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04 | 2018

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Special Hannover Messe

Special Hannover Messe Hannover Messe 2018 Eine Branche unter Strom ENERGIEWIRTSCHAFT | Wenn sich die Energiebranche vom 23. bis zum 27. April 2018 auf der Energy, der Leitmesse für Integrierte Energiesysteme und Mobilität im Rahmen der Hannover Messe trifft, dann steht erneut die Sektorkopplung im Rampenlicht. Ohne sie wird es keine erfolgreiche Energiewende geben. Neben der Integration, Steuerung und intelligenten Vernetzung von dezentral erzeugter Energie geht es in Hannover um Speicherung, Energiemanagement sowie die erforderliche Energieinfrastruktur für Elektromobilität. In diesem Jahr präsentieren rund 1 200 Aussteller neben innovativen Produkten und Lösungen auch komplett neue Geschäftsmodelle, die sich aus der Koppelung von Strom, Wärme, Kälte und Mobilität ergeben. Mit dem neuen Ausstellungsschwerpunkt Electric Transportation Systems wirft die Energy den Blick in diesem Jahr auf das Thema Elektromobilität. Überall entstehen neue Ladesäulen. Zudem sind immer mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge auch im öffentlichen Nahverkehr im Einsatz. Für viele Städte sind gerade E-Busse und alle anderen elektrischen Fahrzeuge ein praktikabler Ausweg, um aus dem Dilemma chronisch überschrittener Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub wieder sauber herauszukommen. Wie sich die energiewirtschaftlichen Infrastrukturen und Technologien für eine neue Mobilität – jenseits des Verbrennungsmotors – auf der Basis von erneuerbaren Energien inzwischen weiterentwickelt haben, demonstrieren die Aussteller auf der Leitmesse Energy seit vielen Jahren auf beeindruckende Weise. Bilder (2): Deutsche Messe Integration elektromobiler Lösungen Dabei bedeutet Elektromobilität bei Weitem nicht nur eine neue, klimafreundlichere Antriebstechnik plus ein paar Ladesäulen, sondern vielmehr einen tiefgreifenden Umbau bisheriger Industriestrukturen. „Welche Infrastrukturen benötigt werden und welche Lösungen es bereits heute für eine nachhaltige Elektromobilität gibt, erfahren die Besucher in den Energiehallen der Hannover Messe. Mit dem Ausstellungsschwerpunkt Electric Transportation Systems legen wir den Fokus auf die Integration elektromobiler Lösungen in das bestehende Energiesystem, die mit einem hohen Investitionsvolumen verbunden ist“, sagt Benjamin Low, Global Director Energy bei der Deutschen Messe AG. Der Technikkonzern ABB wird auf der Leitmesse Energy technische Neuheiten präsentieren, die die Ladesäulen-Aufenthalte ganz beträchtlich verkürzen. ABB hat nämlich eine Schnellladestation entwickelt, die Batterien in wenigen Minuten lädt. Weltweit sind bisher über 6 000 ABB-Schnellladestationen in Betrieb, täglich werden es mehr. Mit ihnen zieht die Unterstützung von digitalen Netzwerken ein, mit denen sich Abrechnung und Bezahlung im Handumdrehen erledigen lassen. So werden die elektrischen Ladestationen zu dem, was die Zapfsäule für das konventionelle Auto lange war: ein Anlass zum flüchtigen Minuten-Stopp, nicht länger. In Deutschland beispielsweise werden derzeit rund 200 ABB- Ladestationen entlang der Autobahnen installiert, die der Raststätten-Betreiber Tank & Rast beauftragt hat. Auch die Siemens AG bietet Komplettlösungen für Elektromobilitäts-Infrastrukturen auf dem globalen Markt an. „Ladesäulen sind wichtige Komponenten in unserer Strategie einer Gesamtlösung, die die Netzintegration und Netzplanung mit einbezieht“, erklärt Dr. Norbert Vierheilig aus der Siemens-Kommunikation. „Dazu gehören Softwarelösungen für das Lastmanagement ebenso wie die Integration der Ladeinfrastruktur in bestehende Netze“, unterstreicht Vierheilig. Wie diese Integration erfolgen kann und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, diskutieren und erleben die Besucher auf der Hannover Messe Energy vom 23. bis zum 27. April 2018. i www.hannovermesse.de 6 BWK Bd. 70 (2018) Nr. 4

Hannover Messe Special ABB Halle 11 / Stand A35 Intelligente Vernetzung für profitable und sichere Erzeugungsanlagen Komplexe Stromerzeugungsanlagen lassen sich mit digitalen Lösungen effizienter betreiben. Im „Collaborative Operation Center“ analysieren ABB-Experten die Daten aus den Anlagen und geben in Zusammenarbeit mit den Fachleuten des Betreibers vor Ort Empfehlungen für Optimierungen und Korrekturen. AUTOMATISIERUNG | Auch die Energiewirtschaft muss digitale Lösungen im globalen Wettbewerb immer wirksamer einsetzen, damit sie schneller auf die zunehmende Komplexität durch die Entwicklungen der Industrie 4.0 reagieren kann. Um die Digitalisierung als Wachstumstreiber zu nutzen und neues Wert - schöpfungspotenzial für Anlagenbetreiber zu schaffen, hat ABB sein Dienstleistungsgeschäft um kollaborative digitale Serviceleistungen ausgebaut und stellt über weltweit vernetzte ABB Ability Collaborative Operations Centers (COC) cloudbasierte Automatisierungs lösungen mit eigenem Expertenwissen bereit. Die Energieversorgungsunternehmen befinden sich in einem Zustand stetigen Wandels, der nicht nur von Wettbewerb und Cyberattacken, Fachkräftemangel, Preisschwankungen sowie dem Zufluss erneuerbarer Energien und Emissionskontrollen geprägt ist. Der Markt verlangt eine flexible Produktion bei optimierter Anlagen- und Flottenleistung, wozu effizientere Instandhaltung und besseres Risiko- und Kostenmanagement unabdingbar sind. Vor allem durch Modelle digitaler Vernetzung wie den ABB Ability Collaborative Operations lassen sich diese Verbesserungen realisieren. Denn damit schafft ABB die Basis für eine effektivere Zusammenarbeit, um Abläufe und Services wirksamer zu gestalten. Weltweit übernehmen die COC das etablierte ABB-Dienstleistungsgeschäft und erweitern es durch dezentrale digitale Dienste. Diese Bereitstellung erfolgt über die ABB-Ability-Plattform mit Cloud-Infrastruktur. Dazu hat ABB spezielle Tools und Applikationen entwickelt, die von eigenen Experten angewendet werden, um die Vorteile der Digitalisierung für Kunden gebündelt nutzbar zu machen. ABB liefert integrierte, sichere digitale Systeme und Lösungen, die die Leistungen für die Energiewirtschaft automatisieren und optimieren. Die Experten arbeiten dabei eng mit Kunden zusammen und sind mit mehr als 687 Anlagenbetreibern und Konzernzentralen vernetzt. Über die ABB Ability Plattform haben sie Zugriff auf branchenübergreifende Massendaten, die nach höchsten Datensicherheitsstandards in von ABB be- BWK Bd. 70 (2018) Nr. 4 7

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