW baut die Stawag die Fern wärme für Aachen aus und trägt dazu bei, die CO 2 -Bilanz der Wärmeversorgung deutlich zu verbessern. Realisiert wurde das Blockheizkraftwerk Melaten dort, wo früher die RWTH ihre Müllverbrennungsanlage betrieb. Das vorhandene Gebäude wurde entkernt, um Platz für Motor und Generator Netzausbauplanung Dena startet „Netzstudie III“ Die Deutsche Energie-Agentur (dena) untersucht in ihrer dritten Netzstudie, wie die Netzausbauplanung für die nächste Stufe der Energiewende angepasst werden kann. Das dreijährige Vorhaben hat das Ziel, die Weiterentwicklung von einem Netz- zu einem Systementwicklungsplan zu prüfen. Ab dem Jahr 2030 könnten zum Beispiel auch die Standorte von Erzeugungskapazitäten und ein an Engpässen ausgerichtetes Marktdesign in die Planung einbezogen werden. Die dena hat bereits in den Jahren 2005 und 2010 zwei große Studien mit Maßnahmen für die Weiterentwicklung des Stromnetzes vorgelegt. „Mit der Netzstudie III wollen wir neue Wege für die Netzplanung aufzeigen“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäfts- Frank Brösse, Geschäftsführer der Stawag Energie GmbH, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Wilfried Ullrich, Stawag-Vorstand, sowie Thomas Trännapp, Kanzlervertreter der RWTH Aachen University (v.l.n.r.), nahmen das Blockheizkraftwerk in Betrieb. des Blockheizkraftwerkes zu schaffen. Auf dem Gelände daneben wurden eine Trafostation sowie zwei Wärmespeicher mit einer Höhe von insgesamt 30 m aufgebaut. Je 340 m 3 Heizwasser können die Speicher jeweils bevorraten, sodass Schwankungen im Wärmeverbrauch ausgeglichen werden können. „Insgesamt war das ein sehr führung. „Dass dies notwendig ist, zeichnet sich schon jetzt an verschiedenen Stellen ab: Der Netzausbau kommt nur langsam voran, manche Neubauprojekte werden von Anwohnern infrage gestellt, die Kosten für die Vermeidung von Engpässen und für Eingriffe in den Betrieb von Kraftwerken steigen. In Zukunft gilt es, zusätzliche Daten aus Praxis und Forschung zu nutzen und Aspekte wie Flexibilitätspotenziale, Marktentwicklung und technologische Innovationen in den Planungsprozess einzubeziehen. Die Entwicklung deutet auf einen Paradigmenwechsel hin: von der reinen Netzplanung hin zu einem ganzheitlichen Systemansatz.“ An der Netzstudie III arbeitet die dena gemeinsam mit den Übertragungsnetzbetreibern, großen Verteilnetzbetreibern, dem BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung und mit weiteren Partnern aus Wissenschaft und ambitioniertes und komplexes Bauvorhaben“, resümiert Frank Brösse, Geschäftsführer der Stawag Energie GmbH. „Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass das Projekt finanziell und vom zeitlichen Ablauf her im geplanten Rahmen fertig gestellt wurde.“ Knapp 15 Mio. € investierte die Stawag in die neue Anlage. i www.stawag.de Wirtschaft. Dafür werden kontinuierlich Dialogforen und Expertenworkshops stattfinden. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). i www.dena.de Windenergie in Polen Innogy erfolgreich in erster Onshore- Windauktion Innogy plant, die erneuerbaren Energien in Polen weiter auszubauen. Der Realisierung neuer Windkraftanlagen in diesem Markt ist das Unternehmen nun einen Schritt näher gekommen: Die polnische Regulierungsbehörde für Energie hat in der ersten polnischen Onshore-Windauktion für große Anlagen zur Unterstützung erneuerbarer Energien (Vergütungs- system: Contract for Difference) zwei Innogy-Onshore- Bild: Stawag 32 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 3

EnergieForum Entwicklungsprojekte bezuschlagt. Der Onshore-Windpark Zukowice ist ein 33-MW- Projekt in Niederschlesien. Das Projekt Dolice soll mit einer Kapazität von 52,2 MW in Westpommern errichtet werden. Die Investitionsentscheidung für beide Projekte ist für Anfang 2019 geplant. Auch in Polen ist Windenergie die wichtigste und aus - gereifteste erneuerbare Technologie. Polen will bis 2020 mindestens 15 % des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugen. Aktuell sind in Polen Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 6 GW installiert. i www.innogy.com Sektorenkopplung Power-to-Gas-Projekt „hybridge“ Mit dem Projekt „hybridge“ stehen Amprion und Open Grid Europe (OGE) bereit, die Sektorenkopplung auf Systemebene in Deutschland zu starten. Die Projektpartner planen, im Landkreis Emsland einen Elektrolyseur in der 100-MW-Klasse zu errichten und eine Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen. „Wir sind mit der Planung für hybridge so weit, dass wir in die Genehmigungsphase eintreten können“, so Dr. Thomas Hüwener, Mitglied der Geschäftsführung von OGE. Den idealen Standort für die erste Power-to-Gas (PtG)- Anlage