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4 | 2014

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Organgesellschaften

Organgesellschaften VDI-Positionspapier zuKlimaschutz und Energiepolitik Säulen der Energiewende POSITION | Klimaschutz und die Reduktion der Treibhausgasemissionen sind wichtige Ziele der Energiewende. In seinem neuen Positionspapier legt der VDI dar, wie eine ressourcenschonende und CO 2 -arme Energieversorgung und -nutzung inDeutschland zu erreichen ist. Dabei kommt es vor allem auf die Entkarbonisierung der Energiewirtschaft an. Zu den weiteren Maßnahmen zählen die Effizienzsteigerung und die Einsparung von Energie. Die Energiepolitik muss sich in den nächsten Jahrzehnten an den Grundprinzipien Technikoffenheit, sparsame Energienutzung, erneuerbare Energien, Netzausbau sowie angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis orientieren. Handlungsbedarf sieht der VDI unter anderem bei der Energieund Wärmeversorgung von Industrie und Gebäuden. So müssen zum Beispiel die erneuerbaren Energien besser in das vorhandene Energiesystem integriert werden. Wichtige Schritte hierfür sind unter anderem der Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze sowie die Entwicklung von Energiespeichern. Der VDI empfiehlt auch eine entsprechende Weiterentwicklung der Inhalte des Energiewirtschafts- und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Neben den erneuerbaren Energien werden aber auch fossile Energieträger zukünftig noch eine wichtige Rolle spielen. DerVDI spricht sichdafür aus,unter Einhaltung der geltenden Umweltschutzmaßnahmen Verfahren zur Gewinnung von Schiefergas (Fracking) sowie zur Abscheidung, Verwertung und Speicherung von CO 2 weiter zuprüfen. Aus Sicht des VDI stellt die Energiewende der Bundesregierung ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel dar. Zugleich ist sie eine Herausforderung, die ein faszinierendes und anspruchsvolles Arbeitsfeld für Ingenieurinnen und Ingenieure darstellt und die Chance bietet, durch den Export effizienter Energietechnologien neue Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen. Das komplette Positionspapier finden Sie unter i www.vdi.de/Positionspapier-Klima-Energie Umfrage VDI-Energiebarometer 2014 l Eine Umfrage bei den Mitgliedern der VDI-GEU, die sich den Fachbereichen 3und 4zugeordnet haben, ist auch diesmal auf eine breite Resonanz getroffen. 1024 Mitglieder beurteilten sowohl ihre eigene Branche als auch die allgemeinen Perspektiven der energiewirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten fünf Jahren. Unbestritten misst man den dezentralen KWK-Anlagen das größte Entwicklungspotenzial zu. Dieses Ergebnis war auch im August 2013 deutlich und hat sich imJanuar 2014 voll bestätigt. Hinzu kommt auch ein sehr stabiles Votum für die Windenergietechnik (trotz der Restriktionen im Koalitionsvertrag hinsichtlich offshore und onshore an mittleren Standorten). Verbessert gegenüber der letzten Befragung hat sich die Einschätzung der Kraftwerkstechnik auf Basis von Erdgas. Die befragtenMitgliedersehen dieMöglichkeiteinesEnergieverbunds mit fluktuierender Einspeisung und Ausgleich durch dezentrale KWK-Anlagen und Erdgaskraftwerken. Geothermische Energietechnik, Wasserkrafttechnik und auch Bioenergietechnik Beurteilung der Branchen mit dem größten Entwicklungspotenzial in den nächsten fünf Jahren. rangieren dagegen auf niedrigem Niveau. Die Bioenergietechnik hat gegenüber 2013 nachgelassen –eventuell aufgrund der auslaufenden Förderung von Biogasanlagen auf Maisbasis. Braunkohle hat gegenüber 2013 etwas zugelegt –eventuell aufgrund des höheren Braunkohleneinsatzes bei der Stromerzeugung. Die eigene Branchenbewertung bei dezentralen Energieanlagen, Windenergietechnik, Solarenergietechnik und Bioenergietechnik entspricht inetwa der Gesamtbewertung. Die Befragten aus den Kraftwerksbranchen selbst bewerten ihre eigene kurzfristige Entwicklung weit besser als die Gesamtheit der Befragten in der Fünfjahresperspektive. 18 BWK Bd. 66 (2014) Nr. 4

