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11 | 2015

IT & Management Kurz

IT & Management Kurz notiert >> Meldeplattform in Betrieb. Pünktlich zum Start der Meldepflichten gemäß EU-Verordnung zur „Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarktes“ (Remit) ging bei der Strombörse EEX die Meldeplattform zur Trans - aktionsdaten-Übermittlung in Betrieb. Die Karlsruher Seven2one Informationssysteme GmbH hatte die IT- Lösung entwickelt und implementiert. i www.seven2one.de >> Konsortium gegründet. Die devolo AG, Vattenfall Europe Metering GmbH und Vattenfall Metering Hamburg GmbH haben ein Projektkonsortium zur Beteiligung am FNN-Teststufenkonzept gegründet. Die Unternehmen wollen gemeinsam einen aktiven Beitrag zur Ausgestaltung des FNN-Teststufenkonzeptes leisten. i www.devolo.de >> Neue Netzleitsysteme. Die Berliner PSI AG hat von E.on Deutschland den Auftrag zur Weiterentwicklung und Erneuerung der Netzleitsysteme bei den Regionalversorgungsunternehmen erhalten. Die bestehende heterogene Netzleittechnik wird durch vereinheitlichte Systeme auf der Basis von PSIcontrol, Version 4.3, abgelöst. i www.psi.de >> Hilfe bei zMeMi-Einführung. Die Projekt Unternehmensberatung GmbH, München, hat einen eintägigen Inhouse-Workshop konzipiert, um Energieversorger systemunabhängig bei der Einführung der zählpunktscharfen Mehr-/Mindermengenabrechnung (zMeMi) zu unterstützen. i www.projektdp.de Smart Home Energie erzeugen, nutzen und verwalten Mit ProsumerHome hat Schneider Electric eine Eigenheimlösung entwickelt, die Wärmetechnik, erneuerbare Energien, Elektromobilität und Haussteuerung zu einem System vereint. Damit sind Besitzer eines Eigenheims in der Lage, ihr Zuhause in ein vollständig energie-intelligentes System zu verwandeln. Die Lösung kann selbst produzierte und konsumierte Energie gleichermaßen steuern und verwalten. Grundlage für ProsumerHome ist Sonnenenergie. Als Herzstück fungiert das Logikmodul homelynk von Schneider Electric, das unterschiedlichste Standards und Protokolle der Hausautomatisierung und Energieverbrauchsmessung vereint und Werte visualisieren kann. Über KNX-Schnittstellen sind Smart Grid Praxis bestätigt die Erwartungen Seit 1. Juli 2014 ist in der Siedlung Wertachau, Ortsteil der Stadt Schwabmünchen bei Augsburg, das Projekt „Smart Operator – das intelligente Stromnetz“ in Betrieb (siehe BWK 10-2014). Anfang Oktober 2015 konnten die Projektleiter der Lechwerke und RWE Deutschland in einer ersten Zwischenbilanz bestätigen: Das Hauptziel des Projekts, eine Vergleichsmäßigung der Netzlasten, wird erreicht. Das vorhandene Ortsnetz in der Siedlung kann mehr Strom aus den PV-Anlagen aufnehmen, weil die Smart-Operator- Steuerung Verbrauch in Zeiten verschiebt, in denen die An - lagen viel Strom erzeugen. Dadurch ist auch der Strombezug der Siedlung aus dem Mittelspannungsnetz gesunken. Ebenso wird etwa ein Drittel weniger überschüssige Strom Energiezähler der Serie iEM3XXX angebunden. Mit EVlink lässt sich eine Ladestation für Elektroautos integrieren. Wer Wärmepumpen einsetzt, ist zusätzlich in die Lage, Solarstrom zur Wärmeerzeugung und -speicherung zu nutzen. All das ist per PC oder Tablet visualisier- und steuerbar. Über das System EEBus lassen sich weitere mit dem aus der Siedlung ins Netz zurückgespeist. Teilnehmende Haushalte mit intelligenten Hausgeräten, die Strom selbst mit einer PV-Anlage auf dem Hausdach erzeugen, können durch den Einsatz der smarten Technologie einen größeren Anteil ihres selbst erzeugten Stroms im eigenen Haushalt nutzen. i www.lew.de Energiespeicher Ausgleich von Leistungsund Verbrauchsspitzen Schwankungen im Stromnetz und Transportverluste ließen