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6 | 2015

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IT & Management Wie sich

IT & Management Wie sich Energieversorger auf den Rollout vorbereiten können Fahrplan für den Weg in die Zukunft SMART METERING | Mit den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) veröffentlichten Eckpunkten für das Verordnungspaket „Intelligente Netze“ liegt der Energiebranche der erwartete Fahrplan für den Rollout und den künftigen Einsatz intelligenter Zähler und Messsysteme vor. Energieversorger (EVU) müssen sich jetzt nicht nur mit einer neuen Prozess- und Systemlandschaft auseinandersetzen, sondern darüber hinaus die Entscheidung treffen, ob sie das Ausschreibungsmodell nutzen möchten, das heißt, Teilaufgaben der Einführung und des Betriebs eigenständig durch - führen oder dies einem Dienstleister übertragen. Mit dem Eckpunktepapier des BMWi liegt der Energiebranche der Fahrplan für den Rollout der intelligenten Zähler und Messsysteme vor. Das BMWi möchte auf Basis der veröffentlichten Eckpunkte verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für den sicheren Einsatz von intelligenten Zählern und Messsystemen schaffen, die für ein Höchstmaß an Datenschutz und Datensicherheit sorgen. Vorgesehen ist eine stufenweise Einführung der intelligenten Zähler und Messsysteme, die im Jahr 2017 beginnen und 2032 abgeschlossen sein soll. Auch wenn noch nicht alle Fragen geklärt sind, wie jene der Finanzierung und des Ausschreibungsmodells, ist zumindest für die kommenden Jahre eine gewisse Planungssicherheit gegeben. Stufenweiser Einstieg in den Rollout bis 2032 Das Eckpunktepapier sieht vor, dass intelligente Messsysteme nur dort verpflichtend eingebaut werden, wo ein günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht wird. Dabei übernehmen Großverbraucher mit über 20 000 kWh/a und EEG-Anlagen mit einer Leistung größer als 7 kW die Vorreiterrolle beim Einsatz der modernen Mess- und Steuerungstechnik. Bei diesen Verbrauchsgruppen zeigen sich die Nutzeneffekte der Messsysteme am stärksten. Zunächst ausgenommen von der Einbaupflicht sind Haushalte, die weniger als 6 000 kWh Strom im Jahr verbrauchen. Diese Messstellen sollen bis 2032 mit intelligenten Zählern ausgestattet und betrieben werden. Der stufenweise Einstieg in den Rollout scheint vorteilhaft, birgt allerdings auch wirtschaftliche Risiken, da die gesamte Prozess- und IT-Infrastruktur trotz zunächst nur weniger Messsysteme von Anfang an vorgehalten werden muss. Die Alternative für kleine EVU wäre das Ausschreibungsmodell – dies bedeutet allerdings ein Verzicht auf ihre Grundzuständigkeit im Bereich der intelligenten Messsysteme. Beim Rollout kompetente Dienstleister hinzuziehen Mit der stufenweisen Einführung der Messsysteme wird ein wesentlicher Baustein im Zusammenspiel mit den Kunden angegangen. Davon sind sowohl die Netzund Messstellenbetreiber als auch die Vertriebe betroffen. Auch wenn das Jahr 2017 noch weit entfernt scheint, drängt die Zeit: EVU und Stadtwerke sollten sich aus diesem Grund intensiv mit den neuen Systemen und Prozessen auseinandersetzen und eine individuelle Rollout-Strategie entwickeln. Hier können kompetente Dienstleister wichtige Unterstützung leisten, da die komplexen Aufgaben, die mit dem Rollout einhergehen, vor allem für mittelgroße und kleine Stadtwerke allein kaum zu bewältigen sind. Das Messwesen und die IT-Infrastruktur müssen deutlich verändert und komplexe Prozesse neu aufgebaut werden. Dies betrifft neben dem Messdatenmanagement, das die herkömmliche Zählerfernauslesung ablösen wird, insbesondere die Aufgabe der Gateway-Administration, die beim Messstellenbetreiber liegt und für die Energiewirtschaft absolutes Neuland darstellt. Die Gateway-Administration im EVU bzw. Stadtwerk selbst umzusetzen – mit IT- und Systembetrieb – ist erst ab einer bestimmten Menge von Zählpunkten wirtschaftlich rentabel. Hier geht man inzwischen von einer Anzahl von über 100 000 Messsystemen aus. Für mehr Unabhängigkeit: Modulare Servicebausteine Die Entwicklung der neuen Systeme für die Installation und den Betrieb der intelligenten Zähler und Messsysteme laufen auf Hochtouren. Auch Workforce-Management-Systeme, Gateway-Administrations-Software und Meter-Data-Management-Systeme werden rechtzeitig verfügbar sein. Dienstleister wie Voltaris berei- 30 BWK Bd. 67 (2015) Nr. 6

