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07-08 | 2015

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IT & Management Kurz

IT & Management Kurz notiert >> Smart-Energy- Kooperation. Die Gisa GmbH in Halle (Saale) und das Leipziger Institut für Angewandte Informatik (InfAI) kooperieren. In einem Projekt soll wissenschaftliches Know-how aus dem Bereich Smart Energy in die Praxis der Energiewirtschaft übertragen werden. i www.gisa.de >> IT-Sicherheit im Fokus. Um mit ihrem Metering-System IDSpecto höchste Security-Anfor - derungen zu erfüllen, arbeitet die Koblenzer Goerlitz AG mit der media transfer AG (mtG) in Darmstadt zusammen. Die Anbindung der mtG- Module sorgt künftig dafür, dass in IDSpecto alle Prozesse gemäß BSI-Richtlinie TR-03109 abgewickelt werden. i www.ids-gruppe.de >> Software-Integration. Die Dresdner Robotron Datenbank-Software GmbH und Telefónica Deutschland haben vertraglich vereinbart, Telefónicas Service- Management-Software zum Betrieb und zur Bewertung der Kommunikationsinfrastruktur in die Robotron- Lösung zur Smart-Meter- Gateway-Administration zu integrieren. i www.robotron.de >> Smart-Home-Prozesse. Die Zusammenarbeit von Tibco Software Inc. und der Digitalstrom AG stellt den Zugriff auf hochver - lässliche Prozesse im vernetzten Zuhause sicher. Die gemeinsame Lösung kombiniert die Tibco Fast- Data-Plattform mit der Smart-Home-Technologie von Digitalstrom. i www.tibco.com Instandhaltung Standortübergreifende Planung und Kontrolle Die RWE Power AG optimiert die Instandhaltung ihrer Laufwasser- und Speicherkraftwerke an Mosel, Ruhr und Saar seit Kurzem mit Alina (Allgemeine Instandhaltungsabwicklung). Die Software wurde in enger Zusammenarbeit mit der Aachener Soptim AG speziell für diese Aufgabe entwickelt. Mit Alina behält RWE Power die Modernisierung und Instandhaltung der Wasserkraftwerke sowie die damit zusammenhängenden Investitionen und Kosten im Blick. Das System dient der standortübergreifenden Planung, dem Controlling bzw. Monitoring sowie der Kostenund Budgetüberwachung. Ziel war es, eine übergreifende, kontinuierliche und aktuelle Mittelfristplanung für die Unternehmenssteuerung zu erzeugen. Denn an der Maßnahmenplanung sind verschiedene Akteure mit zentralen und dezentralen Verantwortlichkeiten beteiligt, Teilplanungen müssen zu einer abgestimmten Gesamtplanung zusammengeführt werden. Alina macht aktuelle Steuerungsgrößen für die Instandhaltung stetig und verlässlich verfügbar, so dass schnell auf veränderte Anforderungen reagiert werden kann. i www.soptim.de Auftragsabwicklung Dynamischer Hausanschlussprozess Die Saarbrücker prego services GmbH hat beim Stadtwerk am See in Friedrichshafen die Auftragsabwicklung für Hausanschlüsse in SAP optimiert. Historisch gewachsen wies die im Core-System abgebildete Auftragsabwicklung von Haushaltsanschlüssen Optimierungspotenzial auf. Beispiels- weise wurden Angebote und Aufträge für neue Anschlüsse im SAP-Modul Sales & Distribution (SD) abgebildet, anschlussnahe Leistungen wie Stilllegung von Anschlüssen oder Bereitstellung von Baustrom dagegen in einem anderen Modul. Individuelle Formulare und manuell zu befüllende Angebote waren weitere Schwachstellen. Der IT- Dienstleister integrierte die Abläufe für die hausanschlussnahen Services in die bestehende SAP-SD-Prozesslogik und erweiterte den SD-Materialstamm um die nötigen Materialien. Außerdem wurden die neu in SD integrierten Prozesse an das SAP-Reporting angebunden. Das Stadtwerk am See verfügt nun über einen hochautomatisierten Prozess mit dynamischen Formularen und sich selbst befüllenden Word-Vorlagen. Das Unternehmen profitiert von sicheren Abläufen, höherer Transparenz und einem einheitlichen Auftritt gegenüber seinen Kunden. i www.prego-services.de Netzmanagement Auswirkungen der Energiewende bewerten In einem gemeinsamen Projekt mit Verteilnetzbetreibern wollen das Fraunhofer IWES in Kassel und das Münchner Beratungshaus entellgenio einen neuen bereits vorent - wickelten ganzheitlichen Lösungsansatz für die optimierte Netzentwicklung in Mittelund Niederspannungs-Verteilnetzen zur Anwendungsreife bringen. Ziel ist es, die Auswirkungen der Energiewende auf Stromverteilnetze zu analysieren und Lastveränderungen infolge zum Beispiel demografischen Wandels, Verlagerungen von Industrie und Ge - werbe, neuer Verbraucher, E-mobility usw. für die Netzentwicklung neu zu bewerten. Wesentliche Aspekte hierbei sind unter anderem: > robuste Maßnahmen gegenüber Veränderungen in der Zukunft, > Professionalisierung von Invest-Entscheidungen durch Berücksichtigung von sehr vielen Entwicklungsszenarien mittels automatisierter Variantenberechnung (zur Vermeidung von Investitionsstaus und des Risikos von Stranded Investments sowie zur optimierten und stringenten operativen Umsetzung bestehender Planungsrichtlinien im gesamten Netzbereich), > optimierte Budget-Mittelfristplanung (effizientere Nutzung des Budgets und Minimierung des Risikos im Netz), > erhöhte Auskunftsfähigkeit über die künftige Entwicklung des Mittel- und Niederspannungsnetzes. i www.entellgenio.com Smart Grid Aggregatoren gewinnen an Bedeutung Laut einer Studie von Frost & Sullivan zur Situation von Demand Response im europäischen Markt für intelligente Stromnetze wird die Investitionstätigkeit zunehmen, um die überalterte Infrastruktur zu ersetzen. Hauptinvestoren in Smart-Grid-Projekte seien IT- und Netzunternehmen, Übertragungsnetzbetreiber, Hersteller / Zulieferer, Versorgungs- und Energieunternehmen, Verteilernetzbetreiber sowie Hochschulen, Forschungszentren und Berater. Aufgrund der Anreize für Demand-Response-Programme würden zahlreiche Aggregatoren im europäischen Smart- Grid-Markt entstehen. Der unterschiedliche Komplexitätsgrad im Regelungsrahmen der europäischen Nationen werde zudem zu einen Pool landesspezifischer Aggregatoren führen. i www.frost.com 40 BWK Bd. 67 (2015) Nr. 7/8

