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05 | 2018

Organgesellschaft /

Organgesellschaft / Aktuell VDI 2047 Blatt 3 VDI-Kühlturmregeln Kühltürme können Quellen für luftgetragene Keime, insbesondere für Legionellen, sein. Der Betreiber steht in der Verantwortung, das Risiko aus dem Betrieb solcher Anlagen zu minimieren. Die Richtlinie gibt dem Betreiber Hinweise zum hygienegerechten Betrieb von großen Naturzugkühltürmen. Diese Richtlinie gilt für bestehende und neu zu errichtende Kühltürme. In dieser Richtlinie werden die baulichen, technischen und organisatorischen Anforderungen für einen hygienisch einwandfreien Betrieb für die Planung, das Errichten und das Betreiben einschließlich der erforderlichen Instandhaltung von großen Kühltürmen mit einer Kühlleistung von mehr als 200 MW je Luftaustritt genannt, wie sie in der Energiewirtschaft verwendet werden. Die Funktionsund Betriebsweisen von großen Rück- kühlanlagen werden beispielhaft in Anhang B beschrieben. Diese Richtlinie wendet sich insbesondere an Bauherren, Planer, Anlagen - hersteller, Genehmigungs- und Über - wachungsbehörden, Betreiber, Dienstleister (zum Beispiel für Instandhaltung), Sachverständige, Unfallversicherungsträger sowie Betriebs- und Amtsärzte. Ziel dieser Richtlinie ist es, die Betriebssicherheit sicherzustellen. Herausgeber der Richtlinie VDI 2047 Blatt 3 „Rückkühlwerke – Sicherstellung des hygienegerechten Betriebs von Verdunstungskühlanlagen – Kühltürme über 200 MW Kühlleistung (VDI-Kühlturmregeln)“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Die Richtlinie ist im April 2018 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf von Februar 2017. Sie kann zum Preis von 97,80 € beim Beuth Verlag (www. beuth.de) bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten einen Preisvorteil von 10 % auf alle VDI-Richtlinien. i www.vdi.de/2047 Bild: Dieter Schütz / pixelio.de Kurz notiert >> Geothermie. Die Daldrup & Söhne AG hat von den Stadtwerken München (SWM) einen ergänzenden Großauftrag zur Förderung von geothermischer Energie erhalten. Die zusätzlich beauftragte Bohrung einer Dublette (Förder- und Injektionsbohrung) ist Teil der bereits im Frühjahr 2017 erteilten Bohraufträge der SWM. i www.daldrup.eu >> Onshore-Windprojekt. Senvion hat von Engie einen Auftrag für ein 30- MW-Onshore-Windprojekt erhalten. Dieser umfasst die Realisierung des Tithwa- Projekts als Zeichen des wachsenden Stellenwerts erneuerbarer Energien in Indien – der Zuschlag erfolgte im Rahmen eines Reverse-Auktions-Verfahren s im Bundesstaates Gujarat. Das Projekt umfasst 13 Windenergieanlagen vom Typ 2.3M120. i www.senvion.com Bosch / EnBW Neuen Batteriespeicher eingeweiht Batteriesysteme spielen eine zunehmend wichtigere Rolle in der Energieversorgung, da sie in der Lage sind, das Ungleichgewicht zwischen der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und dem Strombedarf im Netz auszugleichen. Eine passende Lösung bieten Bosch und EnBW mit ihrem gemeinsamen Unternehmen Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH. Dabei bringt die EnBW ihre Erfahrung im Bereich Energiewirtschaft ein, das Know-how für stationäre Speicherlösungen liefert Bosch. Das Joint Ven - ture hat einen Stromspeicher für Primärregelenergie am Kraftwerksstandort der EnBW in Heilbronn aufgebaut. Regelenergie benötigt ein Netz - betreiber, um unvorhergesehene Leistungsschwankungen in seinem Stromnetz auszugleichen. Dazu ist ein solcher Stromspeicher in die Leit - technik eines Großkraftwerks eingebunden. Der Stromspeicher in Heilbronn besteht aus Der neue Batteriespeicher im EnBW- Kraftwerk Heilbronn. 