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07-08 | 2015

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Special Erneuerbare

Special Erneuerbare Energien Bleiben die sich gegenwärtig abzeichnenden Tendenzen bis 2020 bestehen, wird die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien weiter zunehmen und bis dahin auf 16,2 und 16,4 EJ/a ansteigen (Tabelle 5); hinzu kommt eine KWK-Wärme zwischen 0,47 und 0,62 EJ (2020). Feste Biomasse trägt mit etwa 9 EJ/a (einschließlich KWK-Wärme) dabei immer noch mit einem Anteil von rund 85 % zu der insgesamt erzeugten Wärme aus regenerativen Energien bei. Die Wärmebereitstellung aus Solarenergie (1 bis 1,2 EJ bzw. 5 bis 6 % Wärmebereitstellung aus regenerativen Energien) und Geothermie (0,7 EJ bzw. etwa 4,3 %) wird auch bis 2020 von untergeordneter Bedeutung sein. Kraftstofferzeugung Global wurden im Jahr 2014 rund 90 Mrd. l Bioethanol (2 058 PJ ; primär von den USA und Brasilien) und etwa 26 Mrd. l Biodiesel (849 PJ ; vorrangig aus Deutschland, Frankreich und die USA) abgesetzt (Tabelle 6). Damit wurden 2014 insgesamt knapp 2,9 EJ an Biokraftstoffen global erzeugt. Treten keine signifikanten Änderungen an den Bedingungen für die Produktion von Biokraftstoffen ein, dürfte das heutige Marktvolumen weitgehend dem des Jahres 2020 entsprechen. Dann könnten etwa 3,0 bis 3,1 EJ/a Kraftstoff aus Biomasse bereitgestellt werden (Tabelle 6). Den größten Beitrag dürfte weiterhin Bioethanol mit 2,0 bis 2,1 EJ/a leisten; die Biodieselproduktion wird potenziell bei maximal 1 EJ liegen. Primärenergieäquivalent Bezogen auf den gesamten weltweiten Primärenergieverbrauch (PEV) von 556 EJ (berechnet in Anlehnung an Wert 2012 ausgegeben in IEA: Key Energy World Statistics 2014) wurden 2014 etwa 11 % durch erneuerbare Energien (rund 62 EJ) gedeckt (Bild 9). Dabei ist Biomasse mit etwa 50 EJ Primärenergieäquivalent der am meisten genutzte erneuerbare Energieträger; dies entspricht 6 bis 7 % des gesamten PEV. Die Wasserkraftnutzung entspricht 14,4 EJ; dies sind 2 bis 3 % bezogen auf den weltweiten Primärenergieverbrauch. Alle anderen erneuerbaren Energien tragen nur unwesentlich zur Deckung der Primärenergienachfrage bei. Bezogen auf den ebenfalls weiter steigenden fossilen PEV könnten erneuerbaren Energien 2020 mit rund 12 % zur Energienachfragedeckung beitragen (Bild 10). Dabei sind in der Vergangenheit und auch zukünftig keine signifikanten Verschiebungen bei den bereits heute genutzten regenerativen Energien zu erwarten; das heißt, der größte Anteil der erneuerbaren Energien stammt auch 2020 nach wie vor aus der traditionellen und modernen Biomassenutzung (53 EJ), gefolgt von der Wasser- und Windenergienutzung (16 bzw. 4,2 EJ). Alle weiteren Optionen zur Nutzung erneuerbarer Energien werden auch 2020 nur marginal zur Primärenergie - nachfragedeckung beitragen. ? EU Stromerzeugung Ende 2014 waren in der EU Anlagenkapazitäten im Bereich regenerativer Energien Energiegehalt in PJ/a Stand 2014 Ausblick 2020 Bioethanol 2 058 2 000 bis 2 100 Biodiesel 849 max. 1 000 Summe, weltweit 2 907 3 000 bis 3 100 Tabelle 6 Weltweite Kraftstoffbereitstellung durch regenerative Energien 2014 und Ausblick 2020. von 495 GW installiert, mit denen 828 bis 901 TWh elektrische Energie eingespeist wurden (Tabelle 7). Der größte Anteil wurde hierbei durch Wasserkraftwerke mit einer Stromerzeugung von 320 TWh (2014) bereitgestellt (39 %). Weiterhin bedeutend sind mit einem Anteil von 29 bis 33 % die Erzeugung elektrischer Energie aus Windkraft und mit 18 bis 20 % aus Biomasse. Aus Solarenergie, insbesondere durch PV- Systeme, konnten im Verlauf des Jahres 2014 immerhin bereits 12 bis 13 % des erneuerbaren Stroms produziert werden. Auch für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung zu rechnen. So könnten bis 2020 etwa 1 059 bis 1 134 TWh/a aus regenerativen Quellen bereitgestellt werden. Dabei werden auch in der EU die bereits weltweit dominierenden Ressourcen – Wasserkraft und Windenergie – mit einem Anteil von jeweils etwas mehr als 30 % die beiden wichtigsten erneuerbaren Energien für die Strombereitstellung sein. Alle anderen Optionen zur erneuerbaren Stromproduktion werden ebenfalls weiter ausgebaut, jedoch nicht an die Bedeutung der Wasser- und Windkraft gelangen können. Jedoch ist zu erwarten, dass die Photovoltaik weiter überproportional an Bedeutung gewinnen wird. Nuklear 4% Erdgas 19% Nuklear 4% Erdgas 19% Kohle 40% Kohle 39% Erdöl 26% Erdöl 26% EE 11% EE 12% feste Biomasse und Biogas 7% feste Biomasse und Biogas 8% Wasserkraft 2% Wasserkraft 2% Biokraftstoff 1% Wind