IT & Management Bild: Sergey Nivens / fotolia.com Nichts bleibt wie es war: Die Anforderungen an die IT wachsen weiter und gewinnen strategische Bedeutung. Die Herausforderungen der digitalen Transformation IT-Strategien werden Motor der Unternehmensentwicklung DIGITALISIERUNG | Sie stellt eine Branche nach der anderen auf den Kopf: Die digitale Transformation ist ein langfristig wirkender und teils disruptiver Prozess, der auch die Energiewirtschaft radikal verändern und Versorgungsunternehmen über die kommenden Jahre begleiten wird. Doch damit nicht genug: Die Branche unterliegt einem weiteren radikalen Umbruch, wenn sich die traditionellen Energiemärkte im Zuge der Energiewende unter teils ungeklärten rechtlichen Rahmenbedingungen in „Smart Markets“ verwandeln und immer mehr Marktteilnehmer mit dezentralen Erzeuger- und Verbrauchsmodellen in miteinander kommunizierenden Infrastrukturen agieren. Die intelligente Steuerung und die damit verbundene Infrastruktur werden dabei immer wichtiger, wie beispielsweise Smart Meter als notwendiges Bindeglied zwischen Haushalten oder anderen Verbrauchsstellen und den Smart Grids. Was aber bedeutet „die Digitalisierung“? Zum einen tiefgreifende Veränderungen der Kerngeschäfte und der Kernprozesse der Versorgungswirtschaft, wobei oftmals Bestehendes aufgelöst und ersetzt wird. Zum anderen bedeutet Digitalisierung die Veränderung von Unternehmensprozessen. Und neue, digitale Prozesse verändern Unternehmen enorm: auf der Ebene ihrer Organisation und der gesamten Geschäftsstrategie. Utilities müssen sich deshalb sowohl mit dem digitalen Wandel ihrer Geschäftsprozesse wie zum Beispiel Energieabrechnung oder Netzbetrieb als auch mit den internen Prozessen wie beispielsweise im Bereich Dokumentenmanagement oder Mitarbeiterkommunikation auseinandersetzen. Unternehmen im Utilities-Sektor (Versorgung, Entsorgung, regionale Infrastruktur) stehen 2015 so auf mehreren Ebenen vor großen Veränderungen. Sie müssen sich neu aufstellen, neue Geschäftsmodelle erschließen und sich auf etablierten sowie neuen Märkten behaupten. In einigen ihrer bisherigen, vormals erfolgreichen Geschäftsbereiche wird dies jedoch ohne eine grundsätzliche Neuausrichtung ihrer Wertschöpfung kaum gelingen. Wertschöpfungsstufen müssen grundsätzlich überdacht und auf Basis intelligenter Technologien digital verändert und um digitale Strategieelemente BWK Bd. 67 (2015) Nr. 7/8 41

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