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10-2019

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D I G I T A L F O R U M

D I G I T A L F O R U M M a r k t k o m m u n i k a t i o n Aufbau der „Arvato Energy Platform“. Bilder (2): Arvato Systems Mehr noch: Ein Vertrieb, der nicht zum Reststromlieferanten schrumpfen will, wird sich für seine Kunden zum Anlagenmanager oder Mieterstromanbieter aufschwingen. Dadurch kann er sich als Energiedienstleister neu positionieren und Einbußen im Energievertrieb kompensieren. Wolter: „All das sind Geschäftsmodelle, die ohne belastbare Digitalisierungswerkzeuge nicht funktionieren werden. Viele Unternehmen werden die Digitalisierung der Geschäftsprozesse allein nicht schultern können. Hier kommen wir mit unserer Digitalisierungskompetenz und der Arvato Energy Platform ins Spiel.“ Perspektivisch deckt die AEP im Zielbild neben IT-Kernfunktionen und energiespezifischen Basisfunktionen alle wesentlichen rollenspezifischen Aufgaben ab (siehe Grafik). Adressiert werden Energiedienstleister und Quartiersmanager, dezentrale Erzeuger, Energielieferanten, Messstellenbetreiber, Verteilnetzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber. Ein Großteil der rollenspezifischen Funktionen ist bereits heute verfügbar. Was fehlt, soll bedarfsorientiert schrittweise ergänzt werden. Wie muss man sich den Umstieg auf die AEP vorstellen? „Wir streben nicht den Ersatz der Bestandssysteme in einem Big Bang an, sondern präferieren eine schrittweise Integration neuer oder neugestalteter digitaler Prozessketten“, beruhigt Wolter. „Was nicht neu gestaltet werden soll, verbleibt im Bestand und kann gegebenenfalls sukzessive transformiert werden. Allerdings bringt es nichts, einen ineffizienten Prozess einfach zu digitalisieren. Wichtig ist, dass man die Prozesse konsequent auf ihre Digitalisierung ausrichtet. Unsere Erfahrung ist da eindeutig: Soll der Schritt in Richtung Digitalisierung ein größerer sein, erfordert dies in der Regel neu konzipierte Prozesse.“ End-to-End-Lösungen aus einer Hand Was Arvato Systems als Partner ferner attraktiv mache, sei der große Fundus an Kompetenzen, den gegebenenfalls auch andere Konzerngesellschaften zur Realisierung einer Request-to-Cash-Prozesskette beisteuern können. Die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Arvato Systems GmbH verfügt über zertifizierte Rechenzentren, hat langjährige Erfahrung als Spezialist für B2C-Kundenprozesse und Experte für die Logistikprozesse diverser Branchen. Diese Prozesse könne man beispielsweise auch auf die Lagerung und passgenaue Auslieferung von Ladesäulen adaptieren. „Und natürlich können wir auch bei Themen wie der Abrechnung von Ladevorgängen umfassend unterstützen und hier unsere Experten für Finanzdienstleistungen mit ins Boot nehmen.“ Zudem spielt für die IT-Spezialisten auch das Thema Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle. So beschäftigt sich das Arvato-Systems-Team zum Beispiel mit Predictive Maintenance oder Beschwerdemanagement im Kundenservice. Mithilfe intelligenter, selbst lernender Algorithmen lassen sich aus einer (Über-)Fülle von Information automatisiert die wichtigen herausfiltern und damit Prozesse optimieren. „So kann man sehr schön auf der gesamten Klaviatur spielen und unseren Kunden End-to-End-Lösungen aus einer Hand anbieten“, resümiert Wolter. • www.arvato-systems.de/AEP 28 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

