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S P E C I A L K l i m a

S P E C I A L K l i m a s c h u t z ben würden dem Prinzip des Cap & Trade widersprechen, das eine kosteneffiziente Emissionsreduktion innerhalb des Binnenmarktes sichert. Der Emissionshandel sorgt verlässlich dafür, dass die erfassten I M P R E S S U M ISSN 1618–193X, 71. Jahrgang (2019) Herausgeber: Verein Deutscher Ingenieure Redaktion: Dipl.-Ing. Peter von Hindte (Chefredakteur) Tel. 0211 6103-526, Fax 0211 6103-148 Redaktions-Assistenz: Sandra Schüttler Tel. 0211 6103-124 E-Mail: bwk@vdi-fachmedien.de Redaktionsbeirat: Prof. Dr.-Ing. Harald Bradke, Fraunhofer ISI, Karlsruhe Dr.-Ing. Jochen Theloke, VDI-GEU, Düsseldorf Prof. Dr.-Ing. Hermann-Josef Wagner, LEE, Ruhr-Universität Bochum Prof. Dr.-Ing. Ulrich Wagner, FfE, München Organschaften: BWK ist Organ des VDI für Energie - technik, der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) e.V., München, des Fachverbandes für Dampfkessel-, Behälter und Rohrleitungsbau e.V. (FDBR), Düsseldorf, und des Deutschen Dampfkesselausschusses (DDA). In Fortführung der Zeitschriften „Archiv für Wärmewirtschaft“, „Feuerungstechnik“, „Wärme- und Kältetechnik“, „Praktische Energiekunde“ und vereinigt mit der Zeitschrift „Energie und Technik“. Verlag: VDI Fachmedien GmbH & Co. KG, Unternehmen für Fachinformationen, VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Postfach 10 10 22, 40001 Düsseldorf Commerzbank AG, BLZ 300 800 00, Kontonummer: 02 121 724 00 SWIFT/BIC-Code: DRES DE FF 300, IBAN: DE69 3008 0000 0212 1724 00 Geschäftsführung: Ken Fouhy, B.Eng. Layout: Ulrich Jöcker Satz: Medienpartner Mäurer GmbH, 41836 Hückelhoven Druck: KLIEMO printing, Hütte 53, 4700 Eupen, Belgien Anlagen europaweit nicht mehr CO 2 emittieren können, als an Zertifikaten ausgegeben wird. Die THG-Emissionen in den Sektoren Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sind EU-weit bis 2030 um Copyright: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Vertrieb und Leserservice: Tel. 0211 6103-140, Fax 0211 6103-414 E-Mail: leserservice@vdi-fachmedien.de Vertriebsleitung: Ulrike Gläsle Bezugspreise: 12 Ausgaben (davon 1/2 und 7/8 als Doppelhefte) Jahresabonnement: 285,- Euro VDI-Mitglieder: 256,50 Euro (nur für persönliche Mitglieder) Studenten: 125,- Euro (gegen Studienbescheinigung) Preise Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten (Inland: 13,- Euro, Ausland: 31,50 Euro, Luftpost auf Anfrage) Einzelheft: 38,- Euro, Inland inkl. MwSt., Ausland exkl. MwSt. zzgl. Versandkosten Der Bezugszeitraum beträgt mindestens ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf des berech - neten Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. Leitung Media Sales: Sarah-Madeleine Simon Tel. 0211 6103-166 E-Mail: ssimon@vdi-fachmedien.de Anzeigen: CrossMediaConsulting Wolfgang Ernd GmbH Luruper Chaussee 125, 22761 Hamburg Kai Lück E-Mail: klueck@cmc-web.de Tel. 040 881449-370 Fax 040 881449-11 Es gilt der Anzeigentarif Nr. 60 vom 1. Januar 2019. Die Hinweise für Autoren und die Veröffentlichungsgrundlagen finden Sie im Internet unter www.eBWK.de Auflage geprüft 30 % – ebenfalls gegenüber dem Bezugsjahr 2005 – zu verringern. Die Erfüllung dieser Vorgabe ist durch ein „Effort Sharing“ auf die Mitgliedsstaaten aufgeteilt. Deutschland hat die Verpflichtung, die Emissionen in diesen Sektoren bis 2030 um 38 % im Vergleich zu 2005 zu senken. Diese nationale Verpflichtung ist ebenfalls rechtlich verbindlich. Bei Nichterfüllung drohen dem deutschen Steuerzahler finanzielle Konsequenzen in Milliarden-Höhe. Ein Vorziehen des nationalen Kohleaussteigs beispielsweise auf 2030 könnte im Übrigen eine Zielverfehlung im Nicht-ETS-Sektor nicht kompensieren. Die Maßnahmen müssen sich entsprechend auf den Verkehr, den Gebäude - sektor und die Landwirtschaft richten. Aktuell sind weitere Zielverschärfungen in der Diskussion, für 2030 und für 2050. Bis 2050 soll Klimaneutralität erreicht werden. Dies wird allein mit einem verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien, einer Verkehrswende und fortgesetzten Verbesserungen in der Energieeffizienz nicht gelingen. Vielmehr ist dafür zusätzlich die breite Umsetzung der Technologie der Abscheidung und Nutzung beziehungsweise Speicherung von CO 2 (Carbon Capture, Utilization and Storage, CCUS) unverzichtbar. Angesichts der in Deutschland bestehenden Gesetzeslage ist dieser Technologiepfad jedoch versperrt. Eine Lockerung der Regelungen und das Werben für Akzeptanz sind dringlich, weil die Umsetzung der Technologie nur mit erheblichen Vorlaufzeiten möglich ist. Anderenfalls wird es mit der THG-Neutralität bis 2050 ebenso enden, wie mit den von der Bundesregierung in der Vergangenheit für 2005 und 2020 formulierten nationalen Klimazielen. • 18 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

