Aufrufe
vor 3 Jahren

07-08 | 2015

  • Text
  • Energien
  • Leistung
  • Stromerzeugung
  • Szenario
  • Anlagen
  • Erneuerbare
  • Unternehmen
  • Deutschland
  • Strom
  • Global

IT & Management Diese

IT & Management Diese wurden jedoch nicht für umfangreiche Controlling- und Steuerungsprozesse konzipiert, so dass umständliche Workarounds an der Tagesordnung sind. Durch die komplexen Arbeitsschritte, manuelle Bearbeitung und der fehlenden Berücksichtigung aller relevanten Daten werden Fehlern Tür und Tor geöffnet. Entsprechend verwenden die Abteilungen unterschiedliche Datensätze, die noch dazu unzuverlässig und lückenhaft sind. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter meist nur wenig Zeit für Analysen haben und kaum über Simulationsmöglichkeiten verfügen. In der Regel besitzen sie auch kein einheitliches Verständnis zu Unternehmenszahlen oder Key Performance Indikatoren (KPI), so dass jede Abteilung mit anderen Daten operiert. Fehlende Performance und geringe Effizienz der Systeme sind weitere Hindernisse. Lösung mit integriertem Ansatz erforderlich Eine Lösung für ein effizientes Vertriebs- Controlling muss daher einen integrierten Ansatz für Planung, Analyse und Reporting bieten. Die Planungsfunktion bildet dabei die Basis für die Ermittlung von Anforderungen, Bedarf und Prozessen für den Vertrieb sowie die Produktion. Die Lösung sollte dabei die Definition optimaler Vertriebsdimensionen wie Kunden, Tarife (Produkte) oder Regionen sowie die Entwicklung konkreter Empfehlungen für einzelne Segmente und Kunden ermöglichen. Ein umfassendes System verbindet mit einem integrierten Ansatz nicht nur die verschiedenen Planungshorizonte (kurz-, mittel- und langfristig) miteinander, sondern auch alle Typen von Planung. Unternehmen können dann alle vorhandenen Daten zuverlässig wie in einem Data Warehouse nach dem Prinzip „Single Point of Truth“ integrieren. Anschließend analysieren und bewerten sie die Informationen nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden. Dabei sollte sie die Lösung über den gesamten Reporting- Prozess hinweg assistentengesteuert begleiten. Idealerweise berechnet das System den Kundenwert nach mehreren Methoden, zum Beispiel mittels einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung. Das Planen sollte auf beliebigen Ebenen wie einer Kombination aus Produkt und Kunde oder über alle Kunden mit Verteilungen analog zu einer beliebigen Referenzperiode wie Forecast möglich sein. Eine automatische Verteilung von Jahreswerten auf Monate, eine Planung gegen Top-down- Ziele etwa auf Segmentebene sowie einfache Simulationen sind ebenfalls hilfreich. Die automatische Datenübernahme aus SAP und anderen üblichen Vorsystemen ist dabei selbstverständlich. Besonders wichtig: die Visualisierung der Daten Einige oft unterschätzte Punkte sollten dabei besondere Berücksichtigung finden. Einer davon ist die Visualisierung der Daten. Schließlich können Mitarbeiter nur dann effizient mit der