I n t e r n e t o f T h i n g s D I G I T A L F O R U M Cloud verbindet smarte Anwendungswelten Plattform zur Umsetzung der Energiewende Mit der neuen Zenner-Cloud steht den Kunden der Zenner-Gruppe künftig eine Plattform zur Verfügung, über die eine große Bandbreite digitaler Anwendungen und Geschäftsmodelle realisiert und zentral administriert werden kann. Die Smart City wird Realität – Auswahl von Anwendungen, die über die Zenner-Cloud umgesetzt werden können. Bild: Zenner Ob Netzbetreiber, Versorger, Kommunalverwaltung, Wohnungswirtschaft oder Industrie – alle Wirtschaftsbereiche stehen im Zuge der Digitalisierung vor vielfältigen Herausforderungen. Um diese zu meistern, werden neue Ideen, Strategien und Geschäftsmodelle benötigt – und Lösungen, die bei der Umsetzung helfen. Dass durch Energiewende und Digitalisierung immer mehr Berührungspunkte zwischen den einzelnen Bereichen entstehen, macht die Situation nicht einfacher. Schnelle Umsetzung digitaler Anwendungen Mit der neuen Cloud-Lösung will Zenner verschiedene Anwendungswelten zusammenführen, die durch die Digitalisierung immer enger zusammenwachsen. Um den Anforderungen an die Energiewende gerecht zu werden, ist es folgerichtig, diese Entwicklung auch in der Zenner-Systemwelt zu vollziehen und den Anwendern eine Plattform zur Verfügung zu stellen, die ihnen Komplexität beim Zusammenspiel verschiedener digitaler Lösungen weitestgehend abnimmt. Kunden können nun auf eine tief integrierte Plattform zugreifen, die eine schnelle Umsetzung digitaler Anwendungen ermöglicht und den Koordinationsaufwand beim Anwender erheblich reduziert. Über die Plattform können Daten über verschiedene Kommunikationskanäle wie LoRaWAN oder Wireless M-Bus empfangen werden. Gateways, Messgeräte und Sensoren verschiedener Hersteller lassen sich ebenso integrieren wie verschiedene Softwarelösungen. Stadtwerke profitieren auf diese Weise von einer Verkürzung der Time-to-Market für neue Use-Cases und Geschäftsmodelle. Dabei können Kunden zum einen eine Vielzahl nicht regulierter Smart-City-Anwendungen wie Smart Parking, Smart Waste oder Smart Lighting realisieren. Zum anderen kann die Zenner-Cloud für Anwendungen und Geschäftsmodelle genutzt werden, die über die CLS-Schnittstelle am Smart Meter Gateway intelligenter Messsysteme abgewickelt werden. Für die Nutzung der CLS-Schnittstelle durch Externe Marktteilnehmer (EMT) gelten die strengen Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik. Das Schalten und Steuern von Photovoltaik-Anlagen, Stromspeichern und Wärmepumpen beispielsweise muss zwingend über den abgesicherten CLS-Kanal und damit via Smart Meter Gateway erfolgen. Die Nutzung des CLS-Kanals für EMT ist aber auch bei Anwendungen wie der Mehr-Sparten-Auslesung von Verbrauchszählern oder Submetering-Dienstleistungen möglich und vorteilhaft. Kunden, die schon Komponenten der Zenner-Systemlandschaft nutzen, profitieren zukünftig in gleicher Weise von den Vorteilen und Optionen der Cloud. Integrierte Plattform für vielfältige Einsatzszenarien Insgesamt eröffnet die Zenner-Cloud Stadtwerken, EVU, Kommunen und Wohnungs wirtschaft also eine große Bandbreite an Möglichkeiten. Im Bereich Smart Energy und Smart Metering: • automatisierte Messwerterfassung via LoRaWAN, Wireless M-Bus, M-Bus, RLM, Modbus, HDLC-Basiszähler, • Messwerte vom Smart Meter Gateway (Tarifanwendungsfälle passiver EMT), • optional: Ersatzwertbildung, Lastgangspeicher. Im Bereich Submetering: • Teilservice: Geräteverwaltung, Auslesen, Datenservice, • Fullservice: Bedarfsermittlung, Geräteverwaltung, Montage, Messwerterfassung, Abrechnung. Darüber hinaus: • sichere Datenübertragung von Sensoren über den CLS-Kanal des Smart Meter Gateways (aktiver EMT), • Umsetzung von Schalthandlungen aller Art. • Realisierung von End-to-End-IoT-Lösungen (auf Basis von LoRaWAN, Sigfox, NB-IoT), zum Beispiel Smart-City-Anwendungen, Smart Metering, Smart Building usw. Zenner-Geschäftsführer Sascha Schlosser erklärt: „Eine Plattform, die eine solche Bandbreite an Anwendungen für die Bedürfnisse von Energiewirtschaft und Smart Cities gleichermaßen abdeckt, gab es bisher nicht. Prozesse können damit wirkungsvoll optimiert werden, digitale Geschäftsmodelle lassen sich ohne Zeitverzögerung realisieren Man kann zurecht sagen: Die Zenner-Cloud ist die Plattform zur Umsetzung der Energiewende.“ • www.zenner.de BWK BD. 71 (2019) NR. 10 29

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