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4 | 2014

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Energiewirtschaft Bild 1

Energiewirtschaft Bild 1 Primärenergieverbrauch nach Energieträgern und Energieintensität in Deutschland. gieeinsatz erkennbar sinken, und auch 2013 bleibt die Primärenergienachfrage trotz des Anstiegs noch unter dem Niveau von 2010. Nach den vorläufigen Erhebungen der AGEB wurde für Deutschland im Jahr 2013 ein Primärenergieverbrauch von insgesamt 477,7 Mio. tSKE (14 002 PJ) ermittelt (Tabelle 1), ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 11,9 Mio. t SKE entsprechend +2,6 %. Damit ist die Primärenergienachfrage erstmals wieder seit 2010 erkennbar gestiegen. Nach ersten Abschätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) verschiebt sich der reale Bilanzwert der Primärenergienachfrage 2013 bei einer rechnerischen Berücksichtigung des Temperatureffektes auf die Energienachfrage des Wärmemarktes nach unten. Legt man nämlich für die Ermittlung der Energienachfrage bei dem Wärmebedarf ein klimatisches Durchschnittsjahr zugrunde, wäre die Primärenergienachfrage nur um rund +1 %gestiegen. Ein besonderer Effekt entsteht durch die bei der Erstellung der Energiebilanz erst seit einigen Jahren verwendete Wirkungsgradmethode. Energieträger, die keinen Heizwert besitzen, werden in der Primärenergiebilanz mit ihrem Wirkungsgrad bewertet: Kernenergie mit 33 %, erneuerbare Energien und der Stromaußenhandelssaldo mit 100 %. Rein rechnerisch bedeutet dies für die Stromerzeugung auf Kernenergiebasis einen dreimal höheren Primärenergieverbrauch als bei der Stromerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien oder durch Stromimporte. Rein statistisch entsteht also ein erheblicher theoretischer Einspareffekt bei der Primärenergiebilanz, wenn die Kernenergienutzung reduziert und mehr Strom mit Hilfe erneuerbarer Energien erzeugt wird. Eine detaillierte Analyse dieses Effektes bietet die Nr. 10/2011 des Pressedienstes derAGEB. Die Struktur des Primärenergieaufkommens hinsichtlich der Anteile der einzelnen Energieträger veränderte sich wie in den Vorjahren auch 2013 nur geringfügig, die bisherige Struktur blieb prinzipiell erhalten. Das Mineralöl war mit seinem leicht gesunkenen Anteil von 33,1% weiterhin der wichtigste Energieträger in der Energieversorgung. An zweiter Stelle stand das Erdgas, das mit einem Anstieg von +0,9%-Punkten jetzt 22,5 %der Primärenergienachfrage abdeckt. Einen Anstieg seines Anteils um +0,2%-Punkte hatte die Steinkohle Primärenergieverbrauch [EJ/a] 16 14 12 10 8 6 4 2 0 mit 12,7 %zuverzeichnen und bei der Braunkohle reduzierte sich der Anteil um –0,5%-Punkte auf 11,6 %.Der Anteil der Kernenergie ging um –0,4 %-Punkte auf 7,6 %zurück. Bei den erneuerbaren Energieträgern konnte der Anteil inder Primärenergiebilanz um +0,3%-Punkte auf 11,6 %gesteigert werden. Entwicklung der Rahmenbedingungen Die hohe Importabhängigkeit beim Primärenergieaufkommen blieb auch im Jahr 2013 erhalten, wobei der Importanteil voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr von 68% auf über 70 %gestiegen ist (zum Zeitpunkt der Drucklegung waren noch nicht alle Daten gesichert verfügbar). Verstärkt wurde der Trend dadurch, dass die inländische Primärenergiegewinnung zurückging bei einer gleichzeitigen Steigerung der Primärenergienachfrage insgesamt. Reduziert wurde die inländische Primärenergiegewinnung bei Erdgas (– 9,1 %), Braunkohle (– 1,3 %)und Steinkohle (– 30 %), vergrö- Energieträger 2012 2013 1) Änderung 2013/2012 Mineralöle Erdgas Steinkohlen Braunkohlen Kernenergie Erneuerbare Energien davon: Wasserkraft (reg.) Photovoltaik Windkraft Biomasse/Müll Sonstige Stromaustauschsaldo Insgesamt: – in 10 6 t SKE – in PJ 1) vorläufig 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 Jahr Steinkohle Braunkohle Kernenergie Mineralöle Erdgas Wasser/Wind/PV Sonstige PEV/BIP 154,9 100,8 58,3 56,1 37,0 53,4 2,7 3,2 6,2 39,5 7,9 – 2,8 465,6 13 645 2003 2004 2005 ßert wurde die Gewinnung bei Rohöl (+ 0,8 %)und den erneuerbaren Energieträgern (+5,6 %). Anteilig verlor die Braunkohle ihren ersten Platz an die erneuerbaren Energien und die einheimische Erdgasförderung verdrängte die deutsche Steinkohlenförderung vom dritten auf den vierten Platz. Die hohe Einfuhrabhängigkeit bei den fossilen Energieträgern lässt Entwicklungen auf den Weltenergiemärkten direkt oder mit Verzögerungen auf die nationale Energiewirtschaft hinsichtlich Versorgungssicherheit und Preisen einwirken. Die Entwicklungen der Rahmenbedingungen bei den einzelnen Energiemärkten waren unterschiedlich und werden deshalb im Folgenden einzeln betrachtet. Die seit Jahren konstanten politischen Spannungen, gewaltsame Auseinandersetzungen und/oder durch Unruhen be- Tabelle 1 2006 2007 2008 Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik 2012 und 2013, ermittelt nach der Wirkungsgradmethode. [10 6 t SKE] [%] 158,2 107,5 60,7 55,4 36,1 56,4 2,6 3,5 6,1 42,5 7,5 – 4,1 477,7 14 002 2009 2010 2011 2012 2013 + 2,2 + 6,7 + 4,1 – 1,2 – 2,5 + 5,8 – 3,7 + 9,4 – 1,6 + 7,6 – 4,7 – + 2,6 100 95 90 85 80 75 70 65 60 Entwicklung der Energieintensität [1990=100] 24 BWK Bd. 66 (2014) Nr. 4

