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10-2019

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A U S D E N U N T E R N

A U S D E N U N T E R N E H M E N Wasserstoff- BHKW Die 2G Energy AG, Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)-An lagen zur dezentralen Energieversorgung, hat von der Siemens AG einen Auftrag für ein mit Wasserstoff be triebenes BHKW erhalten. Der „2G agenitor 412“ ist Teil eines Projekts auf der arabischen Halbinsel zur Erzeugung von Wasserstoff mittels einer solar - betriebenen Elektrolyse- Anlage, die von Siemens hergestellt wird. Der grüne Wasserstoff wird dann mithilfe des 2G- BHKW zur emissions - freien Rück verstromung genutzt. Der Solarstrom wird in einem der zu - künftig weltweit größten Solarparks erzeugt, der bis Mitte 2020 auf 800 MW Leistung aus - gebaut wird. www.2-g.de Bild: Stadwerke München HKW München Süd wird flexibler GE stellt den Stadtwerken München (SWM) seine Gasturbinen-Upgrade-Lösung „9EMax“ für ein Werk des Versorgungsunternehmens in München zur Verfügung. Das Heizkraftwerk Süd (HKW Süd) der SWM produziert mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Strom und Fernwärme für Industrie- und Privatkunden. Durch die Modernisierung von zwei Gasturbinen des Typs GE 9E.03 und zwei A39-Generatoren soll die Leistung um rund 15 MW pro Block und einen Wirkungsgrad von bis zu 3 % pro Gasturbine gesteigert werden. Nach der Fertigstellung im Jahr 2020 erwarten die SWM eine erhebliche Senkung der NO X - sowie CO 2 -Emissionen. Die 9EMax-Lösung von GE wird die betriebliche Flexibilität der Anlage erhöhen und SWM helfen, sich auf die dynamischen Marktbedingungen einzustellen, die sich aus dem Fortschreiten der Energiewende ergeben. So beinhaltet 9EMax beispielsweise zwei lastgeführte Wechselrichter (LCI) für schnellere Starts, mit denen SWM ihre Einheiten in etwa 4,5 min anfahren kann. www.ge.com/power Bild: Mercedes-Benz Energy Entwicklungspartnerschaft zu Second-Life-Batteriespeichern Die Daimler AG mit ihrer hundertprozentigen Tochter Mercedes-Benz Energy GmbH und Beijing Electric Vehicle Co. (BJEV), eine Tochter der BAIC Group, haben eine Entwicklungspartnerschaft zum Aufbau von Second-Life-Energiespeichersystemen in China geschlossen. Mit Blick auf die Wertschöpfungskette von automobilen Batteriesystemen bündeln die Partnerunternehmen ihre Expertise und Ressourcen und legen den Grundstein für die Entwicklung einer nachhaltigen, erneuerbaren Energiewirtschaft. Mercedes-Benz Energy und Bejing Electric Vehicle wollen gemeinsam den ersten Second-Life-Energiespeicher am Standort Peking errichten und greifen dabei auf ausgediente Elektrofahrzeugbatterien von BJEV zurück. Das Projekt dient als Basis für potenziell weitere zukünftige Kooperationen. www.daimler.com 64 BWK BD. 71 (2019) NR. 10

