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05 | 2019

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IT & Management ein

IT & Management ein Stromlaufplan ist wahrscheinlich nur einmal vorhanden, bezieht sich jedoch auf mehrere Motoren und wird jeweils angezeigt, wenn er einen Bezug zu dem Bauteil aufweist, nach dem gerade gesucht wird. Gibt der Nutzer also die KKS-Nummer im System ein, sieht er zunächst im Teilestamm, um welchen Motor es sich im Einzelnen handelt. Er findet einen Kurztext mit Leistungsdaten; über eine Dokumentenliste kann er das technische Datenblatt, den Stromlaufplan, das R-und- I-Fließschema anklicken, er sieht den kompletten Rohrleitungsverlauf, woher der Motor seine Einspeisung erhält, wie er leittechnisch angesteuert wird usw. „Sich diese Informationen aus dem Windows Explorer heraus unter fast 30 000 Dokumenten zusammenzusuchen, ist im Grunde ein Ding der Unmöglichkeit“, so Thomas Burg. Dokumente in Abhängigkeit von der Kraftwerksstruktur Deshalb ist die Darstellung der Dokumente in Abhängigkeit von der Kraftwerksstruktur im täglichen Betrieb so hilfreich. Bislang – und so ist es derzeit noch in den anderen Kraftwerksblöcken – steht der Schichtleiter vor Ort an einem Motor und hat auf Anhieb kaum weitere Informationen über das Bauteil vorliegen. Gerade einmal den Stromlaufplan in Papier kann er im Zweifel aus dem Schrank nebenan direkt entnehmen. Um alle dazugehörigen Dokumente einzusehen, musste er erst aufwendig im Archiv nachforschen: 320 m 2 Aktenordner, untergebracht in brandgeschützten Schränken. Das Papierarchiv für das neue Kraftwerk zu erweitern oder besser gleich auf ein digitales Dokumentenmanagement umzusteigen – diese Entscheidung fiel dem Team um Thomas Burg nicht schwer. Nicht nur, dass die Dokumentation früher bei jeder kleinen Änderung im Schaltplan den ganzen DIN-A0-Plan neu plotten und abheften musste. Auch war die Katalogisierung des Doku-Archivs nicht so übersichtlich und hierarchisiert möglich wie im digitalen Dokumentenma - nagement. Eine strukturelle, teilebezogene Ablage gab es ebenfalls nicht. Zudem eliminiert man mit einem DMS dank Check-in/Check-out-Mechanismen auch die Gefahr, veraltete Versionen zu bearbeiten. Weitere Digitalisierungspläne für den Standort Lausward 20 DMS-Anwender und -Anwenderinnen mit Schreiblizenz arbeiten in der Dokumentationsabteilung der Netzgesellschaft Düsseldorf mit Pro.File, weitere rund 200 Arbeitsplätze wurden für lesenden Zugriff der Abteilungen Instandhaltung, Betrieb, Wartung, Neubau und Projektmanagement lizensiert. Alle knapp 30 000 Dokumente zum Neubau sind mittlerweile im DMStec abgelegt, dazu rund 149 000 KKS-Kennzeichnungen. Die Papierunterlagen der bestehenden Kraftwerksblöcke will man mittelfristig ebenfalls digitalisieren und entsprechend ablegen. Perspektivisch will die Netzgesellschaft das DMStec auch mit RC Plant verbinden, dem Zeichnungssystem zur Erstellung von R-und-I-Fließschemata. Damit stünden auch diese Dokumente automatisch nach ihrer Erstellung beziehungsweise Aktualisierung zur Verfügung. Ebenfalls vorgesehen ist ein automatisierter Import von Dateien aus dem E-CAD-System Eplan über eine bereits bestehende Schnittstelle. i www.procad.de Prozesse bei Versorgern dynamisieren Flexibilität und Effizienz rücken in den Fokus DIGITALISIERUNG | Das Ringen um die Umsetzung neuer Anforde - rungen wie zum Beispiel der Marktkommunikation 2020 zeigt: Manche Versorgungsunternehmen oder ihre IT-Dienstleister ächzen unter dem Druck, der durch kurzfristige und umfangreiche Änderungen der regu - latorischen Rahmenbedingungen entsteht. Die Schleupen AG ist der Überzeugung, dass derartige Neuregelungen keine Ausnahmen darstellen, sondern die logische Konsequenz aus der Digitalisierung der Energiemärkte sind. Die Entwicklung hin zu mehr Kommunikationspartnern, höheren Datenvolumina und komplexeren Prozessen wird die Branche auch weiterhin begleiten. Die Schleupen AG sieht sich als einer der führenden Entwickler und Anbieter von IT-Lösungen für die deutsche Versorgungsbranche. Jedes vierte Stadtwerk arbeitet mit ihrer Software. In der Digitalisierung sieht das Unternehmen deutlich mehr Chancen als Probleme. Die intelligenten Netze bieten ungeheure Möglichkeiten, die sich umso besser nutzen lassen, je effektiver die Prozesse und Formate reguliert, standardisiert und automatisiert werden. In den wachsenden und wechselnden Anforderungen an die IT erkennt Schleupen aufgrund der modernen, serviceorientierten Architektur (SOA) seiner Plattform Schleupen.CS einen der wichtigsten Wachstumstreiber. Die Verbindung einzelner Anwendungsdomänen über Webservices, die Nachbildung von Prozessen über Workflows und moderne Techniken der Prozessmodellierung wie Business Process Model and Notification 2.0 (BPMN 2.0) erleichtern es, neue regulatorische und technische Anforderungen zeitnah und effizient umzusetzen. Diese Fähigkeit, die neue Komplexität nicht nur zu bewältigen, sondern 30 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 5