Lösung arbeiten und akzeptieren diese, wenn die Ergebnisse anschaulich und intuitiv verständlich dargestellt werden. Dazu sollte die Lösung klassische, individuell anpassbare sowie moderne Darstellungsformen beherrschen. Zu den klassischen Varianten zählen etwa Tabellen, Symbole, bedingte Formate, Säulen, Flächen, Kreisdiagramme und Ampeln. Individuelle Visualisierung bieten Radar, Wasserfall, Blasendiagramme oder Sparklines. Moderne Darstellungsformen sind Icicle, Sunburst view oder Treemaps. Die Lösung sollte auch möglichst viele Analyseformen beherrschen, um sich flexibel an geänderte oder neue Fragestellungen anpassen zu lassen. Dazu gehören Ist-Plan-, Zeitreihen-, Top-Ten-, Top- Value-, Break-Even- und Abweichungsanalyse, die visuelle Analyse von Massendaten oder die Fortgeschrittene Trendanalyse. Forecasts, Histogramme und Klassenvergleiche sind ebenso wichtig wie Ad-hoc-Auswertungen, Slice & Dice, Roll-up, Drill-down, Drill-through und Rollierender Forecast. Um alle Anforderungen zu erfüllen, sind zusätzlich folgende Eigenschaften hilfreich: > einfach nutzbare, übersichtliche KPI- Dashboards, > automatisierte Berichtsverteilung, > konsistente Daten in Ist und Plan, Transparenz für den Energievertrieb: Mit - arbeiter können nur dann effizient mit der Controlling-Lösung arbeiten, wenn die Ergebnisse anschaulich und intuitiv verständlich dargestellt werden. > einheitliche Steuerung aller Maßnahmen, > umfangreiche Datenvalidierungen und Logs, > Assistent für Text-, Datenraum- oder Teilbaumfilter, > Anpassung von Budget, Ressourcen und Zeit, > dezentrale Datenerfassung über das Web sowie > mobile Nutzung über Smartphones und Tablets. Zahlreiche Vorteile durch Performance-Management Ein solches einheitliches Performance- Management-Tool für Berichtswesen, Analyse, Dashboards und Planung bietet zahlreiche Vorteile. Dazu gehören eine hohe Datensicherheit und -transparenz sowie die Automatisierung bislang manuell gesteuerter Prozesse. Dies führt neben praktischen Kommentierungs- und Nachvollziehbarkeitsmöglichkeiten zu einer optimalen Usability. Die Folge sind eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit der Nutzer sowie eine deutliche Effizienzsteigerung. Die Energiebranche ist auf eine intakte Systemlandschaft angewiesen – das gilt auch für das Vertriebs-Controlling. Die nahtlose Integration in komplexe Systemlandschaften wird durch definierte Schnittstellen unterstützt. Dadurch und durch weitestgehende Automatisierung erhält das Unternehmen eine hohe Performance auch bei großen Datenmengen sowie Investitionssicherheit durch flexible Skalierbarkeit. Zudem lässt sich die Lösung Schritt für Schritt sowie in verschiedenen Modulen für alle Controlling-Themen einführen und anpassen. Als Ergebnis können Unternehmen Analysen, Simulationen, Szenarien und Reports in Echtzeit – und damit ein optimales, effizientes operatives und strategisches Vertriebs-Controlling realisieren. i www.prevero.com 50 BWK Bd. 67 (2015) Nr. 7/8