A U S D E N U N T E R N E H M E N Übernahme der Urbasolar abgeschlossen Am 2. Mai 2019 hat Axpo bekannt gegeben, dass sie eine Vereinbarung über den Kauf von Urbasolar mit Hauptsitz im französischen Montpellier getroffen hat. Nun ist die Übernahme des Photovoltaik (PV)-Unternehmens vollzogen worden: Die französischen Fusionskontrollbehörden und das Wirtschaftsministerium haben dem Kauf zugestimmt. Das Portfolio von Urbasolar umfasst derzeit operative PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 350 MW. Zudem verfügt das Unternehmen über eine mehr als 1 000 MW große Entwicklungspipeline und bietet Dienstleistungen im Bereich Wartung, Instandhaltung und Asset Management an. Axpo wird Urbasolar als unabhängige Tochtergesellschaft weiterführen und will das bestehende Geschäftsmodell des Unternehmens in den kommenden Jahren international ausbauen. Nach dem Aufbau des Windgeschäfts über die Tochter Volkswind will Axpo auch im wirtschaftlich interessanten PV-Geschäft Synergien nutzen. www.axpo.com A U F T R Ä G E Siemens soll für die BASF Schwarzheide GmbH das In - dustriekraftwerk am Standort Schwarzheide modernisieren. Das Projekt umfasst den Austausch einer Gasturbine eines anderen Herstellers durch eine neue Industriegasturbine von Siemens einschließlich eines 15-Jahre-Services. Hinzu kommt die Installation einer Batteriespeicherlösung, die das Anfahren des gesamten Kraftwerks unabhängig von der externen Stromversorgung ermöglicht. www.siemens.de/energy Die Hitachi Zosen Inova Bio - Methan GmbH realisiert das erste Projekt in Dänemark: Der Spezialist für Gasaufbereitungstechnik erhielt den Zuschlag für den Bau einer Membrananlage, die 900 m3 (i. N.)/h Rohbiogas zu einspeisefähigem Biomethan aufbereitet. Die Anlage wird noch in diesem Jahr Bioerdgas produzieren. www.hz-inova.com Mit dem Projekt Ignis plant die GML eine umfassende Sanierung des MHKW Ludwigshafen, um die Abfallentsorgung der Region für die nächsten 25 Jahre sicherzustellen. Bild: GML Modernisierung des MHKW Ludwigshafen Die Steinmüller Babcock Environment GmbH mit Sitz in Gummersbach hat den Auftrag für die Modernisierung des Gemeinschafts-Müllheizkraftwerks (MHKW) Ludwigshafen erhalten. Der Liefer- und Leistungsumfang umfasst Planung und Errichtung der Kesselanlage inklusive Rost und Nebenanlagen für zwei Linien. Auftraggeber ist die GML – Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen GmbH. Die Inbetriebsetzung der zweiten Linie ist für Sommer 2024 geplant. Mit dem Projekt „Ignis“ (Latein: Feuer) plant die GML in Ludwigshafen eine umfassende Sanierung des Müllheizkraftwerkes. In der Anlage werden Siedlungs- und Gewerbeabfälle aus der Region thermisch verwertet. Das Gemeinschafts-MHKW Ludwigshafen wurde vor über 50 Jahren errichtet, die beiden ältesten der drei Kessel sind 30 und 23 Jahre alt. Rein ökonomisch kam eine reine Sanierung der drei Linien nicht in Frage, daher werden nun zwei Linien neugebaut. Parallel wird eine der drei vorhandenen Linien saniert, die anderen beiden werden zurückgebaut. So können die beiden neuen Linien in Betrieb gehen, ohne den Betrieb der vorhandenen drei Linien zu stark einzuschränken. Die zwei neuen Linien werden je nach Betriebszustand je Kessel 90 000 bis 100 000 t/a zur Gesamtleistung von 235 000 t/a beitragen, mit einer thermischen Kesselleistung von je 30 MW. Die Kessel erzeugen Hochdruckdampf, der im direkt benachbarten Fernheizkraftwerk des Regionalversorgers TWL AG in Fernwärme und Strom umgewandelt wird. www.steinmueller-babcock.com Auf Ökoeffizienz und Digitalisierung setzt die Netze BW beim geplanten neuen Umspannwerk in Burladingen (Zollernalb-Kreis). Der Liefervertrag mit Siemens beinhaltet eine SF6-freie, gas - isolierte Schaltanlage für die 110 000-V-Netzebene (blue GIS) sowie Kleinsignal-Messwandler mit digitalem Prozessbus. www.enbw.com Ein Konsortium aus MAN Energy Solutions und dem Generalunternehmer MMEC Mannesmann GmbH ist mit dem Bau eines Gasmotorenkraftwerks in Jena beauftragt worden. Auftraggeber ist die Thüringer Energie AG, die ein bestehendes GuD-Kraftwerk am selben Standort erweitern will. Zum Einsatz kommen fünf 12,6 MW starke Gasmotoren vom Typ MAN 20V35/44G TS. www.man-es.com BWK BD. 71 (2019) NR. 10 65

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