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6 | 2015

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EnergieForum Kurz

EnergieForum Kurz notiert >> Kernenergie. Der sichere Rückbau kerntechnischer Anlagen ist ein Baustein für die Energiewende in Deutschland – dies stellt große Herausforderungen an Wissenschaft, Technik und Industrie. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gründet daher ein Kompetenzzentrum Rückbau, um das vorhandene einzigartige Know-how zum Rückbau kerntechnischer Anlagen zu sichern und praxisbezogen zu vertiefen. i www.kit.edu >> Supraleiter. Die Nexans Deutschland GmbH, die RWE Deutschland AG und die RWE Netzservice GmbH haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um supraleitende Systeme in Deutschland und weiteren Zielländern exklusiv gemeinsam zu vermarkten. Anlass der jetzigen Vereinbarung zwischen Nexans und RWE bildet das gemeinsame Projekt AmpaCity. Erklärtes Ziel ist es, die im Rahmen der laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte gewonnenen technologischen Erkenntnisse schnellstmöglich zu nutzen und die gesammelten Erfahrungen im Rahmen von Kundenprojekten weiterzuentwickeln, um somit auch das Gesamtsystem des Supraleiters weiter zu optimieren. i www.rwe.com, www.nexans.com >> Neues Kraftwerk. In der kubanischen Stadt Moa, 900 km südöstlich von Havanna, wurde eines der größten Kraftwerke eingeweiht, die MAN Diesel & Turbo in der Karibikregion bisher gebaut hat. Die 600 m vor der Küste gelegene Anlage verfügt über eine elektrische Gesamtleistung von 184 MW. i www.man.eu Biomasseheizkraftwerk Leistungssteigerung durch Wärmerückgewinnung Eine Effizienzsteigerung von bis zu 25 %, eine deutliche Einsparung von CO 2 -Emissionen sowie eine Erhöhung der Produktionskapazitäten auf Kundenseite – das sind die Ergebnisse einer Erweiterung des bestehenden Heizkraftwerkes der Dold Holzwerke am Standort Buchenbach. Nach nur fünfmonatiger Bauzeit konnte dort eine neue Rauchgaskondensationsanlage in Betrieb genommen werden. Seit 2001 betreibt die Steag New Energies auf dem Werksgelände ein Biomasse-Heizkraftwerk. In diesem werden Sägehölzer und Späne verbrannt, wobei das im Brennstoff befindliche Wasser verdampft. In der Vergangenheit Achema 2015 Trends für die Prozessindustrie Die globale Prozessindustrie blickt gespannt nach Frankfurt: Ab dem 15. Juni 2015 präsentieren wieder knapp 3 800 Aussteller auf rund 132 000 m 2 eine Woche lang Produkte, Technologien und Know-how für die chemische Produktion, die Pharma- und die Lebensmittelindustrie. Die Achema selbst hat mit der Wahl von drei Fokusthemen Schwerpunkte gesetzt, die sich durch alle Ausstellungsgruppen ziehen: Innovative Prozessanalytik, industrielles Wassermanagement und die Biobased- World als Plattform für die biobasierte Industrie und die Biotechnologie sind in der Ausstellung und im Kongress an verschiedensten Stellen zu finden. Der Blick auf Energieund Ressourceneffizienz einschließlich des industriellen Die Wärmerückgewinnung aus den Rauchgasen des Biomasse-Heizkraftwerks ermöglicht eine Leistungssteigerung von bis zu 25 %. wurden diese heißen Rauchgase in die Atmosphäre abgeführt. Durch die neue Rauchgaskondensationsanlage werden nun die rund 170 °C heißen Rauchgase mit dem darin befindlichen Wasserdampf kondensiert und somit ein Großteil