768 Lithium-Ionen-Batteriemodulen. Er verfügt über eine maximale Leistungsabgabe von rund 5 MW mit einer installierten Speicherkapazität von 5 MWh. Die Erfahrungen aus diesem Projekt wird Kraftwerksbatterie Heilbronn nutzen, um ihr Know-how weiteren Kunden zur Verfügung zu stellen. Sie bietet Dienstleistungen rund um die Integration von Batteriespeichern in erneuerbare und konventionelle Erzeugungssysteme oder industrielle Energiesysteme inklusive der Vermarktung von Batterien im Energiemarkt an. i www.kraftwerksbatterie.de Bild: EnBW Erdgasversorgung Verdichterstation „Ochtrup II“ eingeweiht In Ochtrup weihte die Thyssengas GmbH, Dortmund, die zweite Ausbaustufe der Verdichterstation am Standort Ochtrup ein. Die Erdgasleitungen wurden um 3,5 km erweitert und die Erdgasspeicher im Raum Epe so mit dem Transportsyste der Thyssengas verbunden. Durch den Bau von zwei zusätzlichen Verdichtereinheiten erhöhen sich die Ausspeisekapazitäten im östlichen Ruhrgebiet sowie im östlichen Westfalen und im Sauerland. Zusätzlich wurde die technische Kopplungskapazität zwischen den Transportsystemen der Thyssengas und des Fernleitungsnetzbetreibers Open Grid Europe (OGE) deutlich gesteigert. Im Herzstück der Station arbeiten nun Verdichter mit einer Leistung von 36 MW. Etwa 110 Mio. € investierte Thyssengas in den letzten Jahren in die Infrastruktur am Drehkreuz Ochtrup. i www.thyssengas.com 16 BWK Bd. 70 (2018) Nr. 5

Aktuell PV-Anlagen Komplexe Parkregelung Kurz notiert Als Kooperationspartner des auf PV-Dachanlagen spezialisierten EPC-Dienstleisters Altungrup Solar Enerji hat die meteocontrol GmbH das Monitoring- und Regelungskonzept für das bisher größte türkische „Zero-Feed-In“- PV-Projekt realisiert. Die 400-kW (peak)-Anlage deckt 90 % des täglichen Strom - bedarfs im Warenlager von Reysas Reit in Antalya. Als Projektpartner lieferte meteocontrol das Steuerungsund Überwachungssystem. Für das Einspeisemanagement verbaute der Augsburger PV- Spezialist seinen Power Plant Controller, der alle Netzanschlussbedingungen einer PV-Anlage erfüllt. Um die Signale vom Netzbetreiber umzusetzen, misst der Parkregler die relevanten Messwerte am IT-Sicherheit PV-Wechselrichter vor Hackern schützen Experten des TÜV Rheinland ist es gelungen, handels - übliche Wechselrichter von Solaranlagen innerhalb weniger Minuten zu hacken. Wechselrichter wandeln den von Solarzellen erzeugten Gleichstrom in netzkompatiblen Wechselstrom um. Über diesen Steuerungsapparat sei es möglich, Zugriff auf das Batterie-Management - system zu erlangen und durch gezielt platzierte Schwankungen das gesamte Stromnetz anzugreifen. Dies sei bei Wechselrichtern möglich, die Strom direkt ins Netz einspeisen. „Wir konnten Eigenschaften von handelsüblichen Wechselrichtern problemlos verändern“, berichtet Roman-Alexander Brück, Laborleiter für Solarkomponenten bei TÜV Rheinland. Als Kooperationspartner von Altungrup Solar Enerji realisierte meteocontrol die Null-Prozent- Einspeisung in der größten „Zero- Feed-In“-PV-Anlage in der Türkei. Netzanschlusspunkt und sendet den Wechselrichtern die entsprechenden Befehle. Bei