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05 | 2019

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IT & Management Bild: Sfio Cracho / Shutterstock MeterPan unterstützt Stadtwerke auf allen Feldern der IoT-Anwendung. Steffen Heudtlaß zum Potenzial der LoRaWAN-Funktechnologie „Stadtwerke sollten Zukunftsfelder schnell besetzen“ INTERNET OF THINGS | Ob Smart Home, Smart Building oder Smart City – Stadtwerke sollten die neuen Betätigungsfelder mithilfe der Long- Range-Wide-Area-Network (LoRaWAN)-Funktechnologie rasch besetzen, rät Steffen Heudtlaß, bei der MeterPan GmbH verantwortlicher Geschäftsentwickler. Das Unternehmen aus Norderstedt unterstützt Versorger beim Schritt in die Welt des Internet of Things (IoT). Steffen Heudtlaß, Geschäftsfeldentwickler bei MeterPan, Norderstedt: „LoRaWAN ist für Stadtwerke der Schlüssel zu neuen Services und Geschäftsfeldern.“ Herr Heudtlaß, die Kürzel LoRaWAN und IoT sind aktuell in aller Munde. Warum ist das Thema für Stadtwerke so interessant? Dahinter verbirgt sich der Schlüssel zu neuen funkbasierten Services und Geschäftsfeldern in den Bereichen Smart Home, Smart Building und Smart City. Kommunale Versorger sind von Haus aus Spezialisten für den Betrieb von Infrastruktur, denn genau darum geht es bei IoT ganz maßgeblich. Sie sind somit prädestiniert, dieses Thema in die Hand zu nehmen und damit ein wichtiges Zukunftsfeld zu besetzen. Warum mahnen Sie zur Eile? Stadtwerke stehen hier im Wettbewerb mit den großen Telko-Anbietern, die ebenfalls in diesen Markt vorstoßen. Von denen sollten sie sich vor der eigenen Haustür nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Wer das Feld zuerst belegt, dürfte gesetzt sein. Bild: MeterPan „Breites Feld potenzieller smarter Anwendungen“ Warum ist LoRaWAN die ideale Technologie? Offener Standard, hohe Reichweite, gute Gebäudedurchdringung, geringer Wartungsaufwand, stabile Datenübertragung, Wirtschaftlichkeit – LoRaWAN erfüllt wesentliche idealtypische Anforderungen. Mit ihrer Spezifik ist LoRaWAN zugleich eine Technologie, die Stadtwerken die wohl einmalige Möglichkeit eröffnet, eigenständiger Anbieter für IoT-Kommunikationsleistungen zu werden. Es wartet eine Fülle von Digitalisierungsaufgaben. Zwischen kabelbasierten Anwendungen einerseits und Breitbandfunk-Services andererseits gibt es ein weites Feld potenzieller smarter Anwendungen, für das LoRa- WAN funktional und wirtschaftlich die beste Option darstellt. Wie hilft MeterPan den Stadtwerken beim Betreten dieses Spielfelds? Wir unterstützen auf allen Anwendungsebenen. Beispielsweise bei der Realisierung von Smart-Home-Anwendun- 24 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 5

