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6 | 2015

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Special Strom- und

Special Strom- und Wärmeerzeugung Bild 3 Vereinfachtes Anlagenschema. Literatur [1] Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme- Kopplungsgesetz). Stand 19.3.2002, durch Artikel 13 des Gesetzes vom 21.7.2014 (BGBI. I S.1066) geändert. [2] 13. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen – 13. BImSchV). Stand 2.5.2013. [3] „21,5 Millionen Euro sorgen für Lärm im Kraftwerk“; Nordwest-Zeitung, Oldenburg, 16.5.2014. www.nwzonli ne.de/wesermarsch/wirtschaft/investition-inschwierigen-zeiten-21-5-millionen-euro-sorgen-fuerlaerm-im-kraftwerk_a_14,7,2641671642.html (abgerufen am 12.1.2015). [4] Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD der 18. Legislaturperiode; „Deutschlands Zukunft gestalten“; Kapitel 1.4, S. 41; Berlin, 16.12.2013. Bild 4 Speisewasserbehälter und Dampfturbine. Stromvermarktung Die Anlage befindet sich seit März 2014 im Dauerbetrieb. Die installierte elektrische Leistung von etwa 16,7 MW ermöglicht es Kronos Titan, über einen 110/6- kV-Trafo auch aktiv an der Stromvermarktung im übergeordneten Netz teilzunehmen. Aufgrund des vorhandenen Kapazitätsüberschusses und der hohen Anlagenflexibilität ist es ebenfalls möglich, Produkte am Regelenergiemarkt zu platzieren. DNV GL, Division Energy, hat weiterhin ein Modell des thermischen Kreislaufprozesses in der Simulationssoftware Ebsilon Professional abgebildet. Mit diesem wurden exemplarische Betriebsfälle zur Identifikation und Umsetzung der jeweils optimalen Fahrweise für einen marktorientierten und wirtschaftlichen Betrieb im Voraus berechnet. In Abhängigkeit aktueller bzw. prognostizierter Kosten- und Erlös-Szenarien lässt sich somit die wirtschaftlichste Fahrweise feststellen und umsetzen. Betreibersicht einer einjährigen Betriebserfahrung Insgesamt kann bisher eine positive Bilanz gezogen werden. Die übersichtliche Anordnung der Anlagenkomponenten, die frühzeitige Einbeziehung der Fachleute am Standort und die Nutzung moderner Steuerungseinheiten ermöglichen es, dass nach kurzer Qualifikationsphase des Fachpersonals eine selbstständige fehlerfreie Bedienung der Neuanlage realisiert worden ist. Der Betreuungsaufwand der Neuanlage ist zudem stark vermindert. Die verbauten Anlagenkomponenten zeichnen sich durch eine große Zuverlässigkeit und hohe Verfügbarkeit aus. Die aktive Teilnahme am Strommarkt führt zu einem kostenoptimierten Betrieb der Gasturbinen. Fazit Nach einem erfolgreich abgeschlossenen zweiwöchigen Probebetrieb befindet sich die Anlage seit März 2014 in Betrieb und hat die Versorgung des Chemie- Standortes mit Dampf sowie Strom vollständig übernommen. Kronos Titan rechnet mit um rund ein Drittel sinkenden Ausgaben für die Energiebereitstellung in Form von Strom und Dampf [3]. Zusätzlich wird die Anlage jährlich CO 2 -Emissionen von etwa 35 000 t gegenüber der bisherigen getrennten Energiebereitstellung einsparen. Damit trägt Kronos Titan aktiv zur Erreichung der Klimaschutzziele in Deutschland bei [4]. i Dr.-Ing. Bernd Kügler, Kronos Titan GmbH, Leverkusen; Jan Mehlberg und Jörg Seyffarth, DNV GL, Division Energy, Dresden jan.mehlberg@dnvgl.com, joerg.seyffarth@dnvgl.com 24 BWK Bd. 67 (2015) Nr. 6