sich reduzieren, wenn erneuerbare Energien lokal gespeichert werden könnten. Forscher der Technischen Universität München (TUM), die Kraftwerke Haag GmbH, die Varta Storage GmbH und das Bayerische Zentrum für An - Bild: Schneider Electric Über PC oder Tablet lassen sich alle mit ProsumerHome integrierten Endgeräte bequem steuern. Standard ausgestattete Elektrogeräte anbinden. Überschüssige Energie kann ins Netz eingespeist werden. Für höchsten Komfort sorgt die Gebäudemanagementlösung U.motion von Merten mit Funktionen wie Lichtsteuerung, Türkommunikation oder Raumtemperaturregelung. i www.schneider-electric.de gewandte Energieforschung (ZAE) haben deshalb einen stationären Zwischenspeicher entwickelt, den Energy Neighbor. Mit 200 kWh Speicherkapazität und 250 kW Leistung kann er Leistungsspitzen der Solaranlagen und Verbrauchsspitzen der angeschlossenen Haushalte ausgleichen. „In unserem Feldtest wollen wir Erkenntnisse aus dem täglichen Einsatz gewinnen und diese für die Weiterentwicklung von Speicher - systemen einsetzen“, sagt Andreas Jossen, Projektleiter und Professor für Elektrische Energiespeichertechnik der TU München. Das acht Tonnen schwere Speichersystem beinhaltet derzeit acht Racks mit jeweils 13 Batteriemodulen zu je 192 Batteriezellen sowie Leistungselektronik und Batteriemanagement-Systeme. „Bei Bedarf kann es durch weitere Racks in 25-kW-Schritten aufgestockt werden. Mit einem zusätzlichen Trafo könn- 26 BWK Bd. 67 (2015) Nr. 11

IT & Management te es sogar netzunabhängig als Insellösung genutzt werden“, sagt Herbert Schein, Geschäftsführer der Varta Storage GmbH. i www.tum.de Smart Metering Zweijährige Testphase gestartet Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE|FNN) hat eine koordinierte Test - phase vor der Einführung intelligenter Messsysteme in Deutschland gestartet. Ziel ist der praxisnahe Test möglichst vieler Komponenten und der notwendigen Prozesse vor dem für 2017 geplanten Roll - out. VDE|FNN koordiniert das zwei Jahre dauernde Projekt, das die drei Stufen Labortests sowie kleine und große Feldtests umfasst. 16 Unternehmen, überwiegend Messstellen- und Netzbetreiber, sind beteiligt. Hersteller von Hardware und IT-Systemen sind über Kooperationen mit den 16 Firmen eingebunden. Beim offiziellen Start in Berlin bekräftigten alle Teilnehmer ihr gemeinsames Ziel. Sie wollen die Interoperabilität und Praxistauglichkeit der Geräte und Prozesse über ihren gesamten Lebenszyklus erproben. Bis Ende 2015 entwickelt ein Expertenteam den Testkatalog für die erste Phase der Labortests. Mit dem Start der Labortests rechnen die Experten im vierten Quartal 2015, erste Ergebnisse erwarten sie im zweiten Quartal 2016. i www.vde.com/fnn Energievertrieb Eine Software für fünf EVU Fünf Stadt- und Gemeindewerke der bayrischen Planungsregion 17 steigen mit der neu gegründeten 17er Oberlandenergie GmbH gemeinsam in den regionalen Gas- und Stromvertrieb ein. Damit die Mitarbeiter an den Standorten Bad Tölz, Geretsried, Wolfratshausen, Penzberg und Murnau stets über alle aktuellen Informationen zur Neukundenbetreuung und zur Pflege der Bestandskunden verfügen, entschlossen sich die Verantwortlichen, die heterogene IT-Landschaft der Werke durch die Komplettlösung Schleupen.CS zu vereinheitlichen. Neben dem Einsatz des HTML-basierten Moduls CS.FO_FrontOffice in den fünf neuen Kundencentern werden zukünftig alle relevanten Geschäftsprozesse wie Abrechnung und Marktkommunikation mit Unterstützung der Schleupen-Software in Bad Tölz abgewickelt. Der einheitliche Softwareeinsatz verhilft den beteiligten Unternehmen zu weitreichenden Synergieeffekten, da die Prozesse in großen Teilen zentral umgesetzt