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4 | 2014

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Energiewirtschaft

Energiewirtschaft Energiewirtschaftliche Gesamtsituation Als Saldo aus dem unterschiedlichen Einfluss der klimatischen, ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen ergab sich 2013 in Deutschland insgesamt ein klarer Anstieg der Primärenergienachfrage. Dabei wirkten die einzelnen Rahmenbedingungen durchaus gegenläufig. Die schwache konjunkturelle Entwicklung beeinflusste die Energienachfrage bei Industrie und Gewerbe im Verlauf des Jahres verbrauchsreduzierend. Das weiterhin hohe Energiepreisniveau und Effizienzsteigerungen wirkten sich ebenfalls sowohl beim privaten Konsum als auch in Industrie und Gewerbe verbrauchsdämpfend aus. Die langanhaltende kühle Witterung in der ersten Hälfte des Jahres führte hingegen zu einem Anstieg der Energienachfrage für die Raumwärmebereitstellung. Im Ergebnis erhöhte sich durch den stärkeren Einfluss der nachfragesteigernden Rahmenbedingungen der Primärenergieverbrauch gegenüber dem Vorjahreswert um+2,6 %. Autoren Dr. rer. pol. Ulrich Fahl, Dr.-Ing. Markus Blesl, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart, Dipl.-Ing. Eberhard Thöne, Zentrum für Energieforschung (ZfES), Stuttgart. Aus den nun endgültig vorliegenden Daten ergab sich beim korrigierten Primärenergieverbrauch für das Jahr 2012, rückwirkend gegenüber 2011, ein geringfügiger Verbrauchsanstieg von +0,3 %, graphisch dargestellt inBild 1, das die historische Entwicklung der Primärenergienachfrage seit 1990 aufzeigt. Die Primärener- Mindestens alle drei Jahre wird ein Bundesbedarfsplan zum Netzausbaubedarf für die kommenden zehn Jahre per Gesetz verabschiedet. Grundlage sind der genehmigte Netzentwicklungsplan und der Offshore-Netzentwicklungsplan. Imersten Bundesbedarfsplangesetz vom Juli 2013 ergibt sich ein Bedarf von rund 2800 km an kompletten Neubautrassen und rund 2900 km an Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen in bestehenden Trassen. Bild: Peter von Hindte gienachfrage bewegte sich demnach in dem Zeitraum von 1995 bis 2008 in einem Korridor, der nur geringe Schwankungen von maximal +/– 2%aufweist. Diese Schwankungen lassen sich auf die jeweiligen jahresbezogenen Änderungen der bestimmenden Parameter (konjunkturelle Entwicklung, Außentemperatur und Energieträgerpreise für Endverbraucher) zurückführen. ImJahr 2009 wurde die Entwicklung der Primärenergienachfrage durch die verhaltene Nachfrage der Industrie inFolge der konjunkturellen Einflüsse und die Zurückhaltung im Privatsektor,ausgelöst durch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, stark nachfragedämpfend beeinflusst. Ausgelöst durch die dann einsetzende wirtschaftliche Erholung erreichte die Energienachfrage 2010 wieder das Niveau vor 2009. In den darauf folgenden Jahren ließen Wirtschaftsentwicklung und Effizienzsteigerungen im Rahmen der angestrebten Energiewende den Primärener- 22 BWK Bd. 66 (2014) Nr. 4

Sichere Energie Viele Wege –ein Ziel Dezentrale, erneuerbare Energien inPartnerschaft mit Kommunen, Stadtwerken und der Industrie Windenergie, Bioenergie, Geoenergie, Fernwärme, KWK STEAG New Energies GmbH St. Johanner Straße 101–105 66115 Saarbrücken Telefon +49 681 9494-9111 Telefax +49 681 9494065-9111 info-newenergies@steag.com www.steag-newenergies.com

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