EnergieForum GE / Kofler / Belectric Hybridkraftwerk in Betrieb genommen GE nimmt in Berlin ein hocheffizientes Hybridkraftwerk in Betrieb. Mit dem in seiner Leistung skalierbaren Pionierkonzept beschreiten die Projektpartner GE, Kofler Energies und Belectric Neuland im Bereich innovativer dezentraler Energieversorgung. Das von Kofler Energies und dem GE-Planungsbüro BLS Energieplan projektierte Hybridkraftwerk kombiniert Photovoltaik mit flexibler Jenbacher KWK-Technologie und einer innovativen Batterielösung. Ein intelligentes Energiemanagement-System und eine umfassende Betriebsführung erlauben die bedarfsoptimale Steuerung. Die Anlage wird sowohl den Produktionsstandort GE Power Conversion in Marienfelde mit Strom und Wärme versorgen, als auch Energie ins Netz einspeisen. Herzstück des Hybridkraftwerks ist ein J312 Jenbacher Gasmotor mit integriertem Wärmespeicher und einem Wirkungsgrad von 89,2 %. Die 400-kW-Anlage deckt in der Heizperiode die Wärmegrundlast des Standorts ab. Der Brennstoff ist energieeffizientes Erdgas. Die Anlage spart, im Vergleich zu der getrennten Erzeugung von Wärme und Strom mit konventioneller Heizung und externem Strombezug, Primärenergie von rund 30 % ein. Auf dem Dach der Produktionshalle wurde eine 600-kW- Photovoltaik-Anlage mit einer Betriebsspannung von 1500 V installiert. Sämtliche Messwerte zur Anlagenüberwachung und Kontrolle des komplexen Systems sind aus der Ferne über das zentrale Energiemanagement-System abruf- und steuerbar. In Zeiten hoher Stromerzeugung und geringen Verbrauchs wird der überschüssige Strom in einer Batterie mit 200 kWh Kapazität gespeichert, bei höherem Jenbacher J312 Gasmotor. Bedarf wieder entnommen und in das Werksnetz eingespeist. Erst wenn die Batterie vollständig geladen ist, wird Erdgas Europäisches Netzwerk gegründet Im Rahmen der Weltgaskonferenz Anfang Juni in Paris haben sieben führende europäische Forschungs- und Entwicklungsorganisationen ein Netzwerk für Gas- und Energieinnovation gegründet. Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Association Française du Gaz (AFG), dem Danish Gas Technology Centre (DGC), dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), Energy Delta Gas Research (EDGaR, Niederlande), Energiforsk – Swedish Energy Research Centre, dem Schweizerischen Verein des Gas und Wasserfaches (SVGW) und dem Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) zielt darauf ab, die Rolle des Gases durch die Verbesserung der Effizienz der mit Gas verbundenen Energieumwandlungsprozesse in den Bereichen Haushalt, Gewerbe und Industrie zu entwickeln – insbesondere in Bezug auf Gasanwendungen und andere Nutzungstechnologien. Darüber hinaus sollen Sicherheit, Zuverlässigkeit und wirtschaftliche Nachhaltigkeit des europäischen Gasinfrastruktursystems und der Gasspeicheranlagen verbessert sowie der Einsatz von Flüssigerdgas (LNG) als Kraftstoff für Langstreckentransporte zu Land und zu Wasser ausgebaut werden. Neben der Vergrößerung des Bild: GE Distributed Power der überschüssige Strom dem öffentlichen Stromnetz zugeführt. Durch die separat installierten Zähler kann zudem messtechnisch zwischen EEG- und KWK-Strom unterschieden werden. i www.koflerenergies.com www.ge.com/de, www.belectric.com Anteils erneuerbarer und synthetischer Gase wie Biogas, bioSNG, Wasserstoff oder Methan gehört es zu den vorrangigen Zielen von Erig (European Research Institute for Gas and Energy Innovation), die Integration der volatilen erneuerbaren Energie im Gassystem durch flexible Gasoptionen (Power-to-Gas) zu unterstützen. Darüber hinaus wird Erig eine strategische Forschungsagenda der Europäischen Union im Bereich Energie und Gas unterstützen. i www.erig.eu Steag GuD-Projekt in Leverkusen übernommen Die Steag GmbH in Essen übernimmt von der Schweizer Repower AG das Projekt zur Realisierung eines Gas- und Dampfkraftwerks in Leverkusen mit einer Leistung von rund 570 MW (el.). Dort soll ein hocheffizientes Gas- und Dampfkraftwerk entstehen, das neben Strom auch Prozessdampf für den Chempark in Leverkusen erzeugen soll. Bislang liegt für die geplante Anlage kein Baubeschluss vor, vielmehr sichert sich Steag mit dem Erwerb die Option zum Bau der GuD-Anlage. Repower wird sich aus dem Projekt zurückziehen. Über den Kaufpreis haben die Partner Stillschweigen vereinbart. i www.steag.com Kurz notiert >> E-Mobility. Die Zahl der Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland steigt. 2014 waren es insgesamt 5 500 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Seit Mitte 2014 sind damit über 800 neue Ladepunkte hinzugekommen, das entspricht einer Steigerung von 18 %, so der BDEW. i www.bdew.de >> Erdgastankstellen. Die Gazprom Germania GmbH baut ihr Erdgastankstellennetz weiter aus und übernahm zum 1. Mai 2015 vier Erdgastankstellen des Energieversorgers EnBW Energie Baden-Württemberg AG. Beide Unternehmen haben den Vertrag zur Übernahme der Stationen unterzeichnet. i www.enbw.com www.gazprom-germania.de >> Power-to-Gas. Am Viessmann-Unternehmensstammsitz in Allendorf (Eder) wird erstmals Methan, das mit Hilfe eines biologischen Verfahrens aus regenerativem Überschussstrom hergestellt wird, in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist. Die weitere Ausbaustufe des Systems zur Erzeugung und Verarbeitung von maximal 400 m 3 (i.N.) /h wurde bereits genehmigt. i www.viessmann.de >> Die Gasturbine GT13E2 E-Klasse von Alstom erreichte mit über zehn Millionen Betriebsstunden einen bedeutenden Meilenstein. Insgesamt wurden bislang 169 dieser Turbinen verkauft. 150 davon befinden sich im kommerziellen Betrieb; dies entspricht einer installierten Kapazität von rund 30 GW (nur GT). i www.alstom.de BWK Bd. 67 (2015) Nr. 7/8 51

Ausgabenübersicht