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S P E C I A L K l i m a

S P E C I A L K l i m a s c h u t z Die Energiewende zum Kunden bringen Die „Energiewende“ steht aktuell hoch im Kurs – dies ist nicht zuletzt an den Zustimmungswerten für die Grünen oder an der „Fridays for future“-Bewegung abzulesen. Allerdings beschränkt sich die Möglichkeit der meisten Bürger als Energie-„Letztverbraucher“ (nomen est omen) weiterhin darauf, bei der Wahl seines Energielieferanten das richtige „Ökostrom“-Kreuzchen zu setzen – auch im Zeitalter der Digitalisierung. Wir reden in der Branche viel davon, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen oder die Energiewende zum Kunden zu bringen. Nur fehlt uns weiterhin schlicht eine, den heutigen technischen Möglichkeiten angemessene Interaktionsmöglichkeit zwischen der Angebots- und Nachfrageseite – also zwischen dem EVU und dem Kunden –, die für marktwirtschaftlichen Erfolg und Lösungsakzeptanz unerlässlich ist. Denn es ist doch so: Die Zeiten des hierarchischen Netzes sind vorbei. Das intelligente Netz ist demokratisch, und es bedarf informierter und handlungsfähiger Akteure. Hier kommt nun das intelligente Messsystem ins Spiel, das ja eigentlich eine vielfältige Dienste-Plattform mit angeschlossener Verbrauchsmessung ist. Wir bei GWAdriga sind davon überzeugt, dass ein zügiger und breiter Smart-Meter- Rollout eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, um einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten zu können. Was nämlich oft übersehen wird: Das Smart-Meter-Gateway bietet nicht nur die erste echte interaktive Schnittstelle zum Endkunden, es ist auch für mehr als nur den Strom gemacht. Grundsätzlich können und werden alle Sparten einbezogen, inklusive der Wärme. Schon deswegen haben wir uns frühzeitig mit dem Mehrsparten-Metering beschäftigt und entsprechende Laborumgebungen aufgebaut. Das Thema Heizen ist dabei besonders interessant, schließlich sind hier die energetischen und CO 2 -Einsparungspotenziale in un - seren Breiten enorm. Daher wird das Gateway auch für Zielgruppen wie beispielsweise die Wohnungswirtschaft interessant. „Flexibilitäten“ ist ohnehin das Zauberwort im Smart-Metering. Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, vorhandene Ineffizienzen zu erkennen und sinnvoll nutzbar zu machen: für den Kunden zum Beispiel mittels Visualisierung und dem Monitoring von Erzeugung und Verbrauch, für die Anbieter von energetischen Leistungen zum Beispiel mittels aktivem Steuern und Schalten via CLS (Controllable Local System). Wobei dies natürlich nur die Anfänge sein werden. Damit wird auf beiden Seiten des Tisches eine Wissens- und Handlungsbasis geschaffen, die für einen weiteren Erfolg der Energiewende absolut notwendig ist. Auf diesem Wege gewinnt der Begriff „Digitalisierung der Energiewende“ endlich an Breite. Das Smart Meter Gateway wird dabei zu einer Schlüsselkomponente und ist nicht mehr nur ein lästiger Kostenfaktor. • D r . M i c h a ł S o b ó t k a Geschäftsführer GWAdriga GmbH & Co. KG, Berlin Bild: GWAdriga 10 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

K l i m a s c h u t z S P E C I A L Seit nun über 20 Jahren sind wir, die IVU Informationssysteme GmbH, als Lösungsanbieter in der Digitalisierung der Energiewirtschaft tätig. Wir gehen den Weg in einer immer komplexeren Energiewelt mit unseren Kunden, den Versorgungsunternehmen, gemeinsam und haben bereits viele Herausforderungen der Energiewende erfolgreich und vor allem vor der Zeit gemeistert. J u l i a n S t e n z e l Geschäftsführer IVU Informationssysteme GmbH, Norderstedt Den Entwicklungen der Energiewelt stehen wir allerdings zunehmend zwiegespalten gegenüber. Gesetzliche Rahmenbedingungen insbesondere im Energiesektor entwickeln sich nur schleppend. Aber auch in der Förderung von Digitalunternehmen mahlen die Mühlen von Innovation und Förderung nach wie vor zu langsam. Dadurch verzögern sich Investitionen und sich daraus ergebende Chancen erheblich, zum Teil werden innovative Möglichkeiten sogar gänzlich ausgebremst. Auch in Bezug auf die angestrebten Klimaziele ist es bedauerlich, dass es wenig Rückenstärkung in der Digitalisierung gibt. Wir stehen den Versorgern in der sich rasant wandelnden Energiewelt als strategischer, innovativer Partner zur Seite und helfen aktiv bei der Entwicklung zu zukunftsgerichteten, klimafreundlichen Versorgern von morgen, indem wir dabei unterstützen, Projekte auf IT-Ebene erfolgreich und realisierbar umzusetzen. Gemeinsam mit unseren Töchtern, der MeterPan und Tremondi GmbH, aber auch mit starken innovativen Partnern, wie beispielsweise der Kiwigrid GmbH, haben wir in puncto Energiewende bereits vieles erreicht. Dabei decken unsere Lösungen sämtliche Anwendungsfälle für Lieferanten und Energieversorger ab – stets aus einer Hand. Seit mehr als fünf Jahren bieten wir zum Beispiel eine Digitalisierungsplattform an, die das Metering über das flexible Billing bis hin zum Steuern von Prosumer-Haushalten abbildet. Somit unterstützen wir beispielsweise die Stadtwerke Norderstedt bei der klimaneutralen Versorgung der Stadt und dem Ziel, bis 2040 Nullemissionsstadt zu werden. Daneben bieten wir aber auch die Gateway- Administration als Grundlage sicherer, digitaler Geschäftsmodelle mit einer eigenen, integrierten IoT-Plattform an. Kürzlich haben wir darüber hinaus auch die Bewilligung des Förderantrags für Einsparzähler vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten. Unter dem Motto „Deutschland macht’s effizient“ fokussieren wir uns hierbei auf das Energiesparen als Geschäftsmodell. Das bedeutet, dass wir unsere Kunden mit digitalen Energiespar-Lösungen dabei unterstützen, Strom, Öl, Gas, Biomasse sowie Wärme, Kälte und Primärenergie effektiv einzusparen. Klimaschutz und Digitalisierung – das Potenzial ist schon da Bild: IVU Wir selbst versuchen natürlich auch in puncto Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen, indem wir innerbetrieblich zunehmend auf Hybridfahrzeuge setzen und den CO 2 -Ausstoß kompensieren, wenn wir für Dienstreisen nicht die Bahn nutzen können. Zudem befinden sich unsere Server in einem der modernsten und klimafreundlichsten Rechenzentren in Deutschland, nämlich bei uns vor Ort in Norderstedt. • BWK BD. 71 (2019) NR. 10 11

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