IT & Management User Interface „Stratosphäre“ Workflow Enterprise- Service-Bus „Atmosphäre“ Webservices „Erdoberfläche“ Applikationslogik „Untergrund“ Datenbank „tektonische Platten“ Bild: Schleupen Die Systemschichten von Schleupen.CS. Ein Vergleich zum Aufbau der Erde veranschaulicht die Architektur. sie effizient zu gestalten, wird Kunden und Unternehmen voranbringen. Auf Basis dieser modernen Technologien strebt Schleupen nach einem deutlichen Ausbau der Marktanteile. Durch mehr Beweglichkeit neue Chancen nutzen Digitalisierung erschöpft sich nicht in neuen regulatorischen und komplexen Vorgaben, sondern auch in neuen Möglichkeiten, die vorher undenkbar waren. Dezentrale Erzeugung und Einspeisung, zeit- und mengenvariable Tarife, effizienter Messstellenbetrieb, netzdienliche Steuerung des Verbrauchs durch CLS-Boxen – die Liste könnte immer weitergeschrieben werden. Schleupen.CS ist aufgrund seiner Architektur flexibel genug, diese Möglichkeiten abzubilden. So lassen sich neue Geschäftsmodelle schnell realisieren und neue Geschäftsfelder zuverlässig und effizient abrechnen. Das ermöglicht Versorgungsunternehmen im Wettbewerb, ihre Chancen zu nutzen. So ist mit Schleupen.CS inzwischen auch die Abrechnung von Ladevorgängen an Ladesäulen einfach möglich oder der wettbewerbliche Messstellenbetrieb. Ganz besonders bei diesen Detaillösungen sieht Schleupen Wachstums- und Neugeschäftschancen. Denn sie passen nicht nur zu den Herausforderungen der modernen Energiewirtschaft, sondern sie arbeiten aufgrund standardmäßiger Schnittstellen auch mit dritten ERP- und Abrechnungssystemen zusammen. Für Kunden, die eine möglichst einheitliche Systemstruktur wünschen, bietet die Plattform Schleupen.CS ein vollständiges Produktportfolio, das alle kaufmännischen Prozesse der Versorgungswirtschaft umfasst. Mit der neuen Technologie ihrer Software-Plattform nimmt Schleupen auch die großen Versorgungsunternehmen als Zielgruppe ins Visier. Das System ist skalierbar angelegt. Es lässt sich aufgrund seiner Struktur sehr einfach erweitern, indem man neue Server hinzufügt. Eine effiziente, automatisierte Vertragsabrechnung sorgt für wettbewerbsfähige Verarbeitungszeiten auch bei großen Datenmengen. Insbesondere bei kleineren und mittelständischen Unternehmen rückt auch der Betrieb des Systems als Service in der Cloud immer mehr in den Vordergrund. Bereits über eine Million Zählpunkte werden so betreut, Tendenz steigend. Das bietet den Kunden maximale Flexibilität bei der IT-Infrastruktur und gleichzeitig ein Maximum an Sicherheit und Planbarkeit bei den Kosten. Im Wettbewerb erfolgreich mit Kostendruck umgehen Durch die Digitalisierung der Versorgungsmärkte stehen die Unternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft zunehmend unter Wettbewerbsdruck. Das bedeutet: Auch die IT-Prozesskosten werden ins Visier genommen. Eines der wichtigsten Ziele von Schleupen ist, die Unternehmen hier bestmöglich zu entlasten. Schleupen.CS bietet aufgrund der Architektur höchste Prozesseffizienz. Häufige Prozesse werden zu Prozessketten verknüpft, die automatisch ablaufen. Nur bei Sonderfällen oder Fehlern muss ein Mitarbeiter eingreifen. Dazu sorgt eine einheitliche Oberfläche für Bedienungsfreundlichkeit. Das hilft, Personal- und Schulungskosten einzusparen. Auch bei der IT-Infrastruktur haben die Entwickler der Plattform die Kosten im Blick. Das System setzt auf gängige Standards und verzichtet auf teure Sonderlösungen. Von Vorteil dürfte für viele Unternehmen auch sein, dass Schleupen.CS immer als funktionsfähiges System ausgeliefert wird, das nur noch konfiguriert werden muss. Sonderlösungen können programmiert werden, aber meist ist das nicht nötig. Das spart nicht nur Kosten bei der Einrichtung, sondern auch bei der laufenden Wartung. Diese insgesamt kosteneffiziente Struktur wird nicht nur Unternehmen im Wettbewerb voranbringen, sondern auch Schleupen helfen, ihre Marktposition auszubauen. i Dr. Volker Kruschinski, Vorstandsvorsitzender der Schleupen AG, Moers www.schleupen.de BWK Bd. 71 (2019) Nr. 5 31

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