IT & Management ten sich schon heute darauf vor, die Energieversorger beim Rollout zu unterstützen. Die individuellen Rollout-Dienstleistungsbausteine des Energieexperten umfassen die Beratung zur Rollout-Systematik, die Gerätebeschaffung, die Gateway- Administration sowie die Montage, den Betrieb und das Meter Data Management. Mit dem modularen Dienstleistungskonzept können Voltaris-Kunden ihre Unabhängigkeit bewahren, da die Grundzuständigkeit für die intelligenten Messsysteme in den Händen der Stadtwerke bleibt. In Kooperation mit dem energiewirtschaftlichen Beratungsunternehmen LBD und mehreren Stadtwerken hat Voltaris zudem eine Workshop-Reihe für den bevorstehenden Rollout konzipiert, bei der alle erforderlichen Informationen für die Einführung der Messsysteme im eigenen Stadtwerk vermittelt werden. Die Teilnehmer erhalten unter anderem eine hersteller- und dienstleisterneutrale Checkliste mit allen relevanten Prozessschritten für Netzbetreiber und Lieferanten, inklusive Vertriebs- und Mehrwertprodukten. Erste Geräte mit FNN-Standard: Praxistests können beginnen Unter dem Motto „Messsysteme – Die Zukunft hat begonnen!“ wurden auf dem diesjährigen FNN-Fachkongress ZMP (Zählen Messen Prüfen) am 11. und 12. Mai 2015 in Leipzig die ersten intelligenten Zähler und Smart Meter Gateways nach FNN-Standard vorgestellt. Das bedeutet, dass die dringend erforderlichen Praxistests beginnen können. Voltaris wird im Rahmen des FNN-Teststufenkonzeptes ab Juni 2015 mit den Kunden die ersten Erfahrungen mit der neuen Systemwelt sammeln. Die neuen Geräte der „Generation 1“ sind von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) eichrechtlich zugelassen und erfüllen die erste Stufe der Schutzprofilzertifizierung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Darüber hinaus lassen sich die Geräte über Software-Updates jederzeit an die neuen Anforderungen anpassen. Die Energieversorger sollten nicht nur die Herausforderungen und Risiken des Rollouts vor Augen haben, sondern auch die damit verbundenen Chancen sehen: Intelligente Zähler und Messsysteme sind eine wichtige Voraussetzung für den Smart Market und das Smart Grid – und damit ein wesentlicher Baustein der Energiewende. Sie ermöglichen das Messen und Steuern von Lasten und Erzeugungsanlagen (unter anderem EEG- und KWKG-Anlagen) sowie die Einführung der gesetzlich gewünschten zeit- und lastvariablen Tarife. Es ergeben sich also auch Vertriebschancen durch neue Produkte für alle Energiearten, inklusive des Submeterings und der Visualisierung der Energiedaten in Haushalts- und Gewerbekundenportalen. i Karsten Vortanz und Peter Zayer, Geschäftsführer Voltaris GmbH, Maxdorf www.voltaris.de „Wirsetzenauf dieSicherheitder Schleupen.Cloud–jeden Tag.“ Wirvertrauen demzertifizierten Rechenzentrum, das den hohen Anforderungen des deutschen Datenschutzes unterliegt. Uns überzeugen die hohe Verfügbarkeit der Anwendungen und die Schnelligkeit desDatenflusses sowieder kundenindividuelleSupport.Daher nutzen wirsämtliche Schleupen.CS-Anwendungen in derCloud. RainerKrause Geschäftsführer WEVG Salzgitter GmbH&Co. KG SCHLEUPEN.DE

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