größeren PV-Anlagen findet ein permanenter Abgleich von Soll- und Ist-Werten im „In Zeiten von erneuerbaren Energien, der Notwendigkeit von intelligenten Netzen und angesichts von inzwischen 75 000 vernetzten Speichersystemen ist es umso wichtiger zu prüfen, ob das System anfällig ist“, betont Dr. Daniel Hamburg, Leiter des Global Center of Excellence Testing und Certification bei TÜV Rheinland. Cyber Security und der Schutz vor Angriffen durch Hacker gehörten nicht zum Standard der Prüfung auf funktionale Sicherheit von Komponenten für Solaranlagen. Die Norm IEC 62109 zur Prüfung von Wechselrichtern adressiere nur funktionale Sicherheit. „Wir empfehlen Herstellern, ihre Systeme prüfen zu lassen und vorhandene Sicherheitslücken zu schließen“, so Brück. „Mit Securityby-Design-Lösungen und Unterstützung beim Sichern der Systeme schützen wir Anlagen gegen ungewollten Eingriff.“ i www.tuv.com geschlossenen Regelkreis statt. Meist handelt es sich um die Regelung der Wirkoder Blindleistung. Der Parkregler steuert die Leistung der Wechselrichter entsprechend der benötigten Energie: Ist die Stromerzeugung höher als der Verbrauch, wird sie abgeregelt. i www.meteocontrol.com Electrify Europe Treffpunkt für Energie- Profis und Prosumer Die Electrify Europe (19. bis 21. Juni 2018 in Wien, Österreich) ist eine Konferenz und Ausstellung von der Penn- Well Corporation, die alle Bereiche von der Energieerzeugung bis zum Verbraucher abdeckt. Die englischsprachige Konferenz bietet eine ideale Plattform, um den Austausch zwischen etablierten und neuen Marktteilnehmern anzuregen und innovative, zukunftsweisende Lösungen im Energiesektor zu fördern. Ergänzt wird das Event von einer Ausstellung, die viele Möglichkeiten zum Informationsaustausch, zur Produktpräsentation und zum Networking bietet und in deren „Arenen“ die Themen der Zeit präsentiert und diskutiert werden. i www.electrify-europe.com Bild: meteocontrol >> Windenergie. Statoil hat ein Abkommen mit dem polnischen Energiekonzern Polenergia unterzeichnet und erwirbt 50 % der Anteile an den beiden Offshore-Wind-Projekten Bałtyk Úrodkowy III (BSIII) und Bałtyk Úrodkowy II (BSII). Dabei ist Statoil für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb der Windparks mit einer geplanten Kapazität von 1 200 MW verantwortlich. i www.statoil.com >> Stilllegung. Steag hat Anfang März 2018 bei der Bundesnetzagentur die Kraftwerksblöcke 6 und 7 in Lünen rechtlich verbindlich zur Stilllegung angemeldet. Die Bundesnetzagentur wird auf Antrag des Übertragungsnetzbetreibers Amprion entscheiden, inwieweit Systemrelevanz besteht. i www.steag.com >> Allianz gebildet. Vattenfall bildet zusammen mit dem staatlichen französischen Finanzinstitut Caisse de Dépôts und dem deutschen Projektentwickler WPD eine Allianz für den französischen Windenergiemarkt. Gemeinsam will man nun die Teilnahme an der Offshore-Auktion um das Offshore-Wind-Projekt „Eliade“ bei Dünkirchen vorbereiten. i www.vattenfall.de, www.wpd.de >> Energieversorgung. Mit je 10 MW elektrischer und thermischer Leistung entsteht derzeit in Melaten das größte BHKW in Aachen. Ab Ende 2018 wird die KWK-Anlage der Stawag gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen und somit die Fernwärme-Versorgung in der Kaiserstadt ausbauen. i www.stawag.de BWK Bd. 70 (2018) Nr. 5 17

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