IT & Management Instandhaltung Optimierungspotenzial nutzbar machen Strom- und Gasnetzbetreiber stehen vor dem Problem, für die Nutzung ihrer Infrastruktur Gebühren nur innerhalb eines vorgegebenen Korridors erheben zu dürfen. Andererseits müssen sie gesetzliche Mindeststandards bei der Instandhaltung einhalten. „Die Netzbetreiber lassen viele Potenziale bei der Optimierung der Instandhaltung ungenutzt“, sagt Carsten Maßloff, Geschäftsführer der Ceyoniq Consulting GmbH in Bielefeld. Das Problem: Die vorausschauende, auf ein oder mehrere Jahre angelegte Simulation von Wartungs- und Inspektionsintervallen sei nicht oder nur mit erheblichem Aufwand IT-Sicherheit Besserer Schutz für Scada-Systeme Gateprotect, ein Unternehmen der Rohde & Schwarz- Gruppe, hat neue Schutzfunktionen für Scada-Netzwerke entwickelt. Gateprotect Network Protector 5.2 unterstützt als Next-Generation-Firewall spezielle Features für Scada- Protokolle (unter anderem IEC 60870-5-104), die im Energiesektor zur Anwendung kommen. Darüber hinaus beinhaltet die neue Version eine Funktion zur forensischen Traffic-Erfassung und eine nach außen gerichtete Dateitypenkontrolle. Systemmanagern stehe damit eine komplett neue Ebene des Schutzes für Netzwerke zur Verfügung, so der Anbieter. „Die neue Firewall Network Protector ermöglicht den Betreibern von Energieinfrastrukturen vollständige Kontrolle sowohl über Anwendungstypen als auch über individuelle Befehlstypen, die durch Applikationen an Scada-Controller weitergegeben werden“, sagt Carsten Maßloff, Ceyoniq Consulting: „Viele Netz - betreiber befinden sich bei der Instandhaltung im Blindflug und können bestenfalls kurzfristig kalkulieren.“ möglich. „Viele Unternehmen befinden sich im Blindflug und können bestenfalls kurzfristig kalkulieren.“ Mit auf SAP PM basierenden Auftragssimulationen biete Ceyoniq John May, CEO von Gateprotect. „Diese Funktionalität erhöht die Sicherheit Scadabasierter Energiesteuersysteme enorm und folgt auch der bevorstehenden neuen Gesetzgebung zum Schutz kritischer Infrastrukturen.“ Beispielsweise stellen nach außen gerichtete Schutzfunktionen sicher, dass sensible Dokumente oder Daten das interne Netzwerk nicht verlassen. Bestimmte Dokumentarten werden abgefangen, bevor sie den abgesicherten Bereich verlassen. i www.gateprotect.de Marktkommunikation Edna entwickelt elektronisches Netzentgelt-Verfahren Consulting eine Lösung des Problems: „Mit unseren Simulationen ermitteln wir für einen definierten Planungszeitraum die Menge der erforderlichen Leistungen, also der Tätigkeiten in Form von Aufträgen, inklusive Kosten“, erläutert Maßloff. Alle für die Instandhaltung relevanten Parameter wie Wartungsstrategien, -pläne und -zyklen würden einbezogen. Für außerplanmäßige Maßnahmen werde auf Basis der Vergangenheit in die „Zukunft“ geschaut. Danach wisse der Netzbetreiber, welche Instandhaltungsaktivitäten mit welcher Häufigkeit, in welchem Verantwortungsbereich, an welchen Objekten, in welchen Regionen und zu welchen Kosten notwendig seien. i www.ceyoniq-consulting.com Eine neue Projektgruppe des Edna Bundesverbandes Energiemarkt & Kommunikation e. V. befasst sich mit der elektronischen Übermittlung und Verteilung von Netznutzungspreisen. Ziel ist es, einen praxisgerechten Vorschlag zu entwickeln, der den Ablauf vom Antrag zur Genehmigung von Netznutzungsentgelten bei den Regulierungsbehörden bis zur Abrechnung elektronisch und ohne Medienbruch abbildet. „Zu diesem Thema gab es schon mehrere Anläufe, die nicht zum Erfolg geführt haben. Auch die völlig unterschiedlichen Vorstellungen bei den Netzbetreibern verhindern derzeit noch eine Lösung“, beschreibt Dirk Heinze, Vorsitzender des Edna-Präsidiums, die Herausforderung. „Uns interessiert weniger die Kalkulation der Netzbetreiber, denn da gibt es mehrere hundert Ansätze. Wir wollen vor allem den Prozess danach so einfach wie möglich gestalten“, so Heinze weiter. Deswegen hat Edna die Netzentgelt-Dienstleister enet und Get AG mit an Bord genommen. „Das Thema elektronische Preisblätter ist äußerst komplex“, so enet- Geschäftsführer Peter Martin Schroer. „Der deutsche Weg der Erlösregulierung gibt Netzbetreibern lediglich Ein- Kurz notiert >> Geprüfte Qualität. Die numetris AG hat Ende März 2015 das Prüfungsverfahren nach DIN EN ISO 9001 erfolgreich abgeschlossen. Das Zertifikat bescheinigt höchste Qualität bei allen Prozessen rund um die Software Endamo und die Messdienstleistungen des Essener Unternehmens. i www.numetris.de >> Standard für Green IT. Für ihr neues Rechenzentrum in Ostfildern-Scharnhausen hat die Festo AG & Co. KG den Blauen Engel erhalten. Nach eigener Aussage besitzt das Esslinger Unternehmen das erste Neubau-Rechenzentrum weltweit, das die Anforderungen des Umweltzeichens an den energie- und ressourceneffizienten Betrieb erfüllt. i www.festo.com >> Messgerätehersteller übernommen. Die Kisters- Gruppe hat die australische Hydrological Services Ltd (HS) übernommen, Hersteller von Messgeräten und Sensoren. Gemeinsam bieten die Unternehmen eine Gesamtlösung für das Wasserressourcen-Management an: vom Sensor über die Kommunikation bis hin zur Software. i www.kisters.de >> Aktivitäten in Österreich. Mit einem ersten Fachtreffen in Wien hat der Edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation begonnen, seine Aktivitäten auf Österreich auszudehnen. Thema der Tagung beim Edna-Mitglied Viso- Tech, an dem rund ein Dutzend weitere Mitgliedsunternehmen teilnahmen, war der österreichische Energiemarkt. i www.edna-bundesverband.de BWK Bd. 67 (2015) Nr. 6 25

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