IT & Management gen. Hier haben wir zusammen mit der homee GmbH den „homee LoRa-Würfel“ entwickelt, das erste integrierte energiewirtschaftliche Smart-Home-System in Deutschland. Integriert heißt: Auf dieser Plattform können Endkunden verschiedene Dienste bündeln, etwa schon bestehende Smart-Home-Anwendungen. „Würfel macht moderne Messeinrichtung smart“ Wer zählt zur Zielgruppe des Würfels? Das Produkt eignet sich insbesondere für Endkunden, die von ihrem Versorger kein intelligentes Messsystem erhalten, sondern eine moderne Messeinrichtung. Dank homee LoRa-Würfel werden sie in die Lage versetzt, Verbrauchsdaten auf ihrem Tablet oder Smartphone zu visualisieren und für eigene Zwecke zu nutzen. Das Modell ist nicht nur für Einfamilienhäuser interessant, sondern auch für Mehrparteiengebäude und Mietwohnungen, letztlich überall dort, wo der Endkunde nicht unmittelbar Zugang zu seinem Zähler hat. In einem solchen Szenario kann der Endkunde dank LoRa-Funkmodul jederzeit komfortabel auf seine Zählerdaten zugreifen, ohne etwa den Hausmeister bemühen zu müssen. Es scheint sich um ein Produkt mit hohem strategischem Potenzial zu handeln. Absolut. Der homee LoRa-Würfel macht Stadtwerke zu Enablern für vielfältige Smart-Home-Anwendungen. Die Versorger besetzen damit bei Endkunden eine kommunikative Schlüsselposition. Von großer Bedeutung ist in diesem Kontext auch der Kundenbindungsaspekt. „MP.Box eröffnet Chance, den CLS-Kanal zu bewirtschaften“ Wie sieht es bei Anwendungen im Umfeld intelligenter Messsysteme aus? Hier stellt MeterPan die MP.Box zur Verfügung, ein universell einsetzbares Kommunikationstool, das per CLS-Schnittstelle mit dem Smart Meter Gateway gekoppelt werden kann. Das Gerät verbindet Spartenzähler etwa für Gas, Wasser und Wärme mit dem Smart Meter Gateway. Dies ist per M-Bus, wireless M-Bus, drahtgebundenen Schnittstellen oder eben Lo- RaWAN möglich. Die LoRa-Fähigkeit eröffnet die Möglichkeit, eine Vielzahl weiterer Sensoren im Gebäude anzusprechen: Submetering, Rauchwarnmelder, Luftqualitätsmessung, Tür- und Fensterüberwachung usw. Kurzum: Die MP.Box stellt innerhalb von Liegenschaften Konnektivität für eine Vielzahl an Sensoren her. Für die Prozesssteuerung und Datenverarbeitung nutzen wir übrigens unseren selbst entwickelten und im eigenen Rechenzentrum betriebenen LoRaWAN-Server. Worin liegt für Stadtwerke der Nutzen? Der Mehrwert der MP.Box besteht für Stadtwerke maßgeblich darin, dass sie den CLS-Kanal sinnvoll bewirtschaften und die darüber erbrachten Services gegenüber Dritten abrechnen können. Außerdem muss an dieser Stelle nicht in externe LoRaWAN-Technik investiert werden, etwa Antennen und Gateways. Womit der Bogen zu LoRaWAN basierten Smart-City-Anwendungen geschlagen wäre. Wie haben Sie sich auf diesem Feld positioniert? Hier stellen wir – in Zusammenarbeit mit der Smart City Solutions GmbH – Stadtwerken ein Komplettlösungspaket zur Verfügung. Dieses umfasst die gesamte Prozesskette von der Planung über den Bau bis zum Betrieb von LoRaWAN-Funknetzen. Wir beraten, unterstützen beim Beschaffen von Hardware und stellen Operating- und Anwendungssoftware zur Verfügung, um nur einige Beispiele zu nennen. Für Stadtwerke sehe ich großes Potenzial für vielfältige Aktivitäten. Auf der einen Seite gibt es Möglichkeiten zur eigenen Prozessoptimierung, etwa durch die Fernüberwachung von Ortsnetz-Trafostationen oder das Leckage-Monitoring im Wassernetz. Andererseits können Stadtwerke sich als Spezialist für moderne Daseinsvorsorge profilieren, indem sie etwa in Zusammenarbeit mit der Kommune ein App basiertes Parkplatzmanagement einrichten oder das automatisierte Monitoring von Luft-und Gewässerqualität ermöglichen. Herr Heudtlaß, vielen Dank für das Gespräch. i www.meterpan.de Messe 15./16.05. devolo 3.HZ Basiszähler Jetzt zertifiziert Zertifiziert Unsere Produkte für Ihren Rollout: Basiszähler, PLC Modems und Smart Meter Gateway Anzeige_BWK_Zaehler_185x87_0419_02.indd 1 11.04.2019 12:31:44

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