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05 | 2018

Organgesellschaft

Organgesellschaft VDI-Statusreport Regenerative Energien In seinem aktuellen Statusreport „Regenerative Energien“ zeigt der VDI den Stand der Technik und die sich abzeichnenden Tendenzen der regenerativen Energien. Die abgegebenen Empfehlungen helfen, die politischen Diskussionen über das regenerative Energieangebot in Deutschland zu versachlichen. Aus ingenieurtechnischer Sicht weist der Statusreport sowohl auf begrüßenswerte Entwicklungen als auch auf Tendenzen hin, denen gegengesteuert werden muss. Erstmals wagt die Publikation auch einen Blick über Deutschland hinaus und betrachtet Stand und Entwicklungstrends der Nutzung regenerativer Energien weltweit. Die Transformation des Energiesystems in Deutschland erfordert Fortschritte in den drei Verbrauchssektoren Strom, Wärme/Kälte und Mobilität. Bislang liegt der Fokus der öffentlichen Diskussion und der politischen Maßnahmen vor allem auf dem Stromsektor. Zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende und zur Erreichung der Klimagasminderungsziele müssen jedoch die Maßnahmen im Wärme-/Kälte- sowie im Mobilitätssektor künftig deutlich verstärkt werden. Das schließt auch eine stärkere Beachtung der Wechselwirkungen zwischen den Sektoren (zum Beispiel Kraft-Wärme-Kopplung Bild: VDI oder Elektromobilität) und Nutzung von Synergien ein. Die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien auf 80 bis 95 % bis zum Jahr 2050 wird mit den in Deutschland vorhandenen und potenziell erschließ - baren Stromerzeugungspotenzialen zum größten Teil von Windkraft und Photovoltaik getragen werden müssen. Beide Stromerzeugungsoptionen ergänzen sich gut, sodass zusätzliche Maßnahmen zur Dämpfung der fluktuierenden Erzeugung und die Installation von zusätzlichen Speicherkapazitäten in Grenzen gehalten werden können. Eine Verbesserung der Versorgungssicherheit und ein Ausbau von erneuerbaren Energien muss aber in ein europäisches Gesamtkonzept integriert werden, um die Gesamtsystem - kosten zu minimieren und eine europa- weit harmonisierte Entwicklung zu ermöglichen. Der künftige Wärmemarkt ist mit unterschiedlichen Infrastrukturen denkbar. Infrage kommen dezentrale Beheizung mit Biogas (Gasnetz), Wärmepumpen (Stromnetz) oder Holz kombiniert mit Solarwärme sowie zentrale Wärmeversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung (Nahwärmenetze). Biokraftstoffe stellen – zumindest für eine Übergangszeit – eine wichtige Klimaschutzoption dar und können zur Versorgungssicherheit im Mobilitätssektor beitragen. In einigen Bereichen wie dem Flugverkehr sind sie bisher auch praktisch alternativlos. Biokraftstoffe können zudem helfen, die globale Ernährungssicherheit zu verbessern, die Volatilität auf den globalen Agrarmärkten zu reduzieren und Perspektiven für ländliche Gebiete zu entwickeln. Der Statusreport „Regenerative Energien“ ist kostenfrei zum Download verfügbar. VDI-Mitglieder finden alle VDI- Publikationen auch im geschlossenen Mitgliederbereich „Mein VDI“. Die gedruckte Version ist zum Preis von 59,00 € über den Beuth Verlag (www.beuth.de) erhältlich. i www.vdi.de/geu VDI-Expertenforum Energieeffizienz und -management Am 12. Juni 2018 findet im Commundo- Tagungshotel in Hamburg das Expertenforum „Energieeffizienz und Energiemanagement 2018“ statt. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung der Energiewende, denn ohne eine deutliche Verminderung des Energiebedarfs lassen sich eine weitgehend auf erneuerbaren Energien gestützte Energieversorgung und das CO 2 -Einsparziel für 2050 nicht realisieren. Zudem unterliegen Energiekosten politischem Einfluss, Entwicklungen in Krisenregionen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Eine Veränderung der Energiekosten hat wesentlichen Einfluss auf Industrie wie Kommunen. Technisches Know-how und Methodenkompetenz sind gefordert, um die richtige Strategie zu definieren, den Energie - bedarf planungstechnisch sicher im Griff zu haben und steigenden Energiekosten frühzeitig entgegenzuwirken. Im Fokus der Veranstaltung stehen dabei Energie - effizienznetzwerke, Anlagenplanung und -betrieb, die Effizienzbewertung und das energie- und kosteneffiziente Dämmen von betriebstechnischen Anlagen. Die Veranstaltung richtet sich an Energiefachleute von Industrie- und Energieberatungsunternehmen sowie an auf diesem Gebiet tätige Wissenschaftler. Der Kostendeckungsbeitrag für die Teilnahme beträgt 95,00 €. i www.vdi.de/ef-energieeffizienz-06-2018 Bild: Siemens 14 BWK Bd. 70 (2018) Nr. 5

