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05 | 2019

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Special Smart Energy

Special Smart Energy (Grafik). Abgesehen vom buchhalterischen Unbundling zwischen MSB und VNB macht der Gesetzgeber hier keine weiteren Vorgaben. Für MSB stellt sich die Frage, ob eine mit dem VNB integrierte Lösung oder eine systemtechnisch getrennte MSB-Lösung sinnvoller und zukunftssicherer ist. Die Vor- und Nachteile sowie Folgekosten: Datenflüsse und sternförmige Kommunikation im Zielmodell. Option a): Integrierte Lösung MSB und VNB Die Verwendung des VNB-Bestandssystems ist nach aktuellem Diskussionsstand (nur) dem grundzuständigen MSB (gMSB) erlaubt. Zunächst verspricht diese Option den Charme, keine neuen Systeme anschaffen zu müssen und so Kosten zu sparen. Allerdings reduziert sich die Menge der neu zu implementierenden MSB- Funktionen nicht, sodass keine Kostenvorteile für diesen wesentlichen Kostentreiber entstehen. Inhaltlich muss de facto ein neues System implementiert werden. Die komplexen Prozessstrukturen und Datenabhängigkeiten beider Marktrollen werden in einem einzigen System zusammengefasst, sodass sich dessen Gesamtkomplexität mehr als verdoppeln dürfte. Interferenzen zwischen beiden Funktionsbereichen sind auszuschließen und immer wieder intensiv zu testen, zum Beispiel bei Formatanpassungen. Hier kann man nicht von funktionalen Synergien profitieren, da es sich um Prozesse unterschiedlicher Marktrollen handelt. Die Synergien in diesem Modell beschränken sich im Wesentlichen auf die Basis-IT-Systeme. Diese werden aber durch dauerhaft erhöhte Stabilitätsrisiken und Pflegeaufwände für beide Marktrollenfunktionen belastet. Zusätzlich schwebt über dem integrierten Ansatz das Damokles-Schwert einer möglicherweise später vom Gesetzgeber geforderten Systemtrennung, wie es seinerzeit auch bei Lieferanten- und VNB- Systemen der Fall war. Dann stünden zusätzlich umfangreiche Migrationsprojekte zur Trennung von Daten, Systemen und Funktionen an. Option b): Separate MSB-Lösung Alternativ erfordert eine konsequente Systemtrennung von MSB und VNB eine Investition in die gleichen, neuen MSB- Funktionen in einem eigenständigen IT- System. Der dabei anfallende Migrationsaufwand ist aber vergleichsweise gering, Bild: Kisters ISSN 1618–193X 71. Jahrgang (2019) Herausgeber Verein Deutscher Ingenieure Impressum Redaktion Dipl.-Ing. Peter von Hindte (Chefredakteur) Tel. 02 11/61 03-526, Fax 02 11/61 03-148 Redaktions-Assistenz: Sandra Schüttler, Tel. 02 11/61 03-124 E-Mail: bwk@vdi-fachmedien.de Redaktionsbeirat Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke, Fraunhofer ISI, Karlsruhe Dr.-Ing. R. Maaß, FDBR, Düsseldorf Dr.-Ing. Jochen Theloke, VDI-GEU, Düsseldorf Prof. Dr.-Ing. H.-J. Wagner, LEE, Ruhr-Universität Bochum Prof. Dr.-Ing. U. Wagner, FfE, München Organschaften BWK ist Organ des VDI für Energietechnik, der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) e.V., München, des Fachverbandes für Dampfkessel-, Behälter und Rohrleitungsbau e.V. (FDBR), Düsseldorf, und des Deutschen Dampfkesselausschusses (DDA). In Fortführung der Zeitschriften „Archiv für Wärmewirtschaft“, „Feuerungstechnik“, „Wärme- und Kältetechnik“, „Praktische Energiekunde“ und vereinigt mit der Zeitschrift „Energie und Technik“. Verlag VDI Fachmedien GmbH & Co. KG, Unternehmen für Fachinformationen, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank AG, BLZ 300 800 00, Kontonummer: 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN: DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung: Ken Fouhy, B.Eng. Layout: Ulrich Jöcker Satz: Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck: KLIEMO printing, Hütte 53, 4700 Eupen, Belgien Copyright Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. 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Anzeigen CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125 22761 Hamburg Kai Lück E-Mail: klueck@cmc-web.de Telefon: 040/881 449-370 Fax: 040/881 449-11 Es gilt der Anzeigentarif Nr. 60 vom 1. Januar 2019. Die Hinweise für Autoren und die Veröffentlichungsgrundlagen finden Sie im Internet unter www.eBWK.de 8 BWK Bd. 71 (2019) Nr. 5