Organgesellschaften VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU), VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf, Fax 0211 6214 -177, geu@vdi.de, www.vdi.de/geu Preis für umweltrelevante Master-/Diplomarbeiten Ingenieurnachwuchs ausgezeichnet l Die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt zeichnete am 7. April 2014 auf dem VDI-Stand auf der Hannover Messe M. Sc. Peter Hense (25) aus Lippetal und Dipl.-Ing. Denis Hess (26) aus Stuttgart für ihreAbschlussarbeiten aus. Peter Hense erhielt den Preis für seine Masterarbeit „Erstellung eines ökologischen Bewertungsmodells zur Metallgewinnung aus mineralischen Rückständen“, die er an der Technischen Universität München und am Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht) in Sulzbach- Rosenberg schrieb. Eruntersucht darin mit klassischen ökobilanziellen Methoden die Umweltauswirkungen dieser Methode der Metallgewinnung im Vergleich zur Metallgewinnung aus natürlichen Rohstoffen. In Anlehnung an aktuelle Rohstoff-Risiko- und Rohstoff-Kritikalitäts-Analysen gewichtet Hense die geologischen Gesichtspunkte mit einem Kofaktor aus sozioökonomischenAspekten. Der von Hense gewählte Ansatz ergänzt bestehende Ökobilanzierungsmodelle und bietet deshalb einen hohen praktischen Nutzen. Er erhielt den Preis in Form einer Urkunde und 750 €. Denis Hess wurde geehrt für seine Diplomarbeit „Fernübertragung regelbarer Solarenergie von Nordafrika nach Mitteleuropa“, die er an der Universität Stuttgart und am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt anfertigte. Er beschreibt darin ein potenzielles Bürgerprojekt, das Menschen auf kommunaler Ebene invier Nationen mit Hilfe von regelbaren erneuerbaren Energien verbinden kann. Bestandteil der Abschlussarbeit ist die integrale Betrachtung eines regelbaren Solarstromtransfers aus solaren Dampfkraftwerken von Marokko nach Deutschland mit einer Punkt-zu- Punkt-Hochspannungsgleichstrom Verbindung als ideale Ergänzung zu den in Deutschland heimischen fluktuierenden Energien. Dazu führt Hess eine Analyse von gesellschaftlichen, technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten durch. Er stellt dar, welche politischen Rahmenbedingungen gelten und welche Umsetzungsmöglichkeiten mit Freileitungen und Erdkabeln sinnvoll er- Peter Hense (links) und Denis Hess (rechts) sind die neuen Träger des Preises für umweltrelevante Master-/ Diplomarbeiten der VDI-GEU. scheinen. Er erhielt den Preis in Form einer Urkunde und 750 €. Im Jahr 2014 erweitert die VDI-GEU erstmals die Teilnahmebedingungen für den Studienpreis. Die Auszeichnung heißt nun „Preis für energie- und umweltrelevante Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten 2014“. Es ist Ziel der VDI-GEU, den Ingenieurnachwuchs zu fördern. Die Auszeichnung ist mit 1500 € dotiert, wird jährlich vergeben und richtet sich bundesweit an Hochschulabsolventen sowie an deutsche Studierende an ausländischen Hochschulen. Die Jury bewertet die Ergebnisse der eingereichten Arbeiten unter anderem nach Kriterien wie Kreativität und Innovationsgrad. Die Bewerbungsfrist für den Studienpreis der VDI-GEU 2014 endet am 30. September 2014. Alle weiteren Informationen und die Bewerbungsformulare sind im Internet erhältlich unter i www.vdi.de/geu-studienpreis Aus den Fachbereichen Treffen imKraftwerk Niederaußem l Am 25. Februar 2014 trafen sich die Obleute der Fach- und Richtlinienausschüsse „Ressourcenmanagement“ und „Energiewandlung und -anwendung“ im modernen Braunkohlekraftwerk Niederaußem und informierten sich über die Fortschritte bei der Erarbeitungvon Stellungnahmen, Publikationen und VDI- Richtlinien. Dabei wurde herausgearbeitet, dass es sinnvoll und notwendig ist, die fachliche Arbeit in den Richtlinienausschüssen durch Interviews,Artikel in Fachzeitschriften und Expertenforen zu begleiten. An die Sitzung schloss sich eine Besichtigung der Kraftwerksanlage und insbesondere der Versuchsanlagen zur Wirbelschichttrocknung, Power-to-Gas, Rauchgasentschwefelung und CO 2 -Abtrennung an. Ehrung l Auf der Sitzung des Beirates der VDI- GEU am 18. März 2014 in Heilbronn wurden zwei langjährige, ehrenamtliche Mitarbeiter vom Vorsitzenden, Professor Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, für ihre herausragenden Leistungen für die ehrenamtliche Gemeinschaftsarbeit mit der Ehrenplakette des VDI ausgezeichnet. Dipl.-Phys. Manfred Reuß leitete den Richtlinienausschuss zu VDI 4640 „Thermische Nutzung des Untergrunds“ und machte sich bei der Erarbeitung von Richtlinien und Leitung von Konferenzen des VDI-Wissensforums zum Thema „Wärmepumpen“ verdient. Er arbeitete maßgeblich ander Veröffentlichung von Stellungnahmen, Statusreporten und Fachartikeln mit. So trug Reuß dazu bei, fachliche technische Zusammenhänge für die Öffentlichkeit zuerläutern und VDI-Richtlinien und den VDI insgesamt weiter bekannt zu machen. Dr.rer.techn. Dipl.-Ing.Siegfried Streit erhielt die hohe Auszeichnung als Dank und Anerkennung seiner herausragenden Tätigkeit als Obmann des Richtlinienausschusses VDI 2048 „Messunsicherheiten bei Abnahmemessungen an energie- und kraftwerkstechnischen Anlagen“. Die Richtlinie VDI 2048 ist in der Fachöffentlichkeit auf ein breites Echo gestoßen und hat Eingang in externe technische Regelwerke gefunden. Darüber hinaus vertrat Siegfried Streit die Belange des Ausschusses auf Tagungen und Seminaren sowie in Gremien anderer technischerVereine. Die Ehrenplakette des VDI wird seit 1948 als Auszeichnung für verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter des VDI verliehen. Die Ehrung wird durch die VDI-Bezirksvereine, die Gliederungen der „VDI Technik und Wissenschaft“ oder die Gliederung „VDI Beruf und Gesellschaft“ für Verdienste in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich ausgesprochen. Sie kann auch auf Beschluss des Präsidiums durch den Gesamtverein verliehen werden. BWK Bd. 66 (2014) Nr. 4 19

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