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9 | 2012

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Erdgaswirtschaft nose

Erdgaswirtschaft nose zugeordnet werden.Daneben sollte sich der Netzbetreiber über die Ausprägung der Profile der einzelnen Entnahmetypen Gedanken machen und die Profilgüte verbessern, indem erdie Parameter für die Lastprofile den spezifischen Gegebenheiten anpasst. Bei der Prognosetemperatur hat sich auch gezeigt, dass man in verschiedenen Netzbereichen gut damit fährt, einenVier-Tages-Mittelwert zuverwenden und nicht den Mittelwert des Vortages. Auch der Einflussfaktor Wind muss korrekt berücksichtigt werden.“ Monitoring der Netzkontoprozesse Darüber hinaus empfiehlt Eva Spille ein intensives Monitoring der Netzkontoprozesse. Dazu zähle die tägliche Schattenrechnung durch Kontrolle des Netzkontos: Fehlen Saldozeitreihen? Sind zu allen Allokationen positive Contrl-Antworten eingetroffen? Hat es Aperak-Nachrichten gegeben? Geht der Marktgebietsverantwortliche von den gleichen Informationen aus, die im eigenen System stehen? Auf diese Weise schütze sich der Netzbetreiber vor unangenehmen Überraschungen und er könne schnell Korrekturmaßnahmen ergreifen. „Dafür benötigt man allerdings ein IT- System, das diese Prozesse hoch automatisiert unterstützt und vielfältige Auswertungsmöglichkeiten bietet“, weist Spille auf eine wesentliche Voraussetzung hin. „Ohne ein übersichtliches Management-Cockpit, das alle Allokationen darstellt, Auswertungen ermöglicht und den Versand der Meldun- gen sowie die Eingangsbestätigungen des Marktgebietsverantwortlichen überwacht, geht es nicht. Idealerweise wird der Nutzer durch farbige Signale im Cockpit darauf hingewiesen, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Dadurch kann er schneller reagieren.“ Letztlich komme kein Netzbetreiber daran vorbei, die Prozesse rund um die Netzkontoabrechnung zu professionalisieren, meint Spille. „Die Marktentwick- lung steht weiter unter Beobachtung, und der Gesetzgeber wird die Zügel zweifellos weiter anziehen, wenn er sieht, dass die neuen Maßnahmen nicht das gewünschte Ergebnis gebracht haben.“ Noch verfügten längst nicht alle Netzbetreiber über professionelle IT- Bordmittel. „Nach wie vor gibt es Unternehmen, die beispielsweise keine zählpunktscharfe Mehr-/Mindermengen-Abrechnung durchführen können. Wer schon bei den vorhandenen Prozessen Dipl.-Ing. Eva Spille, Soptim AG: „Ausspeisenetzbetreiber brauchen nur ihre Hausaufgaben zumachen, um Fehlallokationen zu reduzieren. Ein IT-System, das die GeLi- Gas-Prozesse automatisiert unterstützt und Auswertungsmöglichkeiten bietet, ist dabei ein unentbehrliches Werkzeug.“ hinterherhinkt, wird sich auf Dauer schwertun, die notwendigen Auswertungen und Analysen durchzuführen, um das Ausmaß der Fehlallokationen zureduzieren.“ i www.soptim.de SPECIAL zur effektiven unterstützung ihrer leistung stellen Wir ihnen WeltWeit glOBAle kOMPetenz iM kABelBereiCh zur verfügung Besuchen Sie uns auf der HUSUM WindEnergy vom 18.-22.Sept. 2012 Halle 3, Stand 3E13 Leistung im Mittelpunkt Die Kabellösungen und Dienstleistungen von Nexans sind in allen Lebensbereichen präsent: von der Infrastruktur und Industrie über Gebäude und Windenergieanlagen bis hin zu Schiffen, Flugzeugen, Zügen usw.Als weltweit führendes Unternehmen der Kabelindustrie bieten wir Ihnen ein umfassendes Spektrum von Kabeln und Kabelsystemen zur Verbesserung der Geschäftsergebnisse, zur Gewährleistung der Sicherheit, zur Erhöhung der Lebensqualität und zur Sicherstellung der langfristigen Zuverlässigkeit der Netzwerke. Wirermöglichen den Zugang zu leistungsstarken Lösungen. www.nexans.de - info.nd@nexans.com

