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10-2019

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O R G A N G E S E L L S

O R G A N G E S E L L S C H A F T VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) VDI-Platz 1, 40468 Düsseldorf Dr.-Ing. Jochen Theloke, Tel.: 0211 6214–369 geu@vdi.de, www.vdi.de/geu Berliner Energietage 2019 Bild: Energietage / Rolf Schulten Vom 20. bis zum 22. Mai 2019 kamen auf den Berliner Energietagen wieder die relevanten Köpfe der Energiewende in Deutschland zusammen, um aktuelle Entwicklungen in der bundesdeutschen Klima- und Energiepolitik zu diskutieren und mögliche Praxislösungen, Innovationen und technische Konzepte vorzustellen. Die mit Abstand größte Tagungsveranstaltung im Energiebereich im deutschsprachigen Raum umfasste in diesem Jahr 57 Veranstaltungen unterschiedlicher Formate – von Tagungen über Workshops, Podiumsdiskussionen und Preisverleihungen. Die Energietage 2019 vereinten insgesamt 67 Mitveranstalter unter ihrem Dach, zu denen zahlreiche Ministerien, Bundesverbände, Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen gehören. Insgesamt mehr als 350 Referierende stellten ihre Expertise zur Verfügung und bildeten so das gesamte Kompetenz- und Meinungsspektrum im Energiebereich in Deutschland ab. Dazu zählten unter anderem hochrangige Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bundesministerien, Unternehmens- und Verbandsspitzen sowie der Forschungselite Deutschlands. In diesem Jahr feierten die Berliner Energietage ihr 20-jähriges Bestehen – mit einigen ganz besonderen Programmpunkten. Wieder einmal fanden sich im Programm der Berliner Energietage drei Bundesministerien: Neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) war dieses Jahr erstmalig auch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) Veranstalter und Premiumpartner der Berliner Energietage. Auch die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI- GEU) führte im Rahmen der Berliner Energietage die Veranstaltung „Energieeffizienz neu bewerten und nachhaltig sichern“ durch. Fokus-Thema hier war die Forderung einer Systematisierung der Kennzahlensysteme zur Bewertung und Steigerung der Energieeffizienz, da es ein vergleich bares umfassendes Kennzahlensystem bisher nicht gibt. Die Bewertung vorhandener Verfahren und Prozesse mit einem physika- lisch begründeten Maßstab eröffnet einerseits die Möglichkeit, die Energieeffizienz von bekannten Verfahren und Prozessen zu steigern und andererseits Forschungsansätze für neue effektive Verfahren zu generieren. Mit der Anwendung der Methode grenzwertorientierter Kennzahlen wird Deutschland energieeffizienter. www.energietage.de VDI 2055 Blatt 1: Wärme- und Kälteschutz von betriebstechnischen Anlagen Die neue Richtlinie VDI 2055 Blatt 1 legt Berechnungsverfahren zur Bestimmung von Wärme- und Wasserdampf-Diffusionsströmungen in Dämmstoffen sowie von Dämmschichtdicken nach technischen Gesichtspunkten fest. Sie behandelt dabei Wand- und Rohrdämmungen, die Dämmung von Kanälen, Behältern, erdverlegten Rohrleitungen sowie Rohrleitungen in Fußböden und Wänden von Gebäuden und Behältern. Der Geltungsbereich bezieht sich auf betriebstechnische Anlagen in der Industrie und der technischen Gebäudeausrüstung. Zu den genannten Anlagen und Ausrüstungsteilen gehören Kanäle, Behälter und Armaturen, Rohrleitungen, Apparate und Maschinen. Auch Kühlhäuser fallen in den Anwendungsbereich der VDI 2055 Blatt 1. Dazu enthält die Richtlinie Methoden zur Bestimmung der Wärmeleitfähig- Bild: AI Leino / pixabay.com keit von Dämmstoffen unter betrieblichen Bedingungen. Sie umfassen die Einflüsse von Temperatur, Feuchte, Konvektion, Dicke sowie dämmtechnisch bedingte Wärmebrücken. Herausgeber der Richtlinie VDI 2055 Blatt 1 „Wärme- und Kälteschutz von betriebstechnischen Anlagen – Berechnungsgrundlagen“ ist die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU). Die Richtlinie erschien im August 2019 als Entwurf und kann zum Preis von 156,80 € beim Beuth Verlag (www.beuth.de) bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten 10 % Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (geu@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 31. Januar 2020. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden. www.vdi.de/2055 62 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