Organgesellschaft VDI 4602 Blatt 1 Energiemanagement einheitlich definiert Kontakt VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) VDI-Platz 1 40468 Düsseldorf Fax: 0211/6214-177 geu@vdi.de www.vdi.de/geu Die Richtlinie VDI 4602 Blatt 1 „Energiemanagement – Grundlagen“ schließt eine Reihe definitorischer Lücken, die bislang auch im Fachgespräch, in der Anwendung, bei Festlegungen von Anforderungsprofilen und Produkt- beziehungsweise Lösungsbeschreibungen immer wieder zu Missverständnissen führen. Eine Beschreibung der Methoden zur Anwendung eines Energiemanagements ist in weiterführender Literatur zu finden, geht jedoch weit über die definitorische Ausrichtung dieser Richtlinie hinaus und ist nicht Ziel dieser Richtlinie. Diese Richtlinie definiert den Begriff des Bild: VDI / Thomas Ernsting Energiemanagements einheitlich und ist daher anwendbar für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche wie Objekte öffentlicher Gebietskörperschaften, gewerbliche und industrielle Objekte oder Objekte von Energieversorgungsunternehmen. Zur Zertifikation eines Energiemanagements oder eines Energieaudits sind nationale und internationale Normen (DIN EN ISO 50001, DIN EN 16247) entstanden. Dennoch besteht weiterhin die Notwendigkeit, die Belange des Energiemanagements einzuordnen und in die praktische Anwendung zu überführen. Daher stellt diese Richtlinie einen Bezug zwischen Zertifizierungsziel und praktischer Umsetzung her. Mit der Richtlinienreihe VDI 4602 wird eine möglichst umfassende Darstellung angestrebt, und es werden die Begrifflichkeiten nach dem Anwendungsgebiet von der Energiebereitstellung, der Energie - verteilung und der Energieanwendung einbezogen. In der Richtlinie VDI 4602 Blatt 2 werden Beispiele für die Anwendung der Begriffe in der Praxis aufgezeigt. Herausgeber der Richtlinie VDI 4602 Blatt 1 „Energiemanagement – Grundlagen“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Die Richtlinie ist im April 2018 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf von Oktober 2007. Sie kann zum Preis von 116,90 € beim Beuth Verlag (www.beuth.de) bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten einen Preisvorteil von 10 % auf alle VDI-Richtlinien. i www.vdi.de/4602 VDI 4089 Weißdruck Anforderungen an Nassreinigungsmaschinen Gegenstand der Richtlinie VDI 4089 „Anforderungen an Nassreinigungsmaschinen zur Beseitigung von Ölverunreinigungen auf Verkehrsflächen“ ist die Definition und Festlegung der wesentlichen Grund - anforderungen und technischen Angaben von Nassreinigungsmaschinen für eine Verkehrsflächenreinigung mit Hinblick auf die Beseitigung von Verunreinigungen durch Öle oder ähnliche Stoffe, die die Gesundheit, die Verkehrssicherheit, die Umwelt und / oder die Bausubstanz der Verkehrsfläche gefährden können. Die Richtlinie wendet sich an Anwender, Nutzer und Hersteller von Nassreinigungsmaschinen, an geeignete Prüforganisationen sowie an die Eigentümer von Verkehrsflächen. Die Richtlinie liefert Prüfungs- und Beurteilungskriterien zur Beurteilung der grundsätzlichen Eignung von Nassreinigungsmaschinen für Verkehrsflächenreinigungen nach Ölverschmutzungen bei definierten Rahmenbedingungen. Sie zielt auf Klarheit und Handlungs - sicherheit bei der Beurteilung des Reinigungsergebnisses in der Praxis bei konkreten Schadensereignissen mit gegebenenfalls unbekannten Rahmenbedingungen hinsichtlich der genannten Ziele, durch die Festschreibung von technischen Grundanforderungen und die Definition Bild: VDI von Parametern und Rahmenbedingungen für Maschinenprüfungen. Herausgeber der VDI-Richtlinie ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Der Weißdruck der Richtlinie ist über den Beuth Verlag (www.beuth.de) für 54,80 € erhältlich. i www.vdi.de/4089 BWK Bd. 70 (2018) Nr. 5 15

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