der Wärme zurückgewonnen. Diese Wärme wird in Wassermanagements führt zur immer weitreichenderen Integration von Prozessen. Die Rückgewinnung von Wärme und Rohstoffen und eine immer weitgehendere Schließung von Kreisläufen setzen voraus, dass Energie-, Stoffund Wärmeströme von Beginn an in ihrer Gesamtheit betrachtet und designt werden. Dabei werden nicht mehr nur einzelne Prozesse miteinander verknüpft, sondern ganze Anlagen und Standorte vernetzt geplant. Zusätzlich gibt es Bestrebungen, in der Prozessführung auf wechselnde Energie- und Rohstoffangebote reagieren zu können. So kann ein ungleichmäßiges Stromangebot, das sich durch den zunehmenden Einsatz erneuerbarer Energien ergibt, besser genutzt werden. i www.achema.de ein neu gebautes Niedrigtemperatur-Fernwärmenetz eingespeist und von den Dold Holzwerken ganzjährig genutzt. Auf diese Weise ergibt sich im Jahresmittel eine Steigerung der Wärmeproduktion von rund 20 000 MWh bei gleichem Brennstoffeinsatz. i www.steag-newenergies.de Erdgasförderung Achimgaz verdoppelt Kapazitäten Wintershall und Gazprom haben Ende März die Gasverarbeitungskapazitäten ihres Joint Ventures Achimgaz auf ein neues Level gebracht. Mit der Inbetriebnahme einer neuen Großanlage – einem so genannten Processing Train – kann das deutsch-russische Gemeinschaftsunternehmen in Westsibirien nun bis zu 20 Mio. m 3 Erdgas und Kondensat pro Tag verarbeiten – doppelt so viel wie im Vorjahr. Insgesamt stehen Achimgaz nun vier solcher Processing Trains zur Verfügung. In den Anlagen wird das aus den Bohrlöchern geförderte Erdgas-Kondensat-Gemisch in einem komplexen chemischen Prozess aufbereitet. Ein 38 BWK Bd. 67 (2015) Nr. 6

EnergieForum Niedrigtemperatur-Verfahren trennt hierbei das Erdgas vom Kondensat und bereitet es für den Transport nach Europa vor. In den nächsten vier Jahren ist eine Erweiterung der Anlage um bis zu zwei weitere Processing Trains geplant. Neben dem Ausbau der Infrastruktur konnte auch die Produktion gesteigert werden – um 40 % von 2,4 Mrd. m 3 Erdgas in 2013 auf insgesamt 3,4 Mrd. m 3 im vergangenen Jahr. i www.wintershall.com E.on Connecting Energies BHKW bei italienischem Industriekunden in Betrieb genommen Im norditalienischen Daverio hat E.on Connecting Energies für den Industriekunden Goglio erfolgreich eine Kraft- Wärme-Kälte-Kopplungs-Anlage in Betrieb genommen, die aus einem gasbetriebenen 4,4-MW-BHKW sowie einer 1,6-MW-Absorptionskältemaschine besteht. Goglio, ein weltweit führendes Unternehmen der Verpackungsindustrie, reduziert seine Stromkosten damit um 30 % und spart 20 % Energiekosten ein. E.on Connecting Energies mit Sitz in Essen ist spezialisiert auf integrierte Energielösungen für Kunden aus dem gewerblichen, industriellen und öffentlichen Sektor. Das Unternehmen konzipiert, finanziert, errichtet und betreibt Systeme und Anlagen mit dem Ziel, Energieverbräuche nachhaltig zu reduzieren. i www.eon-connecting-energies.com Cluster Energietechnik Internetportal zur Energiewende Das Portal „Energieumstieg“ des Clusters Energietechnik/ Bayern Innovativ informiert in Kurzartikeln über wesentli- che Bausteine der Energiewende. Namhafte Autoren stellen den aktuellen Stand der Technik und ihre Perspektiven für die Zukunft aus Sicht der Wirtschaft und der Wissenschaft dar. Dazu erläutern sie einzelne Technologien