Smart Energy Special da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Stammdatenhistorie der MSB-Prozesse gibt. Außerdem ist die Implementierung der neuen Prozesse gut beherrschbar, weil die Anmelde-, Stammdaten- und Abrechnungsprozesse mit einer Anlaufkurve (also geringen Fallzahlen) starten. Die neuen Prozessfunktionen lassen sich klar getrennt vom VNB-System aufbauen und härten, sodass VNB-Funktionen nicht durch Systemanpassungen bezüglich der MSB-Funktionen kompromittiert werden können oder umgekehrt. Bei einer späteren Systemtrennung entfällt dieser Vorteil, denn die Prozesslast für eine wiederholte Implementierung beträgt dann 100 %, zusätzlich zur Übernahme historischer Prozessinformationen. Integriert oder getrennt? Für eine Entscheidung zwischen den Optionen a) und b) sind letztlich die Gesamtkosten für die Implementierung der MSB-Prozesse zu vergleichen und zu bewerten. Der zentrale Hebel für einen effizienten Messstellenbetrieb liegt in einer umfassenden, automatisierten und integrierten Softwarelösung. Die Kisters AG stellt den MSB in den Mittelpunkt ihrer cloud-fähigen Lösung für gMSB und wMSB. Die Lösung umfasst alle relevanten Prozesse für den MSB inklusive aller WiM-Prozesse bezüglich Datenaufbereitung und -versand, Vertragsmanagement, technischem Ge - rätemanagement und Abrechnungsvorbereitung. Viele Prozesse laufen auto - matisiert ab und können über prozess-orientierte Monitoring-Oberflächen überwacht und gesteuert werden. Auch für die anderen Marktrollen stellt Kisters die neuen Funktionalitäten, Prozesse und Formate in rollenspezifischen Lösungen zur Verfügung. Für Marktnähe und Effizienz sorgen Erkenntnisse aus der Mitarbeit der Kisters AG in der deutschen Energie-Agentur Dena, im Verband kommunaler Unternehmen VKU und im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW. Last but not least: Chancen für EVU Trotz den neuen Aufgaben für MSB und den damit verbundenen Kosten gibt es auch eine positive Seite: Durch seine neuen Verpflichtungen hat er die nötige Datenbasis, um Mehrwertdienste anzubieten. Auch gMSB dürfen gemäß der aktuellen Rechtsauffassung wettbewerb - liche Angebote machen. Das bedeutet, dass sie die Datenbasis, die Infrastruktur und das Know-how, die sie jetzt aufbauen müssen, dauerhaft gewinnbringend einsetzen können – beispielsweise bei der Kundenbindung in Endkundenportalen, steuerbegünstigenden Energiemanagement-Systemen (ISO 50001), bei Leerstandkontrolle, Leckage-Überwachung und in der Abrechnungsvorbereitung zum Beispiel für Mieterstrommodelle. Lieferanten können den Messstellenbetrieb als Erweiterung ihres Leistungsportfolios nutzen und dadurch ihre Kundennähe stärken und ausbauen. Die Möglichkeiten, die sich aus den aufbereiteten Daten des MSB ergeben, beschränken sich nicht auf die im Markt kommunizierten Informationen und eignen sich zur kundensegmentspezifischen Adressierung. i Dr. Heiko Schell, Vertriebsleiter Energie, Christoph Braun, Bid Manager Metering, Kisters AG, Aachen energie.kisters.de Save the Date! #zmp2019 Tschüss Labor, hallo Welt! Erleben Sie zwei interessante Kongresstage mit 1000 Experten und neuen Formaten zu allen neuesten Entwicklungen, Trends und Innovationen in der Markteinführung intelligenter Messsysteme und freuen Sie sich auf diese Themen: EINE VERANSTALTUNG VON ■■ ■■ ■■ ■■ ■■ Das BMWi Barometer: Woran hakt es bei der Digitalisierung? Interoperabilitätsprüfung in der Praxis Technische CLS-Lösungen – Was gibt es, was kommt neu dazu? Zusammenhang von Elektromobilität und intelligentem Messsystem Lieferkette für iMSys – Tipps für die Umsetzung Jetzt informieren und anmelden: www.z-m-p.de

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