3. -5.Juni 2014 i Koelnmesse i Köln i DeutschlanD VORLÄUFIGER VERANSTALTUNGSPLAN JETZT VERFÜGBAR REGISTRIEREN SIE SICH VOR DEM 16. MAI 2014 UND SPAREN SIE 10 %MIT UNSEREN „EARLY BIRD“-TARIFEN Die PoWeR-Gen europe und die Renewable energy World europe sind zusammen die größte und umfassendste Konferenz und messe für strom- und energietechnik in europa. Die PoWeR-Gen europe und die Renewable energy World europe bieten eine ausgedehnte ausstellungsläche, auf der die wichtigsten anbieter aus den Bereichen thermische stromerzeugung und erneuerbare energien vertreten sind. auf der parallel stattindenden Konferenz dreht sich alles um die in Zukunft wichtigsten Punkte in sachen strategisches Denken und technische innovation, weshalb sich engagierte energiefachleute einen Besuch auf keinen Fall entgehen lasen sollten. merken sie sich diesen termin in Köln unbedingt vor, und nehmen sie gemeinsam mit mehr als 12.000 anderen Branchenexperten an der Gestaltung der energiewende 2014 teil. Registrieren sie sich noch heute! Das dreitägige Programm der PoWeR-Gen europe und der Renewable energy World umfasst folgende Punkte: GEMEINSAME ERÖFFNUNGSSITZUNG UND KEYNOTES Dienstag, 3. Juni 2014 –9:30 -11:00 uhr Zu den Referenten gehören bislang: • Matthias Hartung,Vorstandsvorsitzender der RWe Generation se und der RWe Power aG (ceo), Deutschland • Vesa Riihimaki,Präsident von Power Plants und executive Vice President der Wärtsilä corporation, Finnland PODIUMSDISKUSSION DES GEMEINSAMEN PLENUMS mittwoch, 4. Juni 2014 –14:00 -15:30 uhr in einer Diskussionsrunde mit hochrangigen Branchenvertretern werden die neuesten themen rund um den europäischen energiesektor behandelt. HOLEN SIE SICH WEITERE INFORMATIONEN UND REGISTRIEREN SIE SICH UNTER WWW.POWERGENEUROPE.COM ODER WWW.RENEWABLEENERGYWORLD-EUROPE.COM Verantwortlicher und Veranstalter: Präsentiert von: unterstützt von:

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