K l i m a s c h u t z S P E C I A L Nachdem die Einführung der intelligenten Messsysteme und der Beginn der Einbaupflicht bereits für das Jahr 2017 vorgesehen waren, erwartet die Branche, dass der Rollout in den kommenden Monaten nun endlich starten wird. Nach wie vor unklar ist allerdings, ob die noch ausstehenden Zertifizierungen bereits zu den metering days oder erst Anfang des nächsten Jahres bekannt gegeben werden. Mit den Smart Meter Gateways steht dann eine hoch sichere und hochverfügbare Infrastruktur zur Verfügung – nicht nur für die Datenübertragung, sondern auch für innovative Lösungen wie das Einspeise- und Last - management sowie das Steuern von Erzeugungsanlagen, Speichern und Haushaltsgeräten. Für die wirtschaftliche Umsetzung des Rollouts reicht es nicht aus, lediglich Abrechnungsleistungen innerhalb der gesetzlichen Preisobergrenzen anzubieten. K a r s t e n V o r t a n z Geschäftsführer der Voltaris GmbH, Maxdorf Bild: Voltaris Als wettbewerbliche Messstellenbetreiber jedoch sind die Stadtwerke nicht an die Preisobergrenzen gebunden und können auch außerhalb des lokalen Netzes agieren. Sie können Mehrwertdienste anbieten, die den Kunden begeistern und gleichzeitig die Energiewende voranbringen: flexible Stromtarife oder Kombiprodukte aus Stromlieferung, Messdienstleistungen und Mehrwertprodukten. Vor allem mit der Visualisierung der Energiedaten im Webportal lassen sich interessante Mehrwertlösungen für Haushalts- und Gewerbekunden gestalten. Das Gewerbekundenportal zum Beispiel dient Firmen-, Filial- und Industriekunden als Energiemanagement-Tool für das Monitoring und Controlling der Verbräuche und ermöglicht den Vergleich der eigenen Filialen und Geschäftsstellen. Ab 2021 können Immobilieneigentümer als Anschlussnehmer den Messstellenbetreiber frei wählen. Die Wahl gilt dann für alle Stromzähler der Immobilie, was den Markt für das Submetering beleben wird. Die Stadtwerke können hier ihre Vorteile ausspielen: Denn im Gegensatz zu den branchenfremden Wettbewerbern kennen sie die energiewirtschaftlichen Prozesse. Als Messstellenbetreiber für Strom und Gas haben sie außerdem den Zugriff auf die Zähler und bereits bestehende Geschäftsbeziehungen mit den Haushaltskunden und der Wohnungswirtschaft. Die Branche steht in den Startlöchern, um die neuen Systeme und Prozesse rund um die intelligenten Messsysteme in der Praxis einzusetzen. Innerhalb der Voltaris-Anwendergemeinschaft treiben wir die Entwicklung von Mehrwertlösungen, wie zum Beispiel Submetering, voran. Die Digitalisierung der Energiewende wird gelingen, wenn möglichst viele Anwendungsfälle – auch die Einbindung von dezentralen Erzeugungsanlagen, Elek - tromobilität sowie die intelligente Netzsteuerung – umgesetzt werden. Denn erst diese Funktionalitäten bringen den versprochenen Nutzen für den Verbraucher, was die Akzeptanz der neuen Zähler technik erhöht. Die Rahmenbedingungen müssen jetzt zügig festgelegt und das Gesamt projekt zielgerichtet koordiniert werden. • Mehrwertdienste ermöglichen erfolgreichen Smart-Meter-Rollout BWK BD. 71 (2019) NR. 10 19

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