werden, und damit zu einer deutlichen Kostenersparnis. Nach fünfmonatiger Projektlaufzeit wird das Gemeinschaftsunternehmen Anfang 2016 seine Arbeit aufnehmen. i www.schleupen.de Rechenzentren Leitfaden zur Energieeffizienz giemanagement oder zur Optimierung der IT-Hardware und Software sowie der RZ- Infrastruktur. „Um die Umwelt zu schonen und die Kosten für Betreiber überschaubar zu halten, müssen Rechen - zentren effizient organisiert sein“, sagt Christian Herzog, Bereichsleiter IT-Infrastruktur beim Bitkom. Bislang fruchten die Effizienzmaßnahmen: In den vergangenen Jahren konnte der Energiebedarf der Rechenzentren konstant gehalten werden. Durch die zunehmende Nutzung von Smartphones, Big-Data-Technologien und Cloud Computing sowie digitaler Technologien in der Industrie werde es jedoch schwieriger, den Stromverbrauch konstant zu halten, so Herzog: „Deshalb braucht es kontinuierliche Anstrengungen, um größtmögliche Effizienz zu gewährleisten.“ i www.bitkom.org Mieterstrom Die Energiewende wird sozial Laut Borderstep Institut hat sich die Zahl der physikalischen Server in deutschen Rechenzentren (RZ) zwischen 2010 und 2014 um etwa 50 % auf 1,7 Mio. erhöht. Setzt sich der Trend fort, steigt die Zahl bis 2020 weiter um 35 % auf rund 2,3 Mio. Server. Der Energiebedarf der Rechen - zentren in Deutschland soll dadurch von rund 10 Mrd. kWh/a im Jahr 2014 auf rund 12 Mrd. kWh/a in 2020 steigen. Wie können Rechenzentren möglichst leistungsfähig und dabei energieeffizient arbeiten? In dieser Frage bietet der neue Bitkom-Leitfaden Hilfestellung, etwa zum Ener- Ein innovatives Projekt zur Versorgung von Haushalten mit Solarstrom direkt vom Mehrfamilienhausdach entsteht aktuell in Mosbach in Baden-Württemberg. Zusammen mit der Baugenossenschaft Familienheim Mosbach eG aus der Kreisstadt Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis realisieren Wirsol und die Naturstrom AG ein Mieterstrommodell auf Photovoltaik-Basis. Auf mehreren Wohngebäuden der Baugenossenschaft in Mosbach und umliegenden Gemeinden hat der unabhängige Wirsol Erzeugungsanlagen mit einer Gesamtleistung von über 650 kW(peak) errichtet. Der Strom wird von der Naturstrom AG als Mieterstrom schrittweise für mindestens 350 Wohneinheiten in 37 Häusern angeboten. i www.wirsol.com Kurz notiert >> Modularer Breitbandausbau. Mit Axians City- Netz bietet der Kölner Netzwerkspezialist Axians Networks & Solutions GmbH ein Komplettpaket, das EVU in die Lage versetzt, bedarfsgerechte Breitband- Angebote für Privat- und Gewerbekunden einfach und schnell auf- und auszubauen. i www.axians.de >> Vereinfachter Intraday- Handel. Mit der Version 2.5 des ITA stellt die Aachener ProCom GmbH ein Werkzeug vor, mit dem Strom - erzeuger, Direktvermarkter und Verteilnetzbetreiber zusätzliche Gewinne durch den kurzfristigen Handel von Flexibilitäten erwirtschaften können. i www.procom.de >> Intelligentes Werkstattmanagement. In Zusammenarbeit mit dem IT- Dienstleister rku.it GmbH hat die DSW21 Dortmunder Stadtwerke AG das Management ihrer Fahrzeugwerkstätten auf die Instandhaltungssoftware der COS GmbH umgestellt. Mit dem neuen Programm wird die Werkstatt intelligent und lernfähig. i www.rku-it.de >> System für kritische Infrastrukturen. Die Bielefelder Ceyoniq Consulting GmbH hat ihr neues System für den Aufbau und Betrieb eines Information Security Management System vorgestellt. Die integrierte Hard- und Softwarelösung ermöglicht Betreibern kritischer Infrastrukturen eine einfache und zugleich umfassende Erfüllung der Anforderungen des neuen IT-Sicherheits - gesetzes. i www.ceyoniq-consulting.com BWK Bd. 67 (2015) Nr. 11 27

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