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10-2019

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D I G I T A L F O R U M

D I G I T A L F O R U M S m a r t M e t e r i n g Potenziale durch Managed Services ausschöpfen AMI-Prozesse effizient gestalten Mit dem Outsourcing von Prozessen im Bereich Advanced Metering Infrastructure (AMI) können Verteilnetzbetreiber die Potenziale ihrer intelligenten Netzinfrastruktur besser ausschöpfen. Die Bandbreite an Managed Services reicht vom Hosting der AMI-Software und der benötigten IT-Systeme über die operative Auslesung von Zählerdaten bis zur kompletten Übernahme des Zähler-, Daten- und Außendienstmanagements. Überblick der AMI-Leistungen, die per „Software as a Service“ (SaaS) ausgelagert werden können. Bilder (2): Landis+Gyr In den USA sind Managed Services längst gang und gäbe, aber auch in Europa sind sie eine attraktive Option zur betrieblichen Optimierung des Smart Meterings, so das Ergebnis einer Marktuntersuchung von Landis+Gyr in Nordamerika und Skandinavien. Der Anbieter von Energiema nagement-Lösungen fokussiert sich strategisch stark auf den Servicemarkt und hat weltweit über 15 Millionen Messstellen im Service, darunter auch zahlreiche in der EMEA-Region – speziell in den skandinavischen Ländern. Noch im April dieses Jahres hatte das Unternehmen in Finnland die Auslesung von 750 000 Messpunkten von dem Partner Ericsson übernommen. Dabei handelt es sich um die stündliche Auslesung von Verbrauchs- und Qualitätsdaten aus über 750 000 Haushalts- und Industriezählern für rund 30 Energieversorgungsunternehmen (EVU). Die tägliche Bereitstellung der validierten Stundenwerte in den Kundensystemen erfolgt über eine Serviceplattform, die auch eine Vielzahl weiterer Funktionalitäten wie An- und Abschaltungen und Statusabfragen im Zähler durch die Kundensysteme ermöglicht. Bereits im September 2018 hatte Landis+Gyr den Betrieb einer umfangreichen Metering-as-a-Service-Lösung für Finnlands größten Verteilnetzbetreiber, Caruna Oy, aufgenommen. „Die Branchenlandschaften in Europa und den USA unterscheiden sich aufgrund der historischen Entwicklung des Messwesens und der AMI-Infrastruktur zum Teil erheblich“, so Juha Torstensson, Vice President of Service Operations für die Region EMEA bei Landis+Gyr, „die prozessualen Anforderungen zur betrieblichen Optimierung des Smart Meterings allerdings sind bei allen Unternehmen vergleichbar.“ Dies sei ein wichtiges Ergebnis der Marktbefragung. 24 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

Theoretisch ist die Energiewende eine Jahrhundertaufgabe. Praktisch ist sie unser täglicher Job. Gemeinsam bringen wir die Dinge voran: Wir von der EnBW entwickeln intelligente Energieprodukte, machen unsere Städte nachhaltiger und setzen uns für den Ausbau erneuerbarer Energien ein. Und dafür benötigen wir tatkräftige Unterstützung. Deshalb suchen wir echte Macher (w/m/d), die mit viel Engagement, Einfallsreichtum und Know-how mutig die Heraus forderungen unserer Zeit anpacken und mit uns zusammen die Energiezukunft gestalten. Im Gegenzug bieten wir abwechslungsreiche Aufgaben und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Machen Sie jetzt mit: www.enbw.com/jobmarkt Datenauswertung statt Datensammlung Den größten Wert von Managed Services messen die befragten EVU der Möglichkeit bei, sich stärker auf die Nutzung der Daten konzentrieren zu können als auf deren Erhebung. Dabei lassen sich die Leistungsumfänge den vorhandenen technischen und personellen Kapazitäten im eigenen Unternehmen anpassen. Im Rahmen von „Software as a Service“ (SaaS)-Paketen können EVU beispielsweise die Wartung, Sicherheitsupdates und Softwareaktualisierungen ihrer Plattformen extern vergeben. Das erforderliche Spezialwissen muss dann nicht selbst vorgehalten werden. Metering-as-a-Service-Angebote umfassen alle mit AMI zusammenhängenden Tätigkeiten. Speziell vor dem Hintergrund des kontinuierlichen Wandels können EVU damit auf sich ändernde Anforderungen und Erwartungen seitens der Kunden, des Regulierers und die technologische Entwicklung reagieren. Dank Managed Services müssen Versorger nicht zwingend Ressourcen für die Erhebung von Smart-Metering-Daten aufwenden, sondern können sich mit der Datenauswertung beschäftigen. Mit einem Zustimmungswert von 4,4 (von fünf) sehen die in der Studie befragten Unternehmen den größten Nutzen in fundierten Geschäftsentscheidungen auf Basis der Datenanalyse. „Für sich genommen bringt die Datensammlung dem Energieunternehmen keine Wertschöpfung und muss nicht unbedingt mit Eigenmitteln erbracht werden. Es ist aber eine notwendige Vorleistung, um aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen wertschöpfende Angebote zu entwickeln“, so Torstensson. Vorteile: Effizienz und Planungssicherheit Ein weiterer wichtiger Aspekt ist – mit 4,18 von fünf Zustimmungspunkten – die hohe Kostensicherheit bei Managed-Service- Verträgen. In den USA, wo EVU schon länger Erfahrungen damit sammeln konnten, liegt dieser Wert sogar bei 4,6. Die Konditionen werden in der Regel für einen längeren Zeitraum pauschal festgelegt, sodass die Betriebskosten langfristig konstant bleiben, auch im Fall von Komplikationen oder unvorhergesehenen Ereignissen. Unwägbarkeiten sind bei Inhouse-Lösungen kaum kalkulierbar, Serviceverträge bieten hingegen ein hohes Maß an Planungssicherheit. Je nach Service-Modell lassen sich zudem Vorlaufinvestitionen in die Infrastruktur in laufende Betriebskosten (Opex) umwandeln. Diese Kosteneffizienz geht aus Sicht der Befragten mit einer deutlichen Steigerung der Betriebseffizienz einher: 74 % konnten der Studie zufolge in diesem Bereich eine Verbesserung durch Managed Services verzeichnen. • www.landisgyr.de J o h a n n e s H a c k s t e t t e Kommunikations- und PR-Manager EMEA, Landis+Gyr GmbH, Nürnberg BWK BD. 71 (2019) NR. 10 25

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