und energiewirtschaftliche Zusammenhänge. Das Portal bleibt geöffnet für neue Artikel, die aus Energieversorgung Irsching 4 und 5 vom Netz? Die Eigentümer des hoch - modernen Gaskraftwerks Irsching 5, E.on, Mainova und N-Ergie, haben der Bundesnetzagentur und dem Netzbetreiber TenneT die Stilllegung des Kraftwerksblockes angezeigt. Das Kraftwerk soll zum 1. April 2016 vom Netz genommen werden. Parallel dazu hat E.on als alleinige Eigentümerin des Gaskraftwerks Irsching 4 der Bundesnetzagentur die Stilllegung dieses Blocks ab dem 1. April 2016 ebenfalls angezeigt. Hintergrund ist die mangelnde Perspektive für einen wirtschaftlichen Betrieb nach heutiger Sicht noch fehlen oder die sich aus dem Fortschritt der Energieumstiegs in Zukunft ergeben werden. Die im Portal verfügbaren Artikel werden ausgetauscht oder aktualisiert, sobald neue Gesichtspunkte dies erforderlich machen. i www.bayern-innovativ.de/clusterenergietechnik/energieumstieg dem Auslaufen der aktuellen vertraglichen Regelung mit dem Netzbetreiber im März kommenden Jahres. Irsching 4 und 5 werden seit zwei Jahren auf Basis eines Vertrags zwischen dem Netzbetreiber und den Eigentümern betrieben, der mit der Bundesnetzagentur verhandelt wurde. Dieser Vertrag sieht eine Kostenteilung anhand der Einsätze im Markt und zur Stabilisierung des Stromsystems auf Anweisung des Netzbetreibers vor. Die zunehmenden Mengen subventionierten Stroms aus erneuerbaren Energien und die niedrigen Großhandelspreise für Strom lassen mittlerweile keinen Einsatz am Markt mehr zu. i www.eon.com Irsching 5 hat eine Leistung von 846 MW und ging im Jahr 2010 in Betrieb. Mit einem Wirkungsgrad von 59,7 % gehört es zu den modernsten Gaskraftwerken Europas. Irsching 4 mit 550 MW Leistung ging ein Jahr später in Betrieb und ist mit einem Wirkungsgrad von 60,4 % eines der effizientesten Gaskraftwerke weltweit. Bild: Rolf Sturm / E.on Persönliches >> Neuer Technischer Geschäftsführer der Mannheimer MVV Umwelt wurde zum 1. Mai 2015 Dr. Joachim Manns (49). Der Kraftwerksleiter des Karlsruher Rheinhafen-Dampfkraftwerks tritt damit die Nachfolge von Dr. Hansjörg Roll an, der seit Jahresbeginn als Technikvorstand zum Mutterkonzern MVV Energie gewechselt war. i www.mvv-energie.de >> Dr. Helmar Rendez (52), Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH, wechselt zum 1. Juli 2015 in den Vorstand der VE Mining & Generation AG. Rendez beginnt seine Tätigkeit zunächst als Vorstand ohne Ressort, um ab dem 1. Oktober 2015 die Aufgabe als Finanzvorstand zu übernehmen. Er tritt damit die Nachfolge von Klaus Aha (62) an, der zum Ende des Jahres in den Ruhestand gehen wird. i www.vattenfall.de >> Der Aufsichtsrat der EWE AG (Oldenburg) hat Ines Kolmsee als neues Vorstandsmitglied benannt. Die 44-Jährige verantwortet seit dem 1. Mai 2015 das Ressort Technik mit den Bereichen Erzeugung und Infrastruktur. i www.ewe.de >> Ulf Altmann und Frank Behrend führen auch in den kommenden fünf Jahren die Geschäfte der NBB Netz - gesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG (NBB). Der Gasag-Vorstand beschloss die Verlängerung Ende März. Die NBB ist als eine Mehrheitsbeteiligung der Gasag für den Transport von Erdgas verantwortlich. i www.gasag.de www.nbb-netzgesellschaft.de BWK Bd. 67 (2015) Nr. 6 39

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