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E N E R G I E F O R U M

E N E R G I E F O R U M A k t u e l l e s Neue Technik für das Heizkraftwerk Merheim RheinEnergie ersetzt derzeit an dem Heizkraftwerk in Köln-Merheim eine Gas-und-Dampfturbinenanlage und einen alten Heizkessel für Fernwärme durch ein hochmodernes Blockheizkraftwerk. Die drei neuen, mit Erdgas betriebenen Blockheizkraftwerks-Module mit einer Leistung von jeweils 11 MW (el.) und jeweils 10 MW (th.) werden ebenso wie die Altanlage gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen – allerdings sind sie wesentlich effizienter und lassen sich deutlich flexibler an den Energiebedarf anpassen. Da Strom und Wärme aus demselben Brennstoff entstehen, liegt der Brennstoffnutzungsgrad der Anlage bei 90 %. Die Investitionen belaufen sich auf rund 30 Mio. €. www.rheinenergie.de Fotomontage des geplanten Vollhybrid-Kraftwerks „Haringvliet“ . Bild: Vattenfall Vattenfall errichtet Vollhybrid-Kraftwerk Vattenfall wird sein erstes Vollhybrid-Kraftwerk zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien in der Region Goeree-Overflakkee in der Provinz Süd-Holland rund 50 km südwestlich von Rotterdam errichten. Das Unternehmen hat jetzt hierfür die Investitionsentscheidung für den Bau einer Freiflächen-Photovoltaik (PV)-Anlage und eines Batteriespeichers am Standort seines Onshore-Windprojekts „Haringvliet“ getroffen. Das Investitionsvolumen für die Solaranlage und den Speicher beläuft sich zusammen auf 35 Mio. €. Die Investitionsentscheidung für den Onshore-Windpark Haringvliet hatte Vattenfall bereits im November 2018 getroffen (Höhe: 26 Mio. €), hier laufen die Bauvorbereitungen bereits. Sobald die Windturbinen errichtet sind, beginnt der Bau der Solaranlage. Daran anschließend werden die Batteriecontainer aufgestellt. Die komplette Anlage soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 in Betrieb genommen werden. Der „Energiepark Haringvliet Zuid“ ist das erste Projekt, bei dem Vattenfall die Energieträger Wind und Sonne zusammen mit einem Speicher kombiniert. Das Vollhybrid-Kraftwerk besteht aus sechs Nordex-Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 22 MW, einer 30 ha großen Freiflächen-PV-Anlage (38 MW) und einem Batteriespeicher (12 MW). Die BMW-Batterien sind in zwölf handelsüblichen Seecontainern untergebracht. www.vattenfall.de Das Wasserstoff-BHKW von 2G dient zur Rückverstromung von Wasserstoff, der im Rahmen des PtG-Konzepts aus Windkraft mithilfe eines Elektrolyseurs gewonnen wird. Bild: IfE PtG-Anlage der Stadtwerke Haßfurt erweitert Die Städtische Betriebe Haßfurt GmbH hat die bestehende Power-to-Gas (PtG)-Anlage in Haßfurt um ein 140-kW- Wasserstoff-BHKW der 2G Energy AG zur Rückverstromung von regenerativ gewonnenem Wasserstoff erweitert. Projektpartner sind die Stadtwerk Haßfurt GmbH, die 2G Energy AG aus Heek und das Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. www.2-g.de, www.oth-aw.de, www.stwhas.de 44 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