in dieser Größenordnung, bei der Strom aus erneuerbaren Energien über einen Elektrolyseur in grünen Wasserstoff und zum Teil weiter in grünes Methan umgewandelt wird, haben die Projektpartner an einem Schnittpunkt zwischen dem Amprion- und dem OGE-Netz im Landkreis Emsland gefunden. Dort wollen sie neben dem Elektrolyseur in der 100-MW-Klasse eine bestehende OGE-Pipeline für den ausschließlichen Transport von Wasserstoff weiterentwickeln. Die Kosten für das Vorhaben schätzen die Partner auf 150 Mio. €. Das Grundkonzept der Sektorenkopplung auf Systemebene von Amprion und OGE sieht vor, die geplante Infrastruktur zur Kopplung ihrer Netze allen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei („Third Party Access“) zur Verfügung zu stellen. Die über die Gasund Stromleitungen transportierte Energie ist dabei zu keiner Zeit im Eigentum der Offenbach EVO plant Anlage zur Klärschlamm- Verbrennung Die Modernisierung des Müllheizkraftwerks der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) geht in die nächste Runde. Nachdem die EVO in den vergangenen Jahren eine neue Rauchgasreinigung und eine hocheffiziente Turbine installiert hatte, baut das Unternehmen nun eine Anlage zur thermochemischen Behandlung von Klärschlämmen. „Ein rechtsverbindlicher Genehmigungsbescheid liegt uns seit Januar vor“, berichtete der EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Meier. „Mit den ersten Bauarbeiten wollen wir im April beginnen“, machte Meier deutlich. Die Investitionskosten für das gesamte Modernisierungsprojekt belaufen sich aktuellen Planzahlen zufolge auf rund 40 Mio. €. In der neuen Anlage sollen künftig 80 000 t/a an Roh - klärschlämmen angenommen und nach einem Trocknungsprozess verbrannt werden. Bisher wurden diese Klärschlämme als Dünger auf den Feldern Netzbetreiber. Die begrenzte „Brückenkapazität“ zwischen Strom- und Gasinfrastruktur werden die Projektpartner Händlern oder Direktabnehmern in Auktionen anbieten. Die Auktionserlöse werden den Kosten gegengerechnet und entlasten so den Netzkunden. Dieses Prinzip ist bei grenzüberschreitenden Kuppelleitungen im Stromsystem und in Gastransportkapazitäten seit Jahren europaweit etabliert. i www.amprion.net, www.open-grid-europe.com ausgebracht. Die Folge: eine wachsende Belastung der Böden und des Grundwassers mit Nitraten und Schwer - metallen. Durch die Verbrennung wird es nach Worten des EVO-Vorstandschefs möglich sein, die heimischen Trinkwasserressourcen zu schonen. „Zugleich schaffen wir die Voraussetzungen dafür, in Zukunft den im Klärschlamm enthaltenen Pflanzennährstoff Phosphor wieder zu verwerten“, sagte Meier weiter. Während der Revisionsphase des Müllheizkraftwerks von April 2019 an sollen zunächst die Verbrennungs-Kessel für die neuen Anschlüsse der Klärschlamm-Anlage vorbereitet werden. Zeitgleich wird die EVO die Ausschreibung für den Neubau der Annahmehalle für die Klärschlamm-Anlieferungen vorantreiben. In dieser Halle soll der Klärschlamm entladen werden – bei Unterdruck, um Geruchsbelästigungen der Umgebung zu vermeiden. Dem Zeitplan zufolge soll die Annahmehalle am Müllheizkraftwerk bis Mitte 2020 fertig sein. Die Inbetriebnahme der gesamten Anlage ist für Herbst 2020 geplant. i www.evo-ag.de Kurz notiert >> Windpark verkauft. BayWa r.e. hat den 10,2- MW-Windpark Saint-Pierrede-Juillers an den irischen Umweltinfrastruktur-Investor und Vermögensverwalter NTR verkauft. Das Projekt befindet sich zwischen Angoulême und Niort im Département Charente- Maritime und umfasst fünf 2,05-MW-Senvion-Turbinen mit einer Höhe von 125 m. i www.baywa-re.com >> Elektromobilität. Die Energietechnische Gesellschaft im VDE (VDE|ETG) hat jetzt die Task Force „Intelligente Ladeinfrastruktur im Zeitalter der Digitalisierung“ gestartet. Ziel ist es, die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge energie- und netzwirtschaftlich zu optimieren sowie Vorschläge zur Ausgestaltung in Form einer Studie zu erarbeiten. i www.vde.com >> Solarpark. Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und die Energiekontor AG haben für einen von Energiekontor geplanten Solarpark einen langfristigen Stromabnahmevertrag (PPA, Power Purchase Agreement) abgeschlossen. Der östlich von Rostock geplante Solarpark, den Energiekontor bauen und betreiben wird, soll mit einer installierten Leistung von etwa 85 MW jährlich rund 88 GWh Strom pro - duzieren. i www.enbw.com >> Photovoltaik. Auf den Dächern der beiden Logistikzentren des ungarischen Standorts in Gyor errichtet Audi gemeinsam mit E.on einen rund 160 000 m 2 großen Solarpark mit einer Spitzenleistung von 12 MW. i www.eon.com, www.audi.de BWK Bd. 71 (2019) Nr. 3 33

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