Erdgaswirtschaft SPECIAL IT-gestütztes Beschaffungsmanagement bei der RheinEnergie Trading GmbH Gasbeschaffung mit System PORTFOLIOMANAGEMENT | Die Veränderungen im Gasmarkt der letzten Jahre bleiben für die Akteure nicht ohne Folgen: Zahlreiche Versorger stehen vor der Entscheidung, entweder weiterhin auf die Vollversorgung zu setzen oder auf eine strukturierte Beschaffung umzustellen. Mit der Gründung der RheinEnergie Trading GmbH hat die RheinEnergie AG der zweiten Variante den Vorzug gegeben. Zur Portfoliooptimierung setzen die Kölner auf die IT-Lösung BelVis ResOpt von Kisters, die alle notwendigen Prozesse automatisiert unterstützt. Bei der Kölner RheinEnergie AG hatte man sich bereits 2008 entschieden, von der Vollversorgung auf eine strukturierte Gasbeschaffung umzustellen. Sie bietet zusätzliche Ertragschancen, ist aber auch mit höheren Risiken verbunden. Die Erfahrungen im Energiehandel, die das Unternehmen zuvor bereits im Strombereich sammeln konnte, begünstigten diesen Entschluss. Die seinerzeit neu gegründete Rhein- Energie Trading GmbH (RET) fungiert heute nicht nur als Energiebeschaffungsdienstleister für den Mutterkonzern, sondern ist auch für eine Vielzahl weiterer Energieversorgungsunternehmen am Strom- und Gasmarkt aktiv. Neue Möglichkeiten, aber auch höhere Anforderungen Wer die Gasbeschaffung flexibel handhabt, kann zeitnah auf das Marktgeschehen reagieren. Folglich tut sich eine ganze Welt neuer Optimierungsmöglichkeiten auf. Doch esgibt auch Vieles zu beachten: „Ein Vollversorgungsvertrag hat den Vorteil, dass der Vorlieferant alle Bewirtschaftungsrisiken trägt“, erklärt Dr. Dirk Franken, Portfoliomanager bei RheinEnergie Trading. „Dieses Risiko übernimmt ein Energieversorger mit eigenständiger Portfoliobewirtschaftung komplett selbst oder lagert esan einen Dienstleister aus. In jedem Fall setzt die erhöhte Komplexität und der neu entstandene Zeitdruck in der Beschaffung neben kompetentem Personal auch eine geeignete IT-Infrastruktur voraus.“ Flexible Verträge, Speicher und Transporte zwischen verschiedenen Marktgebieten versetzen RET in die Lage, die Beschaffungskosten zu minimieren und Deckungsbeiträge zu optimieren. Das Unternehmen ist in allen deutschen Marktgebieten aktiv und hat zudem einen Zugang zum niederländischen Handelsplatz TitleTransfer Facility(TTF).Somit sind die Kölner auch für die Anforderungen der L-Gas-Marktgebiete gerüstet. Um die sich aus diesem Beschaffungsportfolio ergebenden Möglichkeiten voll auszuschöpfen, muss eine Vielzahl von Prozessen abgewickelt werden, für die der Gesetzgeber oftmals enge Zeitfenster vorgibt. Darüber hinaus ist der Gasmarkt temperaturabhängiger als der Strommarkt. Die aktuelle Wettersituation hat unmittelbare Auswirkungen auf die tagesaktuellen Marktpreise, was den Zeitdruck zusätzlich erhöht. DamitVerträge und Speicher auch unter diesen Bedingungen kostenminimie- rend eingesetzt und gleichzeitig Chancen auf den Spotmärkten genutzt werden können, setzt RET auf die Lösung BelVis ResOpt der Aachener Kisters AG. Das Portfolio-Optimierungstool sorgt dafür, dass Absatzprognosen genau gedeckt und vertragliche sowie technische, aber auch regulatorische Vorgaben eingehalten werden. „BelVis ResOpt unterstützt uns dabei, die zur Verfügung stehenden Beschaffungsquellen optimal auszunutzen und die Ausgaben zuminimieren. Die hieraus resultierenden Kostenersparnisse haben dafür gesorgt, dass sich die Anschaffung bereits nach kurzer Zeit amortisiert hat“, erklärt Franken. Neues Tool nahtlos in Nachbarsysteme integriert Damit die automatische Portfolio-Optimierung bei RET Realität werden konnte, wurde das Tool nahtlos sowohl mit dem bestehenden Handelssystem als auch mit der Internet-Bestellplattform RETweb verbunden, die das Kölner Unternehmen selbst entwickelt hat. RETweb ermöglicht den RET-Partnern Echtzeit-Preisanfragen und die initiale Bestellung von Lastgängen. Zudem können über die Plattform kurzfristige Day- 18 BWK Bd. 64 (2012) Nr. 9

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