P R O D U K T E Neue 525-kV-HGÜ- Kabeltechnologien Die Anlagen der Baureihe Delta4000 basieren auf einer einheitlichen technischen Plattform. Typenspezifische Komponenten, wie Rotorblätter oder Getriebe, können dank der konsequenten Modularisierung für unterschiedliche Varianten adaptiert werden. Bild: Nordex Neuer Rotordurchmesser für Delta4000-Plattform Die Nordex Group baut ihr Produktangebot im Marktsegment der Anlagen mit über 5 MW Nennleistung weiter aus. Im Vergleich zur kürzlich eingeführten N149/5.X spielt die neue N163/5.X ihre Stärken besonders bei geringen Windgeschwindigkeiten aus. Das Maschinenhaus, Getriebe und alle Systemkomponenten der N149/5.X kommen auch in der N163/5.X zum Einsatz. Neu ist das weiterhin einteilige Rotorblatt mit einer Länge von knapp 80 m, das auf der bewährten GFK/Carbon- Differentialbauweise der N149 beruht, die die Nordex Group seit 2011 in der Serienproduktion für ihre Rotorblätter verwendet. Der Start der Serienproduktion der N163/5.X ist für 2021 vor gesehen. www.nordex-online.com Die Prysmian Group führt zwei neue extrudierte Landkabel systeme für 525 kV ein, eines mit P-Laser und eines mit XLPE-Isolierung. Die neuen Kabelsysteme wurden für hohe Spannungsniveaus entwickelt und verfügen über große Leitungsquerschnitte. P-Laser ist die erste vollständig recycelbare und umweltfreundliche Hochleistungskabeltechnologie, die in der Produktion nicht entgast wird. Sie ist kompatibel mit bereits existierenden Kabeln und Zubehör für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Das neue P-Laser qualifizierte Kabelsystem verwendet das von Prysmian selbst entwickelte Material HPTE (High Performance Thermoplastic Elastomer). Das weiterentwickelte HPTE verfügt über bewährte und verbesserte Spezifikationen, wie eine gesteigerte Wärmeleistung, eine erhöhte intrinsische Zuverlässigkeit und höhere Produktivität. Das XLPE-qualifizierte Kabelsystem nutzt eine neue, speziell auf HGÜ-Anwendungen zugeschnittene Isolierung. Beide Technologien bestanden die Typprüfung mit 600 kV. www.prysmiangroup.com Drohnenbasierte Thermografie Die neuen Kabelsysteme ermöglichen effiziente technische Lösungen für die Langstrecken-Hochleistungsübertragung bei minimaler Landnutzung. Bild: Prysmian Parrot hat Ende Mai mit der „Anafi Thermal“ eine Komplett - lösung für die drohnenbasierte Thermografie auf den Markt gebracht. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Aufgaben von Installateuren von Solarmodulen, Energieerzeugern und -lieferanten können damit Solaranlagen und Hochspannungskabel kontrolliert, Störungen erkannt und isoliert werden. Die leichte, einfach zu bedienende und dabei hoch technologische Lösung basiert auf der angepassten Drohnenplattform von Anafi. Neben der eingebauten 4K-HDR-Kamera integriert Anafi Thermal einen Flir-Thermosensor. www.parrot.com Anafi Thermal verfügt über zwei eingebaute miniaturisierte Kameras (RGB 4K und Wärmebild), die auf drei Achsen stabilisiert sind. Bild: Parrot Spannungsregler erfüllen europäischen Grid-Code Die Geräte der Unitrol-1000-Serie von ABB sind die ersten automatischen Spannungsregler, die vollständig mit dem neuen europäischen Grid-Code in Deutschland kompatibel sind. Die Konformität der Unitrol-1000-Geräte nach den deutschen Anschlussrichtlinien (VDE-AR-N 4110 und VDE-AR-N 4120) wurde von der Zertifizierungsstelle des TÜV Nord bestätigt. Die europäischen Netzanschlussrichtlinien sind eine Reihe von Regeln, die die Effizienz des Elektrizitätsmarktes harmonisieren, integrieren und verbessern. Sie sind eine Schlüsselkomponente, die eingeführt wurde, um die EU bei der Erreichung ihrer Energieziele zu unterstützen und die Treibhausgasemissionen durch eine Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien zu verringern und Energieeinsparungen zu erzielen. Die Richtlinien verschärfen die Vorschriften für den Anschluss von Energieerzeugungsanlagen an das Stromnetz als Reaktion auf eine wachsende Zahl verteilter erneuerbarer Anlagen wie Windparks und Photovoltaikanlagen. www.abb.de BWK BD. 71 (2019) NR. 10 63

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