A k t u e l l e s E N E R G I E F O R U M Zusammenarbeit in Argentinien Wintershall Dea Argentinien und ConocoPhillips haben ein Sales and Purchase Agreement (SPA) für die gemeinsame Entwicklung der Blöcke Aguada Federal und Bandurria Norte in der zentralargentinischen Provinz Neuquén unterschrieben. Die Blöcke umfassen unkonventionelle Öl- und Gasvorkommen der aussichtsreichen Vaca-Muerta-Formation. Wintershall Dea Argentinien bleibt nach dem Abschluss der Transaktion weiter Betriebsführer. www.wintershalldea.com K U R Z N O T I E R T Online-Windpark-Check. Die Onlineplattform „wind-turbine. com“ und das Greentech-Startup Nefino stellen eine neue Lösung für die Windbranche vor. Mithilfe eines neutralen Windpark-Checks sowie der Location- Intelligence-Software von Nefino lassen sich umweltverträgliche und ökonomisch sinnvolle Strategien für die Nutzung von Windenergieanlagen und Windparks nach der EEG-Förderung finden. www.wind-turbine.com Studie. Mit dem Kohleausstieg ist es möglich, das Klimaziel 2030 für den Energiesektor zu erreichen, ohne wird das Klimaziel hingegen deutlich verfehlt. Das zeigt eine neue Studie des EWI – Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln. www.ewi.uni-koeln.de/ de/publikationen Einbau eines Bioöl-Trafos auf einer Gittermaststation in Freiamt. Bild: Netze BW Netze BW setzt stärker auf Bioöl-Trafos Bioöl eignet sich einwandfrei für den Betrieb von Ortsnetz-Trafos. Das ergab ein Pilotprojekt der Netze BW in über 100 Umspannstationen. In sensiblen Bereichen setzt die EnBW-Tochter in der Folge zukünftig auf natürliche anstatt auf synthetische Ester als Isoliermittel. Eingesetzt werden die Bioöl-Trafos generell beispielsweise in Wasserschutzgebieten, wo Mineralöl nicht zugelassen ist. Aktuell gehe es um gut 100 pro Jahr, mit deutlich steigender Tendenz, erläutert Projektleiter Domenico Perrino. Grundlage der Entscheidung bildete das im Jahr 2015 gestartete und im Spätherbst 2018 beendete Pilotprojekt. Insgesamt 100 Bioöl-Trafos wurden dabei im ganzen Netzgebiet in Kompaktstationen installiert. Bewusst zu Testzwecken kamen vier Gittermaststationen sowie ein innovativer, regelbarer Ortsnetztrafo (RONT) hinzu. Zwanzig der Trafos stattete Netze BW mit Monitoringsystemen für die Betriebsdaten aus. Ventile erlaubten die Entnahme von Ölproben durch das Betriebspersonal sowie Mitarbeiter der Spezialinstandhaltung aus Altbach. Das Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik an der Uni Stuttgart hatte die begleitende Forschung übernommen, zu der insbesondere die Analyse des Alterungsverhaltens der natürlichen Ester gehörte. Mit dem technischen Ergebnis war Perrino zufrieden: „Die Bioöle haben die Eignungsprüfung voll bestanden. Nach etwa einem Jahr Betrieb ließen sie sich in Sachen Alterung sogar mit Estern ohne Trafoeinsatz vergleichen“. Den Löwenanteil seiner über 25 000 Ortsnetztrafos wird Netze BW jedoch bis auf weiteres mit Mineralöl isolieren. Dessen Einsatz habe sich laut Perrino nicht nur „technisch seit Jahrzehnten bewährt“, er bleibe vorläufig auch am wirtschaftlichsten. Zudem ließ sich ein ökologischer Vorteil der Bioöle nicht eindeutig nachweisen, was das Heidelberger IFEU-Institut parallel untersucht hatte. www.netze-bw.de Kooperation. Vattenfall und das Projektentwicklungsunternehmen Gaia mbH aus Lambsheim haben einen exklusiven Kooperationsvertrag für die Zusammenarbeit bei der Planung und Entwicklung von Onshore-Windenergieprojekten abgeschlossen. Im Rahmen der Kooperation sollen zukünftig Windparkprojekte in Nord-Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz gemeinsam entwickelt und realisiert werden. www.vattenfall.de, www.gaia-mbh.de Gasförderung. Wintershall Dea hat mit den vier Produktionsbohrungen für das 259 km nördlich von Kristiansund in der Norwe - gischen See gelegene Gasfeld Dvalin begonnen, um den für 2020 geplanten Produktionsstart vorzubereiten. Dvalin wird als eine Unterwasserinstallation entwickelt, die an die 15 km nordwestlich gelegene Heidrun- Plattform angeschlossen wird. www.wintershalldea.com BWK BD. 71 (2019) NR. 10 45

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