Erneuerbare Energien Special Leistung in GW Installierte Leistung in GW Stromerzeugung in TWh/a Stand 2014 Ausblick 2020 Stand 2014 Ausblick 2020 Wasserkraft ca. 231 231 bis 251 ca. 320 max. 350 Laufwasser-KW ca. 230 230 bis 250 ca. 319 max. 349 Gezeiten- & Wellen-KW ca. 0,4 max. 0,6 0,7 bis 0,8 max. 1 Windenergie 129 175 241 bis 295 315 bis 390 Onshore 121 140 213 bis 263 189 bis 242 Offshore 8 35 28 bis 32 126 bis 148 Solarenergie 92,5 134 bis 135 95 bis 114 ca. 140 Solarthermie 2,5 3,5 bis 4,5 5 bis 6,3 max. 10 Photovoltaik 90 130 90 bis 108 130 bis 150 Geothermie 1 1,3 6,1 7,7 Biomasse 41 49 bis 51 165 245 biogene Festbrennstoffe 29 36 bis 37 83 155 organische Müllfraktion 3 bis 4 3 bis 4 ca. 19 max. 25 Biogas 9 10 58 65 Summe, EU 495 589 bis 612 828 bis 901 1 059 bis 1 134 Wärmeerzeugung in PJ/a Stand 2014 Ausblick 2020 Stand 2014 Ausblick 2020 Solarenergie 33 40 51 bis 53 62 bis 77 Geothermie 20 23 142 167 Wärmepumpensysteme 17 19 98 113 tiefe Geothermie 3,4 4,2 44 54 Biomasse mind. 114 130 3 505 4 040 Biogene Festbrennstoffe a mind. 110 125 3 380 3 873 Biogas b mind. 3,9 5,3 125 167 Summe, EU 167 194 3 698 bis 3 700 4 269 bis 4 284 Tabelle 8 EU-weite Wärmeerzeugung durch regenerative Energien in 2014 und Ausblick 2020 (Werte zum Teil geschätzt; k. A. = keine Angaben; a inklusive Wärme aus dem KWK-Prozess feste Biomasse und organische Abfälle: 290 PJ (2014), 325 PJ (2020); b inklusive Wärme aus dem KWK-Prozess Biogas 17 PJ (2014), 24 bis 28 PJ (2020)). Tabelle 7 EU-weite Stromerzeugung aus regenerativen Energien in 2014 und Ausblick 2020 (Werte zum Teil geschätzt; k. A. = keine Angaben). Primärenergieäquivalent Primärenergetisch wird schon ein merklicher Anteil der Energienachfrage in der EU durch regenerative Energien gedeckt. So konnten 2014 etwa 19 % des europäischen PEV durch regenerative Energien bereitgestellt werden (Bild 11). Aus Biomasse stammt dabei mit etwa 15 % der größte Anteil. Alle anderen Ressourcen sind mit maximal 1 % von geringerer energiewirtschaftlicher Bedeutung. Auch in Zukunft wird mehr Primärenergie aus erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Bis 2020 könnten bis zu einem Viertel der eingesetzten Primärenergieträger regenerativen Ursprungs sein (Bild 12). Biomasse wird mit einem Anteil von etwa 18 % immer noch den größten Beitrag leisten. Aber auch andere regenerative Energien werden weiter an Bedeutung gewinnen. Energiegehalt in PJ/a Stand 2014 Ausblick 2020 Bioethanol 98 100 bis 105 Biodiesel 323 330 bis 360 Summe, EU 421 430 bis 465 Tabelle 9 EU-weite Kraftstoffbereitstellung durch regenerative Energien 2014 und Ausblick 2020. ten mit einem Anteil von knapp 90 % biogene Festbrennstoffe weiterhin den bedeutendsten Beitrag leisten. Zudem wird auch die Wärmebereitstellung aus Geothermie, Solarenergie und Biogas weiter ausgebaut werden, wobei lediglich Geothermie (hauptsächlich oberflächennahe Erdwärme) und Biogas mit einem Anteil von jeweils etwa 4 % energiewirtschaftliche Bedeutung erlangen könnten. Erdgas 21% Erdgas 19% Nuklear 11% Nuklear 10% Erdöl 33% Erdöl 30% Kohle 16% Kohle 16% feste Biomasse und Biogas 15% Wasserkraft 1-2% Biokraftstoff

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